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Kontakt: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstraße 36, 70563 Stuttgart
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Zum diesjährigen Ostermarsch in Stuttgart versammelten sich mehr Menschen als im letzten Jahr. Die Veranstalter zählten bis zu 5000. Seit zwei Jahren werden es immer mehr Jugendliche.

Es war das ganze Spektrum der Friedensbewegung vertreten. Deutlich war der Wunsch, gemeinsam und gleichberechtigt zu demonstrieren. Noch gibt es große Unterschiede in der Einschätzung zum Charakter des Iran, Russlands oder Chinas. Die Bereitschaft darüber zu reden ist gestiegen. Wesentliche gemeinsame Forderungen richteten sich gegen Aufrüstung, Militarisierung und Wehrpflicht, gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen und die Nutzung von Militärstützpunkten wie Ramstein oder EUCOM und AFRICOM in Stuttgart, den Völkermord in Gaza, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und gegen das Abwälzen der Kriegslasten auf die Massen. Deutlich wurde auch, dass die Friedensbewegung und die Umweltbewegung gegen die gestiegene Weltkriegsgefahr stärker zusammenrücken müssen. Die Umweltgewerkschaft arbeitet daran.260228 Abb UG bei IGM Demo120118


Die FfF Bewegung hatte noch vor den Wahlen aufgerufen, die Rückkehr zu den fossilen
Energien anzuprangern. Außer Fritz Mielert (er wandte sich gegen Reiches Roll Back auf
der ganzen Linie) sprach noch eine FSJ-lerin (Freiwilliges Soziales Jahr) und wetterte
richtig gegen die AfD, wofür sie großen Beifall erhielt. Was wir von FfF übernehmen
sollten, ist dieses gemeinsame skandieren von Losungen oder Sprüchen. Das bringt
immer Stimmung und fasst zusammen.


Es waren ca. 200 hauptsächlich jüngere bis mittelalte Menschen vor dem Rathaus.
Transparente gab es wenige. Wir (8 Mitglieder) waren mit unserem Transparent auf dem
Platz und verteilten unseren Halbjahresflyer und noch einen kleinen Teil der UG-Flyer
zur Betriebsratswahl.


Es gab mehrere Infostände, darunter auch einen an dem verschiedene Gruppen ihre
Informationsmedien ablegen konnten. Auf diesem Tisch haben wir das Magazin und
unsere letzte Broschüre gelegt. Das sollten wir künftig immer tun.
Es gab auch einen relativ gut besetzten Stand der Veganer und von der Tierschutzpartei.
Bei den Veganern habe ich vertreten, dass mir der Tierschutz wichtiger ist, als den Leuten
vorzuschreiben, was sie essen sollten. Das fanden die TierschützerInnen gut und die
Veganen wehrten sich und warfen mir vor, ich würde die Tiere ausbeuten.

Von den Halbjahresflyern haben wir ca. 70 verteilt und etliche Gespräche geführt. 70 Flyer bei ca.
200 Leuten ist ein guter Schnitt. Es war gut, dass wir dabei waren.
Besonders hervorzuheben ist, dass einer von den FfF auf uns zukam und uns fragte, ob
wir einen Ordner stellen können. Gerne war jemand von uns dazu bereit, und für uns ist es ein Zeichen,
dass wir von der Bewegung akzeptiert werden.
Bei der Demo war die Stimmung auch sehr kämpferisch. Wir waren laut und es wurden
auf der ganzen Strecke Parolen gerufen. Das hat die Demonstration sehr lebendig
gemacht und viele Leute in den Straßencafés und in der Fußgängerzone wurden
aufmerksam. Es gab viel Zuspruch, aber teilweise auch Unverständnis.

 

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Mit einem schönen Fest und guter musikalischer Unterhaltung und vielen Sketschen feierten wir unsere erfolgreiche Arbeit 2025. Die Delegation auf der COP30 berichtete von den breiten Protesten und den vielen neuen Kontakten für den IEC. Die
Weihnachtsgeschichte unserer Jahresabschlussfeier: „Es begab sich aber zu der Zeit, als Quirinius Hausmeister in Syrien war. Und obwohl er gerade die Dachrinne repariert hatte, die an jenem Stall angebracht war, in dem bald ein Kindlein geboren werden sollte, war er von schweren Ahnungen geplagt, denn es waren Sturmfluten mit bisher ungekannten
Regenmengen angekündigt worden. Was er nicht wußte, dass auch in Gaza im Herbst 2025 sintflutartige Regenfälle das sonst eher trockene Land und seine friedliebenden Menschen heimsuchen. Und vor allem, dass es kaum Hilfe gab für die fürchterliche Not leidende Bevölkerung. Denn ein Genozid schlimmster Art hatte dort stattgefunden und ist noch im Gange. Alles zerschossen und zerbombt. Kaum ein Stein mehr auf dem anderen, geschweige denn Krankenhäuser. Für all das, außer dem Wetter, ist die faschistische israelische Regierung verantwortlich. Und als ein gewaltiger Sturm Quirinius in Bethlehem packte, war es nicht weit nach Gaza. Was er auch nicht wußte, dass es bereits eine weltweite Bewegung gibt „Gaza soll leben“. Diese schickt sich an, das AL AWDA (sprich ALAuda) Krankenhaus wieder aufzubauen. Und wahrscheinlich wird auch jemand auf der internationalen Umweltkonferenz darüber berichten.
Dies kommentiert ein spanischer Aktivist: „Venceremos – wir werden siegen !“

Ein Bündnis unter Federführung der Umweltgewerkschaft und der Umweltgruppe der MLPD hatte aufgerufen, an diesem Tag auf die Straße zu gehen und Flagge zu zeigen – gegen Kriegstreiber, Klimaleugner und gegen den Rollback in allen Bereichen des Umweltschutzes durch Kapitalistenknechte und Monopolpolitiker à la Wirtschaftsministerin Reiche. Der Aufruf bezog sich so auf den Kampf für den Erhalt der natürlichen Umwelt und des Lebens auf diesem Planeten, für Frieden statt Weltkriegsvorbereitung, für Erhalt und Erweiterung der demokratischen Rechte und Freiheiten gegen die akute faschistische Gefahr. Zu jedem dieser drei Komplexe hatten wir kompetente Redner gefunden. So z.B. zum Thema „Weltkriegsgefahr“ Susanne vom DFG/VK, zum Thema „ Erhalt der natürlichen Umwelt“ Alexander von KUS und Harald von der Umweltgruppe der MLPD und zum Thema „faschistische Gefahr“ Birgit von der Umweltgewerkschaft. Diese Reden wurden umrahmt von Beiträgen zur Umweltzerstörung in Gaza und einer regionalen Umweltkatastrophe in Tunesien, von den faschistischen Umtrieben in den Betrieben mit Berichten von einem Vertreter der IAC und einem ehemaligen BR von Porsche und der Einforderung von mehr demokratischen Rechten von einem Vertreter der „Neuen Generation“ (früher LG). Die Frauen von Courage gingen auf die besondere Unterdrückung der Frau in einer solchen Situation ein und die ÖDP schickte ein Grußwort, da sie am selben Tag einen Parteitag in Würzburg hatte. Zu den ständigen Teilnehmern gehörten auch Leute von den Fahrradvereinen und von Attac.

Dass die Beiträge gut ankamen, zeigte auch das Interesse mehrerer Zuhörer, die um Zusend251117 Abb Weltklimatag DSC 0048251117 Abb Weltklimatag DSC 0075251117 Abb Weltklimatag DSC 0107ung von Redebeiträgen baten.

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Wir hatten mit dem Wetter Glück und so konnte das Geschehen auf dem Schlossplatz mitten unter dem geschäftigen Treiben am Samstag seinen Lauf nehmen. Immer wieder blieben Menschen stehen und hörten sich eine der vielen Reden an. Viel Aufmerksamkeit erhielten auch die Musikbeiträge, die meist mit den Handys von Jugendliche gefilmt wurden. Wir hatten den Eindruck, dass dieses Jahr wieder mehr Passanten stehen blieben, so um die300 bis 400. In der massenhaften Beteiligung ist allerdings noch Luft nach oben. Das muss erkämpft werden– durch die weitere Höherentwicklung des kämpferischen Umweltbewusstseins in Stuttgart.

Bei den Passanten kamen insbesondere internationale Beiträge gut an, wie die Direktschaltung aus Belem mit dem Bericht der Massenkämpfe dort, den Kämpfen für einen Waffenstillstand in Gaza und den erfolgreichen Umweltkämpfen in Tunesien mit den jeweiligen Liedern.

Einige Bild-Eindrücke:  1) BERLIN:

3.10.25 Berlin043.10.25 Berlin023.10.25 Berlin013.10.25 Berlin03

 Einige Bild-Eindrücke:  2) STUTTGART: 

 Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 03Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 02Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 01Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 40 50Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 46 56Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 48 58,,

Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 59 19Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 59 45

Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 04Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 05

 

Redebeitrag Umweltgewerkschaft Stuttgart

(LKW-Bühne der Antikriegs-Kundgebung am 3.10.25 in Stuttgart)

Liebe Friedensbewegte,

wir stehen an einem entscheidenden Punkt in der Geschichte unserer Welt. Sie wird heutzutage mehrfach in ihrer Existenz bedroht. Da ist die weltweite Kriegspolitik mit der Gefahr eines atomaren 3.Weltkriegs, da ist aber auch die begonnene Umweltkatastrophe, die das Potential hat die menschliche Zivilisation zu vernichten. Beides wird befeuert von einer weltweiten Rechtsentwicklung und faschistischen Parteien und Regierungen. Dies alles fordert aber auch heraus sich dem entgegenzustellen, nicht nur heute auf der Demo!

Krieg, insbesondere ein Weltkrieg ist die größte Umweltzerstörung. Bombardierungen zerstören ganze Städte, Wälder werden niedergebrannt, Böden verseucht, Wasserquellen vergiftet. Krieg hinterlässt nicht nur verbrannte Erde, sondern vernichtet auch das fragile Gleichgewicht unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Die Klimakatastrophe, die Zerstörung von Regenwäldern und die Ausbeutung von Böden sind nur einige der unzähligen Symptome einer kapitalistischen Gesellschaft, die v.a. an kurzfristigen Gewinnen statt am langfristigen Überleben der Menschheit orientiert ist.

Ganz in diesem Sinn streicht die Wirtschaftsministerin Klimaschutzmaßnahmen und nennt das Ganze einen „Realitätscheck“. Da fragt man sich in welcher Realität lebt die eigentlich? Die gleiche Regierung setzt sich zum Ziel über 40% des Bundeshaushalts für die Kriegstüchtigkeit auszugeben. Das bedeutet als Konsequenz massiver Abbau sozialer Leistungen, Umverteilung der Steuergelder für Hochrüstung und Roll Back im Umweltschutz. Realität ist die soziale und ökologische Katastrophe.

Unsere ganz besondere Solidarität und Mitgefühl gilt den Menschen in Gaza. Inzwischen wurde die internationale Friedensflotte von israelischen Schiffen gestoppt und geentert, die Kommunikation unterbrochen. An Bord sind Hilfsgüter, die dringend benötigt werden. Mit dabei sind auch Umweltschützer, wie Greta Thunberg. Das Stoppen dieser Flotte geschieht in internationalen Gewässern und ist nach geltenden Gesetzen illegal. Wir fordern sofortigen Waffenstillstand, Freigabe der Schiffe! Von der Bundesregierung fordern wir dass sie endlich, wie schon über 150 andere Länder, Palästina als Staat anerkennt!

Umweltkampf und Friedenskampf sind heute wie 2 Seiten einer Medaille für das Überleben der Menschheit. Als Umweltgewerkschaft arbeiten wir daran, dass in 2026 ein internationaler Umweltratschlag stattfindet. Wir führen eine gesellschaftliche Strategiediskussion, fördern Bewusstseinsbildung und verbinden das mit internationaler Kooperation und Unterstützung. Wir lernen uns kennen, beraten uns gegenseitig und lernen voneinander. Wir fördern es, dass alle demokratischen Bewegungen den Umweltkampf zu ihrer Sache machen. Besonders wichtig ist unserer Meinung nach die Einheit von Umwelt-, Friedens- und Arbeiterbewegung. Mittlerweile sind Aktivisten aus ca. 20 Ländern am Vorbereitungsprozess beteiligt.

Macht mit und engagiert euch, denn gemeinsam können wir die Welt verändern!

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