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Am 12.09.2026 traf sich der Ortsvorstand der OG Göttingen bei Sarah in Eschwege, um von dort gemeinsam zur "Demo gegen die Rechtsentwicklung und die hohen Wahlzahlen der AfD in Sachsen-Anhalt" zu gehen und dort mit Material und Fahne "Flagge zu zeigen".

Organisiert wurde sie von der Eschweger Gruppe "Antifaschistischer CSD". Diese ging vom Stadtbahnhof zum Stadtpark „An den Anlagen“, wo dort am Wochenende ein Protestcamp stattfand. Dort fand auch die Abschlusskundgebung statt. Sarah hielt dort auch eine Rede zum Thema "Auswirkungen der Rechtsentwicklung auf Umwelt und Gesellschaft." Als Sarah mit ihrer Rede fertig war, hatte es die nachfolgende Rednerin von den Linken nicht leicht, weil die Menge ihre Rede so gut fand, dass sie Sarah dafür feierten. Hier merkt man ihre Demo-Rede-/Moderationserfahrungen. Neben Gesprächsrunden gab es Linsensuppe, Getränke, Aktionsrunden und die Möglichkeit über verschiedene Projekte der anwesenden Gruppen zu sprechen.

Wir vernetzten uns mit der Partei „Die Linken“, die starkes Interesse an unserer Arbeit als Umweltgewerkschaft hatten. Jemand erzählte, dass der Konzern „K+S“ auch bekannt als „Kali + Salz“ ihre Reste in die Werra, die durch den Landkreis fließt und den Namen gibt, ableiten.

So wurden 2 "Perspektiven" verkauft, unser Forderungskatalog, Broschüre zur Holzverbrennung und Wahlprüfsteine wechselten die Besitzer.

Am nächsten Abend ging Sarah ebenfalls hin, um gemeinsam mit den noch Anwesenden weiter auszutauschen. Es gab Pizza und Gespräche. Gemeinsam kam der Entschluss, dass der Camp weiterentwickelt und wiederholt wird. Dazu gehören Arbeitsgruppen „AK Asyl“ und „Kultur und Leerstand“. Des Weiteren soll es Konzerte, Buchvorstellungen usw. beim nächsten Camp geben.

 

Wir möchten an dieser Stelle ihre Rede veröffentlichen:

Hallo liebe Mitdemonstrantinnen und Mitdemonstranten, hallo liebe Eschwegerinnen und Eschweger!

Ich bin Sarah, aus der Umweltgewerkschaft.

Wir sind erschrocken über die hohen Zahlen der AfD in Sachsen-Anhalt. Und wir sehen: Das betrifft auch uns hier.

Zur Kommunalwahl in Niedersachsen hat meine Ortsgruppe Göttingen Wahlprüfsteine an alle Parteien geschickt. Thema: Umwelt und Naturschutz. Wisst ihr, wer geantwortet hat? Nur die Grünen. Von den anderen kam nichts.

Und jetzt fragt ihr euch vielleicht: Warum steht eine Umweltaktivistin hier auf einer Demo gegen den Rechtsruck? Weil das zusammengehört.

Erstens: Wer die Umweltkrise leugnet, wird sie nicht bekämpfen. In der AfD und in ihrer nahestehenden Gewerkschaft "Zentrum" sitzen Klimaleugner. Dabei spüren wir die Folgen der globalen Umweltkatastrophe längst. Hitzewellen, Sturzfluten, Überschwemmungen - weltweit und auch hier bei uns.

Wir von der Umweltgewerkschaft helfen praktisch. Wir waren im Ahrtal und haben mit angepackt - Wohnungen aufgeräumt, Häuser wieder bewohnbar gemacht. Solche Einsätze werden wir in Zukunft noch öfter brauchen, wenn rechte Parteien mehr Macht bekommen und beim Klimaschutz blockieren.

Und zweitens: Ich stehe hier auch als Mensch mit Behinderung. Und ich stehe auf der Liste derer, die die AfD nicht haben will. Was hat ihr Abgeordneter Sigmund zur Inklusion gesagt? Das Experiment Inklusion an Schulen ist gescheitert. Damit meint er nicht nur Schule. Damit meint er uns alle. Damit meint er alle Lebensbereiche. Damit bin ich nicht einverstanden. Überhaupt nicht.

Inklusion ist kein Experiment. Inklusion ist ein Menschenrecht. Deshalb bin ich heute hier. Für den Schutz der Umwelt und für eine Gesellschaft, in der alle dazugehören.

Danke!

 

Text by Sarah

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