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Umweltaktionstag 2025 DSC03472 Tanz

Umweltaktionstag 2025 Gruppenfoto zugeschnitten

Die Zahl der rund 40 teilnehmenden Unterstützer unserer Kundgebung waren viel mehr als die letzten Jahre und viele waren das erste Mal dabei. Viele Passanten hörten aufmerksam zu und manche spendeten auch.
Die Umweltgewerkschaft hatte zusammen mit Mera25 und der MLPD schon im Oktober begonnen, ein Bündnis aufzubauen. Weitere Organisationen schlossen sich an wie der Frauenverband Courage, der Jugendverband Rebell und eine Vertreterin von Guerilla Fashion.
Sie setzte sich für die Teilnahme von Joseph Masembe aus Uganda ein, Gründer und Teamleader der Umweltorganisation LittleHandsGoGreen. Er berichtete, dass im Frühjahr 2025 bei ihrem 4. March for Climate Change in Kampala 6000 Kinder teilnahmen.
Wie haben sie das geschafft?

 

Sie besuchen in Kampala und Umgebung die Grundschulen, unterrichten die Kinder im Umweltschutz und gewinnen die Schulen dafür, das zu ihrem besonderen Profil zu machen. Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach sauberem Wasser, Sanitäranlagen, Hygienestandards und der Artenschutz, wie den Schutz der Wälder, die die Luft filtern, sauberes Wasser speichern und die Hitze abmildern. Die Kinder lernen Bäume zu pflanzen und zu pflegen. Joseph erzählte: „Knock, knock, knock on every door! Wir klopfen an jede Tür. Und wenn niemand aufmacht, kommen wir wieder und klopfen nochmal.“ Seine Botschaft an die Kinder ist: „Ihr seid die Generation, die die Folgen der Umweltzerstörung am härtesten zu spüren bekommen wird. Ihr müsst selbst aktiv werden und euch mit euren Forderungen Gehör verschaffen.“ Seine Botschaft an die Erwachsenen: „Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen.“

Die Redner forderten, dass viel mehr getan werden muss gegen die fortschreitende Umweltzerstörung, sie verurteilten das Greenwashing der Weltklimakonferenzen und forderten die deutsche Regierung auf, Umweltauflagen gegen die immer zerstörerische Profitwirtschaft nicht zu streichen sondern zu erweitern.
Um Erfolg zu haben, müssen wir uns lokal, national und international zusammenschließen, deshalb stellte eine Rednerin den geplanten Internationalen Umweltratschlag 2026 vor. Stefan vom Vorstand der UG München betonte, dass der Ausbau eines attraktiven und umweltgerechten Verkehrssystem zum Null-Tarif und ein sicheres und durchgängiges Radwegenetz nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Werktätigen einen großen Fortschritt bringt.
Dass sich die Umweltbewegung mit der Friedensbewegung zusammenschließen muss, machten die Rebellen deutlich. Sie riefen zur Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf auf gegen den Völkermord und den Ökozid im Gaza, d.h. den Versuch, sämtliche natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören. Sie riefen dazu auf, einen echten Sozialismus zu erkämpfen, um imperialistischen Kriegen für immer ein Ende zu machen.
Es kam auch zur Sprache, dass wir Umweltkämpfer uns mit der antifaschistischen Bewegung verbünden müssen gegen die faschistischen Klimaleugner der AFD, die nach dem Vorbild von Trump alle Umweltschutzmaßnahmen und -auflagen streichen wollen im Interesse einer sogenannten „freien Wirtschaft“. Das heißt, den Kapitalisten wird freie Hand gelassen, die Ausbeutung von Mensch und Natur grenzenlos zu steigern.
Viel Beifall bekamen zwei Lieder und ein Umweltrap. Ein Mitglied der Münchner Montagsdemo unterstrich die Höhepunkte der Reden mit seiner Trommel.
Joseph schlug uns vor, dass wir Kinder in Deutschland dafür gewinnen, zum 5. Klima-Marsch in Kampala im März 2026 Solidaritätserklärungen, als Video-Botschaft zusammengefasst, an LittleHands­GoGreen zu senden. Dort wird sie zu Beginn der Kundgebung und Demonstration auf einer großen Leinwand gezeigt. Und er versprach, dass LittleHandsGoGreen mit einer Videobotschaft antworten wird. Joseph ist interessiert, am Internationalen Umweltratschlag 2026 teilzunehmen.
Wir Münchner bleiben dran und möchten bundesweit anregen, Videobotschaften mit Kindern zu produzieren, die dann zu einem Video zusammengefasst werden.

Herzliche Grüße und viel Erfolg wünschen wir dem Bundesvorstand und allen Mitgliedern der UG für Eure weitere Arbeit 2026, Eure Umweltgewerkschaft München.

 

Bilder Ortsgruppe München

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