RG MV Hiroshima/ Nagasaki-Gedenk- und Mahntag 06.08.2026 in Stralsund
Dankend nahm die RG MV die Einladung des Stralsunder Friedensbündnis an, sich an dem Gedenktag der Atombombenabwürfe über Hiroshima (06.08.1945) und Nagasaki (09.08.2026) zu beteiligen.
Ca. 15 Mitglieder des Friedensbündnisses und wir gestalteten die nachmittäglichen zwei Stunden in der Stralsunder Altstadt zum Thema Gedenken und Mahnung.
Geschildert wurden die Momente vor und nach dem Abwurf der Atombombe über Hiroshima.
Die aktuelle politische Situation wurde angesprochen, die Gefahr eines Weltkrieges direkt zwar nicht, aber sehr wohl die wirtschaftlichen und militärischen Auseinandersetzungen innerhalb der kapitalistischen Verbünde im Kampf um die Neuaufteilung der Welt unter ihnen.
Das Grußwort des amtierenden Bürgermeisters Hiroshimas an alle deutschen Städte, die sich an dem Gedenken beteiligen, wurde verlesen. In diesem Zusammenhang die Vereinigung „Majors for peace“, deren Mitglied auch Stralsund ist, vorgestellt und, leider aus meiner Sicht zu leise, kritisiert, dass diese Veranstaltung diesmal erneut ohne Beteiligung der Stadtvertretung erfolgt, ohne das Hissen der „Majors for peace“-Flagge am Rathaus, was zu mindestens in den Jahren davor, seit dem Eintritt in die Vereinigung, immer Teil der Veranstaltung war.
Die Forderungen des Friedensbündnis Stralsund an die Politiker, wurden abwechselnd von den Teilnehmern vorgetragen, u.a.:
- Verringerung der Militärausgabe
- Aktivierung der Mitarbeit in der Vereinigung „Majors for peace“
- Dialog statt Auseinandersetzung mit Waffen
- Beitritt der BRD in den Atomwaffenverbotsvertrag
- keine Kriegswaffenproduktion in Stralsund! (geplant ist das Einbeziehen der Volkswerft Stralsund in die Kriegswirtschaft)
Es wurde ebenfalls auch die Bestrebungen der heutigen Bundesregierung angesprochen, die Kriegsgefahr zu beschleunigen und wie wir manipulierend auf den Krieg „vorbereitet“ werden. Beispielhaft wurden benannt: Wiedereinführung der Wehrpflicht, Ausbau der Infrastruktur für Kriegstransporte, Anleitungen zum Ausbau von hauseigenen Kellern zu „Bunker“, Ausbau der Zivilgesellschaft, wie Krankenhäuser, zu kriegstauglichen Einrichtungen usw.
Die RG MV konnte sich einbringen, in dem sie den Zusammenhang von der Planung des Baus neuer Atomkraftwerke in der BRD und dem Anstreben des Eigenbesitzes von Atomwaffen erklärte. Dabei wurde auch die Lüge von billigem und sauberen Atomstrom, durch zunehmend mehr bürgerliche Parteien, aufgedeckt.
Auch zu diesem Thema kam es im Anschluss zu mehrere Gesprächen. Es wurde eingestanden, dass man von diesen Fakten nichts gewusst hätte (wir nutzten ausschließlich öffentliche Beiträge der bürgerlichen Wissenschaften!). Eine ehemalige Verfechterin des sauberen Atomstroms gestand mir, dass sie ihre Ansicht überdenke werde.
Die Glockenschläge von Hiroshima und vielfältige Musik zum Thementag, umrahmten die Kundgebung. Zeitweise hatten wir bis zu 50 zuhörende Besucher der Stadt Stralsund.
Wir danken dem Stralsunder Friedensbündnis für die Einladung und Teilnahmemöglichkeit an dieser Veranstaltung. Andere eingeladenen Parteien und Vereinigungen aus Stralsund und Umgebung, haben diese Chance leider nicht genutzt.
Der Meinungsaustausch von Angesicht zu Angesicht, ist effizienter, als sich beständig nur per E-Mail oder anderen Sozialmedien „anzuschreien“.
Bewusstsein ist ein wandelbares Gut. Es tut sich was in der BRD, weltweit. Endlich. Bleiben wir dran am Menschen, bleiben wir optimistisch, doch mit klarem Ziel.
In kämpferischer Nachdenklichkeit
Suse/ Stralsund
(Fotos werden nachgereicht)






