Das war ein gut gelungener Protest gegen die Regierung und den Generalangriff auf
unsere sozialen Rechte, den sie im Auftrag der großen Konzerne führt. Der DGB
vermeldet zu Recht: „Rund 175.000 Menschen haben am 26. September 2026 bei
Demonstrationen und Kundgebungen in 15 Großstädten ein starkes Zeichen gesetzt.“
In Stuttgart nahmen nach DGB-Angaben 16.500 Menschen aus vielen Städten Baden-
Württembergs teil. Offensichtlich wirkte der Kampf- und Streiktag der Autoarbeiter vom 21.
September nach. „Merz muss weg“ und die Parole „Ohne Streik wird sich nichts ändern“
war fast Konsens unter den vielen Tausenden.
Wir Umweltgewerkschafter warben für den „Internationalen Umweltratschlag (IEC)“ im
Oktober und fanden Zustimmung. Eine Frau fragte uns: „Wenn ich dort was zu unserem
Stadtteil was vortragen will, kann ich dann dort auch reden?“ Klar, kann sie das. Jeder Gast
und jeder Besucher wird seine Erfahrungen einbringen, die es dann gilt zu bündeln. Am
Stand der Eisenbahner-Gewerkschaft war der IEC nicht bekannt. „Wir Eisenbahner sind
schon immer Umweltschützer, weil wir die beste und umweltschonende Mobilität vertreten. Der Kapitalismus ist das Hindernis, mit dem kannst du nicht grundsätzliches ändern“. Er
will dann seinen Chefs den Umweltratschlag empfehlen. Die junge Frau am Stand der
Kriegsdienstverweigerer fand so was total interessant. „Dass ihr so was macht, ist genau
richtig. Auch ich will es an den Vorstand weiter geben.“ Am Stand des Magazins Kontext
war die Redakteurin erstaunt, dass sie vom IEC „und dann noch in Stuttgart“ nichts
wusste. Wir sagten, dass sie über die Presseerklärung doch eine Einladung bekommen
hätten. „Das ist interessant, schick sie uns doch noch mal zu“.
Unser Fazit: Wir müssen den IEC bei noch viel mehr Menschen in Stuttgart bekannt machen.
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