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Kontakt: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstraße 36, 70563 Stuttgart
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Es war wieder ein gelungenes „umsonst & draußen“ Festival in Stuttgart-Vaihingen von 7. bis 9.8.. Wir waren erfolgreich mit unserem Infostand auf dem Gelände vertreten und haben einen guten Eindruck hinterlassen. Im Nu hatten wir unseren Stand aufgebaut und anschließend wieder gemein-
sam abgebaut. Die Standbesetzung war überraschend gut und immer mehr als gewährleistet. Die Stimmung unter uns war kameradschaftlich herzlich. Wir sind gut auf der Festwiese aufgenommen worden und haben sehr interessante Kontakte und neue Mitglieder gewonnen. Viele Besucher des U&D sind an unserem Stand stehen geblieben und es gab einige sehr intensive Gespräche. Kinder und Jugendliche konnten wir mit unserem wasserstoffbetriebenen Modellauto begeistern.
Wir haben einiges von unserem guten Material weitergegeben und ca. 20 € Spende erhalten.
Man kam auch relativ gut mit den Besuchern auf dem Gelände ins Gespräch, eventuell auch, weil die U&D-Fans oft etwas alternativ sind.
Solidarisch haben sich alle nach ihren Möglichkeiten beteiligt. Die Bands waren super, die Musik war toll und die ganze ehrenamtliche Arbeit am Stand der Umweltgewerkschaft und für das Zustandekommen des ganzen Festes hat in diesen herausfordernden Zeiten sehr gut gezeigt: der Mensch ist ein soziales und solidarisches Wesen.
Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam können wir noch viel stemmen.

Mit diesem Banner und einem zweiten mit der Aufschrift: „100% Regenerative Energie schafft Arbeits-plätze“ sprachen wir auf der Stuttgarter Königstraße am Samstag Nachmittag die Menschen an.
Wir hatten gerade unseren Pavillon aufgebaut, als uns Toure aus Mali ansprach. Er hatte in Deutsch-land studiert und geht jetzt wieder zurück nach Mali. Es findet den internationalen Umweltratschlag in Stuttgart super. Er gehört der Bewegung One Tree World an, die für eine grüne Zukunft in Mali kämpft. Ihr Ziel „Bis 2029 1 Million Bäume in den von Entwaldung am stärksten betroffenen Regionen zu pflanzen.“ Wir tauschen die Adressen aus und er sagt, er würde gerne bei der online-Übertragung des IECs teilnehmen, wir sollen ihm regelmäßig von den Fortschritten bei der Vorbereitung berichten.
Die Umweltgewerkschaft fordert den Aufbau einer Grünen Wasserstoffwirtschaft als Baustein für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. So sprachen wir über unser Mikro die samstäglichen Stuttgart-Besucher an und machten Interviews. Grüner Wasserstoff macht natürlich nicht alles möglich. Und Wasserstoff kann ein Baustein sein – für Schwerlastverkehr auf der Straße und auf der Schiene sowie für Binnenschifffahrt und bei der Stahlproduktion. Noch sind die Umwandlungsverluste enorm, noch fehlt die Infrastruktur, und die Herkunft des Wasserstoffs ist heute meist fossil.
Gerade beim Wasserstoff gilt es noch viele Fragen zu klären. Wichtig waren auch Gespräche wie:„Kann man in Deutschland noch die Welt retten?“ Eine Frage, die häufig von AfD beeinflussten Leuten gesellt wird. Dass in Stuttgart im Oktober vom 23. bis 25 der internationale Umweltratschlag stattfindet, fanden die meisten klasse, so gingen auch viele Flyer an Frau und Mann.
Dazu bringen wir Auszüge aus dem Bericht von Dieter Reicherter, einem der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen S21, veröffentlicht in SÖS-Newsletter vom 2.6.2026:
„Der Spottname S 31 macht die Runde. Die Kosten sollen sich mindestens um weitere 3 Milliarden € erhöhen auf mehr als das Dreifache des in der Finanzierungsvereinbarung von 2009 festgelegten Betrags. Und das alles aus der Tasche der überschuldeten Bahn.
… Viele Gründe bleiben im Dunkeln. Das größte Problem ist die vollständige Digitalisierung des Bahnknotens. Fachleute halten sie für nicht umsetzbar. Doch ohne sie fällt das Versprechen einer Leistungssteigerung in sich zusammen, und der S-Bahn-Verkehr mit der neuen Haltestelle Mittnachtstraße ist nicht zu bewältigen. … Selbst der SWR nennt die Baustelle einen Saustall. Die elfwöchige Streckensperrung 2023 war für die Katz. Denn mehr als 1000 km Kabel samt Schächten wurden fehlerhaft verlegt und müssen wieder herausgerissen werden, ebenso der Bodenbelag des Tiefbahnhofs. Das neue Technikgebäude entspricht den Anforderungen nicht. Trotz jahrelanger Hinweise des Eisenbahn-Bundesamts unterblieb die Herstellung einer Notstromversorgung. Der neue Abstellbahnhof in Untertürkheim wird minimiert und vermag den alten nicht zu ersetzen. Zusätzlich zu diesen Mängeln sind die Hauptrisiken des Projekts ungelöst, nämlich Brandschutz, quellender Anhydrit, Überschwemmung bei Starkregen und wegrollende Züge als Folge des sechsfach überhöhten Gleisgefälles.
…. Von Anfang an politisch, basierte die Förderung auf Lügen: Phantasiezahlen von 100 Zügen in der Stunde, Mär vom bestgeplanten Projekt aller Zeiten, Behauptung, man merke von den unterirdischen Arbeiten nichts, Schaffung von 100.000 Arbeitsplätzen, Eigenfinanzierung des Projekts. … Täuschung und Vertuschung bei der sogenannten Schlichtung unter Heiner Geißler, der Volksabstimmung zum Ausstieg des Landes aus dem Projekt und in den Untersuchungsausschüssen zum Polizeieinsatz. Das Neutralitätsgebot für Amtsträger wurde mit Füßen getreten. Wie interne Dokumente zeigen, waren die Kostenüberschreitungen schon während der Schlichtung und erst recht bei der Volksabstimmung bekannt.“
Die Umweltgewerkschaft kämpft weiter mit dem Aktionsbündnis, dass der Kopfbahnhof mit seinen 16 Gleisen dauerhaft erhalten bleibt und gründlich saniert wird, einschließlich des Tiefbahnhofs, sollte er jemals fertig werden. Nur so kann die Gäubahnstrecke als direkte Verbindung nach Zürich erhalten werden. Nur so kann ein künftig verdoppelter Bahnverkehr für Pendler den Umstieg vom Auto bewirken. Den braucht es im Kampf gegen die Klimakatastrophe. Dabei vergessen wir auch die Forderung nach Nulltarif nicht.
Für einen attraktiven Ausbau des ÖPNV zum Nulltarif!
Diese Forderung, fotografiert auf einer Demo im Jahr 2016, gilt immer noch.
Die Stuttgarter Zeitung schrieb dazu: „Viele tausend Menschen haben in Stuttgart an Kundgebungen und Demonstrationszügen zum 1. Mai teilgenommen. ….Die DGB-Jugend hatte in diesem Jahr einen wesentlichen Teil des Programms übernommen. In einer Gesprächsrunde schilderten Vertreterinnen und Vertreter ganz unterschiedlicher Branchen und Berufsgruppen die Situation beispielsweise bei den Beschäftigten der Stadt, bei Mahle, in der Gastronomie oder bei der Bahn. Der Bahn-Beschäftigte rief dazu auf, Zivilcourage zu zeigen, wenn Bahnpersonal beschimpft oder angegriffen werde. Nichts sei schlimmer, als in solchen Situationen allein gelassen zu werden. Die vielfältigen Probleme von jungen Menschen in diesen Zeiten wurden in einer weiteren Runde angesprochen. Eine im Raum stehende Wehrpflicht war dabei genauso Thema wie der Klimawandel oder der Wohnraummangel. „WG-Zimmer werden zum Luxus”, sagte eine Gewerkschafts-Vertreterin und forderte: „Auch in Stuttgart braucht es Azubi-Wohnheime!” Und: „Klimaschutz ist keine Option, sondern eine Verpflichtung!”. „Unsere Zukunft statt eure Profite” hatte sich die DGB-Jugend als Motto für diesen 1. Mai gegeben – und führte damit auch den langen Demonstrationszug durch die Innenstadt an.“ Es war auffällig, dass nicht nur das Programm, sondern auch die Kundgebungsteilnehmer stark mit Jugendlichen durchmischt waren. Mehr als in den letzten Jahren. Das ist neu und neu war auch, dass wir so einen guten Platz bekamen. Weiter neu war, dass wir so viel Zuspruch mit unseren Themen fanden. Unsere Flyer (100 Stück) waren im Nu weg und bei unserem Infomaterial wurde kräftig zugelangt. Mich persönlich hat auch sehr gefreut, wie schnell und kollektiv wir unseren Stand nicht nur aufgebaut, sondern auch abgebaut bekamen. Das Spruchband mit der Aufschrift „100% Regenerative Energien schafft Arbeitsplätze“ sah gut aus und zierte unseren Infostand. Wir bedanken uns bei Linde und Tobi für ihre gute Gestaltung. Es war eine klasse Stimmung, bei all der Hektik und dem Trubel. (Verkauft wurden: 4 Wasserstoffbroschüren, die letzten beiden „AltdorferWald“ Broschüren, mindestens zwei neue Nulltarifbroschüren und mehrere Magazine als Probeexemplar.) Zusätzlich haben wir zwei Interessenten für den IEC gewonnen. Sie wollen zu den Vorbereitungstreffen eingeladen werden. Tobi hatte eine kleine Solaranlage dabei, die einen Ventilator antrieb. Mit diesem konnte er gut Kinder ansprechen und deren Eltern einbeziehen.


Zum diesjährigen Ostermarsch in Stuttgart versammelten sich mehr Menschen als im letzten Jahr. Die Veranstalter zählten bis zu 5000. Seit zwei Jahren werden es immer mehr Jugendliche.
Es war das ganze Spektrum der Friedensbewegung vertreten. Deutlich war der Wunsch, gemeinsam und gleichberechtigt zu demonstrieren. Noch gibt es große Unterschiede in der Einschätzung zum Charakter des Iran, Russlands oder Chinas. Die Bereitschaft darüber zu reden ist gestiegen. Wesentliche gemeinsame Forderungen richteten sich gegen Aufrüstung, Militarisierung und Wehrpflicht, gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen und die Nutzung von Militärstützpunkten wie Ramstein oder EUCOM und AFRICOM in Stuttgart, den Völkermord in Gaza, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und gegen das Abwälzen der Kriegslasten auf die Massen. Deutlich wurde auch, dass die Friedensbewegung und die Umweltbewegung gegen die gestiegene Weltkriegsgefahr stärker zusammenrücken müssen. Die Umweltgewerkschaft arbeitet daran.
Die FfF Bewegung hatte noch vor den Wahlen aufgerufen, die Rückkehr zu den fossilen
Energien anzuprangern. Außer Fritz Mielert (er wandte sich gegen Reiches Roll Back auf
der ganzen Linie) sprach noch eine FSJ-lerin (Freiwilliges Soziales Jahr) und wetterte
richtig gegen die AfD, wofür sie großen Beifall erhielt. Was wir von FfF übernehmen
sollten, ist dieses gemeinsame skandieren von Losungen oder Sprüchen. Das bringt
immer Stimmung und fasst zusammen.
Es waren ca. 200 hauptsächlich jüngere bis mittelalte Menschen vor dem Rathaus.
Transparente gab es wenige. Wir (8 Mitglieder) waren mit unserem Transparent auf dem
Platz und verteilten unseren Halbjahresflyer und noch einen kleinen Teil der UG-Flyer
zur Betriebsratswahl.
Es gab mehrere Infostände, darunter auch einen an dem verschiedene Gruppen ihre
Informationsmedien ablegen konnten. Auf diesem Tisch haben wir das Magazin und
unsere letzte Broschüre gelegt. Das sollten wir künftig immer tun.
Es gab auch einen relativ gut besetzten Stand der Veganer und von der Tierschutzpartei.
Bei den Veganern habe ich vertreten, dass mir der Tierschutz wichtiger ist, als den Leuten
vorzuschreiben, was sie essen sollten. Das fanden die TierschützerInnen gut und die
Veganen wehrten sich und warfen mir vor, ich würde die Tiere ausbeuten.
Von den Halbjahresflyern haben wir ca. 70 verteilt und etliche Gespräche geführt. 70 Flyer bei ca.
200 Leuten ist ein guter Schnitt. Es war gut, dass wir dabei waren.
Besonders hervorzuheben ist, dass einer von den FfF auf uns zukam und uns fragte, ob
wir einen Ordner stellen können. Gerne war jemand von uns dazu bereit, und für uns ist es ein Zeichen,
dass wir von der Bewegung akzeptiert werden.
Bei der Demo war die Stimmung auch sehr kämpferisch. Wir waren laut und es wurden
auf der ganzen Strecke Parolen gerufen. Das hat die Demonstration sehr lebendig
gemacht und viele Leute in den Straßencafés und in der Fußgängerzone wurden
aufmerksam. Es gab viel Zuspruch, aber teilweise auch Unverständnis.







