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RV Mecklenburg-Vorpommern

Kontakt: Suse Hawer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , 0176-34679232

001 RG MV 05.07.25 HRO

001 Stand der RG MV am 05.07.2025 in Rostock 

 

Umweltgewerkschaft Ahoi!

Startschuss für eine aktive Gruppe in Rostock

Seit längerem hat unsere Regionalgruppe MV nichts mehr gemeinsam gemacht. Keine Zeit, andere Dinge sind wichtiger, und und und. Ihr kennt das vielleicht. Doch was könnte wichtiger sein, als die Erde vor dem Kollaps zu retten?

Mit Hilfe des Bundesvorstands haben wir also für den 05.07.25 eine Kundgebung in der Rostocker Innenstadt geplant und durchgeführt. Die Organisation lief noch etwas holprig, aber wir haben einen tollen Stand auf die Beine gestellt. Thema war: „Stoppt Fracking! Stoppt LNG!“

Schon seit der Ankunft der LNG-Tanker an der Ostseeküste, beschäftigt das Thema die Leute und es regt sich Widerstand – besonders vor Ort auf Rügen. Wir wollten mit unserer Kundgebung dem Protest eine Bühne „in der großen Stadt“ geben, über Rügens Küsten hinweg die Menschen informieren und bewegen.

Bevor es richtig los ging, malten wir mit Kreide einige Parolen auf den Boden, um die Menschen neugierig zu machen. Am Stand liefen Lieder, die den Umweltkampf thematisierten und das offene Mikrophon wurde für Reden, auf antifaschistischer Grundlage, freigegeben.

Viele Leute hörten interessiert zu und wir kamen ins Gespräch. Einige waren hin und her gerissen zwischen den Problemen der Zeit – engagiere ich mich für die Umwelt oder gegen Faschismus, kann ich überhaupt was tun?

Viele Leute hegen auch noch die Hoffnung, dass die Politik das Ruder herumreißen wird. Wir argumentierten, dass es wichtig ist, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und sich zu organisieren! Das diskutierten wir nicht nur in einzelnen Gesprächen, sondern auch am offenen Mikrophon.

In den Reden spann sich der Bogen zwischen dem lokalen Problem LNG hin zur globalen Umweltkatastrophe, hin zu Krieg und Faschismus. Sie zeigten aber auch auf, was man dagegen tun kann. Wir müssen noch besser daran arbeiten uns am Mikro wirklich kurz zu fassen.

Besonders haben wir uns über die Unterstützung der BI „Lebenswertes Rügen“ gefreut. Der Autor Thomas F. Kunstmann hat in seinem Buch: „Rügen wehrt sich. Die LNG-Proteste der Bürgerinitiativen im Spiegel der Medien“, den Widerstand an Hand der Presseberichte dokumentiert. Er hat eine sehr emotionale informative Rede gehalten und wir empfehlen sein Buch sehr.

Gegen Spende gaben wir unser Informationsmaterial an die interessierten Menschen. Besonders haben wir uns auf die Fracking-Broschüre konzentriert. Aber auch unser vorab erstellter Flyer zum Thema wurde über 100 mal mitgenommen. Viele haben sich auch für unsere Anstecker und Sticker interessiert und dafür gespendet.

Insgesamt konnten wir sieben Kontakte gewinnen, die sich sowohl für die UG, aber auch für den internationalen Umweltratschlag interessieren. Wir freuen uns darauf, sie näher kennen zu lernen und ein aktives Gruppenleben in Rostock und MV aufzubauen!

Luisa/ Rostock

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Foto:

002 Straßenkunst

003 Thomas Kunstmann am "offenen Mikrofon"

004 Th. Kunstmann, BI Lebenswertes Rügen 

005 "Rügen wehrt sich"

006 schwungvolle Moderation

007 das neue Transparent für ein Ende der fossilen Energiegewinnung, Thema LNG/ Fracking

008 Grüße des Bundesvorstandes

009 Vorstellung der Fracking-Broschüre

010 kämpferische Rede zur Einheit von Arbeitskämpfen und Umweltbewegung

011 kämpferische Stimmung im Regennachmittag

012 im Gespräch

 

 

28.6.25 HST Art.5 GG freie Meinungsäusserung Art. 5 GG, Recht auf "freie" Meinungsäußerung

RG MV, Tag der Bundeswehr in Stralsund

Alle vier Zugänge zur Hafeninsel in Stralsund, auf welches der Bundeswehrtag 2025 begangen wurde, waren durch die verschiedensten Friedenskooperativen und Parteien "besetzt".

Von der Jugend der Linkspartei wegen der Nähe zur Partei MLPD ausgeladen, vom Rostocker Friedensbündnis "vergessen zu benachrichtigen", von der sich selber nicht als "Querdenker" sehendem Stralsunder Friedensbündnis und der MLPD explizit eingeladen, entschied ich mich, da alleine von der UG vor Ort, von meinem Recht gem. Art. 5 GG, der Freien Meinungsäußerung Gebrauch zu machen und musste mich daher nicht anmelden. Lange vor dem Veranstaltungsbeginn, baute ich in Sichtweite des Tender "Elbe" meinen Block auf. Zu Beginn des Veranstaltung kam dann die Polizei, Vertreter der Ordnungsbehörde und der Veranstaltungsleiter der Bundeswehr zu mir und forderten mich auf, alles umgehend abzubauen und mir einen anderen Standort, mit WENIGER Meinungsäußerung zu suchen. Für diese MASSE an Äußerungen, währe ein Antrag an die Stadt nötig wegen Sondernutzung. Einen solchen könne ich aber jetzt nicht einreichen, weil am Wochenende niemand in der Behörde sei....Ich sagte dem leitenden Polizeibeamten nicht, dass neben ihm eben jene Behörde vertreten sei. Wegen der sachlichen und um eine Erklärung bemühten Atmosphäre im Gespräch durch die Polizei und des Vermeidens einer Beschlagnahme der Plakate und des Banners, verließ ich den Platz.

Bis zur Räumung meines Platzes konnte ich aber schon mit Bundeswehrsoldaten und ersten Besuchern sprechen. Es zeigte sich hier bereits ein großes Maß an Polarisierung der Meinungen. Wenn auch von den "frühen" Besuchern mehr Zustimmung für die ausgestellten Aussagen kamen, im Gegensatz zu später, als die Menschen vorbeiströmten, die das organisierte Spektakel an Waffenschau und Manövervorführungen erleben wollten.

Der zweite Ausstellungsplatz ( siehe oben) war dann auch nicht verkehrt, in Sichtweite zur MLPD. Eigensicherung ist wichtig, wenn man alleine unterwegs ist!

Besonders die Aussage zum Charakter einer Armee und "Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter!" waren häufigster Aufhänger zu einem Gesprächsbeginn. Ein Bundeswehroffizier stimmte mir zu, dass die Völker keinen Krieg wollten, die Verantwortung dazu läge bei der Politik und der Wirtschaft. Doch er ist für eine Landesverteidigung. Dennoch, so meinte er, könne er an der Front doch nicht fragen, ob sein Gegenüber Arbeiter wäre, der würde doch auch schießen und nicht fragen. Ich antwortete ihm, dass diese Aussage von mehreren Seiten betrachtet werden müsse. U.a., dass international die Klasse der Arbeiter und Bauern die größte Anzahl an Soldaten stelle, somit auch den höchsten Blutzoll bei bewaffneten Auseinandersetzungen, welche dann auch noch von den Familien der Soldaten erpresserisch durch den Staat finanziert würde. Da stimmte er mir zu. Er stamme selber aus einer Arbeiterfamilie, heiße die Aufrüstung der Bundeswehr zu einer Angriffsarmee nicht gut. Das Geld würde für Soziales viel dringender benötigt. Mit dieser Meinung würde er in seiner Einheit auch nicht alleine stehen. Er möchte auch, dass er und seine Soldaten wieder heil nach Hause kommen. Jedoch, gab er zu bedenken, hätte er in seinem Afghanistan-Einsatz auch Gutes bewirkt. Er war u.a. Zuständig für den Schutz einer Mädchenschule. Versaut, so seine Meinung, hätten es dann aber die Politiker..... 

Etliche Menschen schilderten mir ihre persönlichen Gründe, den Frieden bewahrt sehen zu wollen. Darunter zwei Mannschaften von Segelbooten, die einfach die Welt mit ihren Menschen und der Natur erleben wollen....Was bin ich ihnen verbunden!

Die Propaganda der Medien zum Feindbild Russland wirken jedoch auch tief in der Bevölkerung. U.a. die Geschichtsverfälschung der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die Rote Armee und der Alliierten. Ich solle doch mal die Geschichte Russlands studieren, so ein Besucher, die würde von Annexionen, Deportationen und Vertreibung bestimmt.

Das Umweltthema kam nur zwei Mal zur Sprache mit Zustimmung zur Aussage, dass Aufrüstung, Manöver und Krieg Ressourcenverschwendung und Umweltverbrechen seien.

28.6.25 HST manchmal fotografiert kontroverse Gespräche manches Mal auch fotografiert

An den anderen Proteststandorten kamen die unterschiedlichsten Themen zur Sprache. U.a. das kapitalistische Weltsystem und seine Krisen (MLPD),  , Podiumsdiskussionsrunden zu Krieg und Frieden (LINKE/ Straßenfest), 1 Mill. Stimmen für den Frieden, eine Petitionsunterschriftensammlung an den Landtag MV (Norddeutsches Friedensbündnis), keine Mittelstreckenraketen in Europa/ Bekanntmachung des Anschaffens von mehr als 8400 Leichensäcke durch die Bundeswehr (Stralsunder Friedensbündnis).

Die Bundeswehr hatte an mehrere Standorten Karrierecenter eingerichtet, es gab Open-Ship, Besichtigung von Hubschrauber, Patriot-Raketensystem, verschiedene Heerestechnik, doch diesmal ohne schwere Panzer und mehr. Viele Besucher, vor allem Jugendliche und Kinder, trugen beim Verlassen der Veranstaltung Werbemittel der Bundeswehr mit sich. ("Wir führen dich zu deinen Stärken!")

28.6.25 HST die Korvette Magdeburg Die Korvette "Magdeburg" Heimathafen Rostock

25.6.25 HST Tender Elbe 28.6.25 HST Überflug des Militärs in sondergenehmigter Höhe28.6.25 HST vom Tender aus startende Hubschrauber

links: Start des Hubschraubers vom Tender zur Vorführung des Absetzens von Einheiten ins Wasser und Bergung aus dem Wasser., mittig: Der Tender "Elbe" (Versorgungsschiff Schnellbootgeschwader) Heimathafen Rostock, rechts: Tieffluggenehmigung für Airbus 400M (3) und Eurofighter (ohne Bild, zu schnell)

Am Nachmittag fand dann die Vereidigung der neuen Rekruten auf dem Alten Markt in Stralsund statt.

Mit weltoffenen Friedensgrüßen aus Stralsund! Suse

 

Der Hitzefaktor!

 

Die steigende Anzahl an Hitzewellen sind Begleitzeichen der begonnen Umweltkatastrophe.

Temperaturen über 40 Grad Celsius, über mehrere Tage am Stück, werden von den Meteorologen als realistisch angesehen. Die Anzahl an Tagen mit ca. 30 Grad Celsius, haben sich seit den 50ern nachweislich verdreifacht.

Zu den hohen Temperaturen kommen zeitgleich oft starke Veränderungen der Luftfeuchte, von Allergenen und Schadstoffen wie Ozon, den Winden und eine erhöhte UV-Strahlungsbelastung.

In Städten und Ballungsgebieten kommt es zu stark aufgeheizten Zonen, die sich auch nachts nicht abkühlen, URBAN-HEAT-ISLAND-Effekt genannt.

Der Mensch hat eine Normaltemperatur von ca. 37 Grad Celsius. Dabei sind die Gliedmaßen kühler als die inneren Organe. Durch Schwitzen können wir geringe Temperaturunterschiede ausgleichen. Doch dabei können Körperfunktionen ins Ungleichgewicht geraten. Organfunktionsstörungen, Einschränkungen der kognitiven und motorischen Fähigkeiten sind die Folge. Die Leistungsfähigkeit kann schon bei 32 Grad Celsius bis zu 50 Prozent fallen!

Gefährdet sind bei Hitzewellen besonders Kinder, ältere und chronisch kranke Menschen, Schwangere, Arbeitskräfte in Schutzbekleidung und Menschen, die beruflich im Freien arbeiten, aber auch Obdachlose.

Wetterwarndienste, Hitzeaktionspläne in Ländern und Kommunen, örtlich auch öffentliche Kühlräume, Klimaresilienzmanagement für die Städte...jedoch noch keine länderübergreifenden und verpflichtenden Lösungen.

Man kann/ muss einiges selber tun, doch auch Nachbarschaftshilfe ist wichtig.

httpsx.comquarkswdrstatus1547232818455101440 Quelle: WDR/ Quarks/ Umweltbundesamt 2016

05.06.2025 Rostock NATO

05.06.2025, Rostock, kleine Proteststation des Rostocker Friedensbündnisses an der Pier, beim Auslaufen der am NATO-Manöver beteiligten Marineschiffe

RG MV mit dem Rostocker Friedensbündnis

Viele Zuschauer säumen die Uferbefestigungen des Seekanals des Rostocker Hafens zur Ostsee. Zumeist interessiert an den eigenen und fremdländischen Marineschiffen an sich. Beworben über die Presse als spannende Ausfahrt, ähnlich wie bei der Hanse-Sail.

Doch die Plakate des Rostocker Friedensbündnisses reizten auch zum Widerspruch. Beschimpfungen als Putins-Kolonne, Lügner hinsichtlich der Friedensfahnen, die wir tragen, Landesverteidigung sei kein Verbrechen und anderes und dann doch der ein oder andere, der anfangs lautstark seine Meinung uns entgegenschleudert und dann den Mut hatte, der sachlichen Argumentation entgegenzukommen, auch wenn man sich am Ende der Diskussion nicht unbedingt in allen Punkten der Weltanschauung einig ist.......Zuspruch im Ganzen, uns gegenüber geäußert, vernahm ich jedoch keinen. 

Vielfältig waren aber auch andere Gesprächsthemen. Der Verrat des Sozialismus, warum man den Sozialismus nicht endlich wieder als Ziel beim Namen nennt (!), wie sich eine neue gerechte Welt vorstellen, welchen Umfang die Ressourcenverschwendung für die Aufrüstung hat, dass auch Manöver Umweltverbrechen an Mensch und Natur sind, Kriege ja eh, dass der Frieden, den die Völker wollen, nicht der Frieden der heutigen Politiker ist. Das der Charakter des Staates, den Charakter seiner Armee bestimmt (!). Wir sollten doch weniger GEGEN, mehr "für" etwas sein.

 

Die Polizei war als Streife permanent vor Ort, doch wir wissen nicht, wen sie beschützen wollten. Die Soldaten an der Pier vor uns, uns vor Provokateuren der rechten Szene....?

Und die Presse war äußerst fleißig. Die einen drehten und interviewten zum Thementag, die anderen für eine 90* Sendung am Tag der Deutschen Einheit, um die Polarisierung in der Gesellschaft aufzuzeigen, ob wir noch fähig sind, überhaupt miteinander ins Gespräch zu kommen. Da hatten sie dann hoffentlich von uns genügend Drehmaterial vor Ort bekommen.

Die nächsten Friedensaktionstage stehen schon fest: Bundeswehrtag 28.06. in Stralsund, Hiroshima-Gedenktage 6.-9.9. an den Orten, Anti-Kriegstag am 01.09. auch bundesweit.

Mit wehender UG-Fahne in steifer Brise: Suse/ Stralsund

05.06

 Tja, Umweltschutz und Völkerverständigung sieht anders aus, rechts wäre ein gutes Vorbild, die Fähre nach Gedser. 

 

 

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Ehrenmal am Neuen Markt/ Stralsund

 

RG MV, feierliche Veranstaltung zum "Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus" in Stralsund

Ca. 60 Menschen folgten dem Aufruf zur feierlichen Kundgebung. Zuvor hatten Mitglieder der Russischen Gemeinde und deren Freunde die Gedenktafeln der am Ehrenmal bestatteten gefallenen Sowjetsoldaten gereinigt, die Orthodoxe Kirche hatte einen Gedenkgottesdienst abgehalten. 

Eine beeindruckende Rede von Bernd B. folgte der Tradition, von Zeitzeugen und -akteuren zu berichten, die durch ihr Handeln prägend auf die Menschen der Stadt Stralsund vor und nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus, einwirkten. 

Auch wurden die Recherchen weitergeführt, um mehr von den auf dem Ehrenmalfriedhof bestatteten Sowjetsoldaten zu erfahren. So konnte einer Familie in Russland nun nach 80 Jahren Gewissheit gegeben werden, dass ihr Sohn hier in Stralsund seine Ruhestätte fand, nachdem er bis dahin als "Verschollen" in Brandenburg galt.

IMG 5665 IMG 5674 1 IMG 5685 1 Stralsund Mai 1945

 

Die deutschen SS- und Wehrmachtsoffiziere verlangten u.a. von der Hitlerjugend (14-17 Jahre), als letztes Aufgebot, Stralsund bis zum letzten Mann zu verteidigen, während die Stadt Greifswald bereits kapituliert und kampflos die Stadt an die Rote Armee übergeben hatte. Selber setzten sich die Führungsoffiziere zumeist über Saßnitz, über die Ostsee, ab, marodierende SS- Banden in der Stubbenkammer zurücklassend. Noch an diesen letzten Kriegstagen starben 48 Jugendliche der Hitlerjugend in Devin, einem Stadtteil von Stralsund.... Die letzten Kriegstage Stralsunds wurden auf großen Plakaten mehrsprachig zum Nachlesen und Ansehen dokumentiert. Von ihnen stammen die oben gezeigten Fotos. Danke Olga F. für deine fleißige Arbeit!

 

Persönlich fand ich es etwas Schade, dass vorrangig bürgerliche Politiker zitiert und ihre "Freundschaft" zu Russland kundgetan wurde, nachdem ohne Russland eine stabile Politik, auf allen gesellschaftlichen Ebenen, nicht möglich sei. Noch immer tut sich die Stralsunder politische Mitte (ehemalige LINKE) schwer, eine Differenzierung zwischen dem russischen Volk und dem russischen Finanzkapital vorzunehmen.

Der Hauptredner ordnete auch das Massaker an den polnischen Offizieren in Katyn der Roten Armee zu und stellte es als ein unverzeihliches Kriegsverbrechen da, welches dennoch nicht die Leistung der Roten Armee an sich, die Befreiung vom Hitlerfaschismus, schmälert. Ich sprach ihn nach der Veranstaltung darauf hin an und empfahl ihm für eine erneute Recherche und eine mögliche Revidierung seiner Aussage, die Rechercheergebnisse der MLPD. Er hatte seine Aussage aus den Dokumenten nach der Archivöffnung unter M. Gorbatschow getroffen.

Einig waren sich alle Anwesenden: Kriege (aber auch hier keine Differenzierung) sind die schlimmsten Verbrechen an der Menschheit, leittragend überwiegend die Frauen und Kinder. Sie dürfen nicht wieder geschehen (hier waren heute keine politischen aktuellen Beziehungen erwünscht).

In der Gedenkminute, mittels Metronom, jede Sekunde verkündend, stellvertretend für 60 Millionen Menschen weltweit, die durch den Hitlerfaschismus ihr Leben verloren, senkte auch ich die Umweltgewerkschaftsfahne. Sie war, wie Parteifahnen, nicht auf der direkten Veranstaltungsfläche erwünscht. 

So erfreulich die Teilnehmerzahl und die gute Zusammenarbeit mit den Stadtvertretern hinsichtlich der Sondernutzungsgenehmigungen ist, so ist es doch noch immer viel zu wenig Beteiligung und Interesse an solchen Erinnerungs- und MAHNUNGStagen. Der explizite Ausschluss von politisch- organisatorischer Stellungnahme in Rede, Fahne oder Plakaten etc. verfälscht die Ehrung der Leistung des antifaschistischen Widerstandes an allen Fronten.

Dennoch Danke den Veranstaltern!

Suse/ Stralsund

 

01.05.25 Rostock 1. Mai 2025, Rostock

RG MV, Seite an Seite mit der Arbeiter-, Frauen- und Jugendbewegung am kämpferischen 1. Mai

Moin! Bei strahlendem Sonnenschein gestalteten wir unseren Umweltgewerkschaftstand zwischen Kinderspielplatz und Landfrauen-Bewegung. Zum ersten Mal seit Jahren, gab es hier in Rostock eine freie Standortwahl und keine Nachfrage, ob man überhaupt angemeldet sei.

Das Interesse war auf Grund der Plakate groß. Es kam viel Zustimmung zum Thema Weltkriegsgefahr, die Rolle der zukünftigen Bundesregierung dabei, ja, sogar die begonnene Umweltkatastrophe wurde bejaht. Der Kampf um Erneuerbarer Energien spielte, für die meisten Gäste am Stand, eine entscheidende Rolle. Das Für und Wider von Fracking und LNG wurden diskutiert, Erneuerbare Energien kontra fehlende Speichertechnologie, siehe Blackout in Spanien. Es waren inhaltsvolle, manchmal etwas hitzige Diskussionen, kontrovers, nicht immer einig werdend. Doch immer trennte man sich mit einem Dankeschön und Händedruck. Ein, sich selbst als AfD-Wähler outender Gast, bedankte sich herzlich dafür, dass ich ihn nicht gleich so abkanzelte, wie er es an anderen Ständen erlebte, sondern bis zum Schluss offen auf seine Ansichten eigegangen bin. Einige Argumente hätten ihn zum Nachdenken gebracht.

Die Wasserstoffbroschüre fand das lebhafteste Interesse, die Aufkleber mit dem Fossil-Dino und Gegen die Weltkriegsgefahr wurden gegen Spende gegeben. Da viele andere Stände massig unentgeltliches Werbematerial unter die Leute brachten, schreckten einige Menschen zurück, als ich um eine Spende für einige der Materialien bat, doch man verstand das Ansinnen und so gaben einige eine Spende, andere legten das Material halt zurück. Es kamen 24,40 Euro zusammen. 

Ich konnte zwei ernsthafte Gespräche führen zum Thema IEC 2026 und seine Vorbereitung. Einmal mit einer älteren Dame, die eine sinnvolle Betätigung suchte und der das Thema Umweltschutz und Weltkriegsverhinderung sehr auf den Nägeln brannte, wie man sagt. Zum anderen ein junges Mädel aus dem Südosten der BRD, zu Besuch hier bei Verwandten. Sie ist noch nirgends organisiert, jedoch sehr interessiert an unseren Themen.

Viele gaben zu, die Umweltgewerkschaft nicht zu kennen. Am Gesprächsende wurden die Flyer des 1. Mai-Aufrufes gerne mitgenommen.

Die Gewerkschaftliche Rede von der Wiesentribüne war kapitalismuskritisch, für die Einbeziehung der Migranten in unsere Gesellschaft und nicht für die Spaltung, wie sie derzeit betrieben werde. Jedoch auch mit Befürwortung für die Bewilligung der Sonderschulden für die künftigen Investitionen in der Infrastruktur, Digitalisierung usw. 

Zum Umweltschutz wurde sich dagegen nicht geäußert.

Die Gespräche taten gut, Umweltschutz ist NICHT in der Bevölkerung vergessen, so sehr sich die Regierung und ihre Medien sich auch darum bemühen. So bleibt die Hoffnung und die Gewissheit, es ist ein noch immer hartes Stück Ringen um jeden Menschen, um jede Einsicht und um jeden Willen, aktiv zu werden.

LG Suse/ Stralsund

 

 

 

 

 

 

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