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RG MV beim Subbotnik-Einsatz im Ferienpark Plauer See
Die Landesleitung Nord der Marxistischen Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) hatte zum ersten Subbotnik 2026 in den Ferienpark eingeladen. Trotz krankheitsbedingter Absagen, trafen sich ca. 20 Menschen. Aus MV, Hamburg, SH, Berlin und anderen Orten, Parteimitglieder, Umweltgewerkschafter, Rebellen und unorganisierte Freunde des Ferienparks.
Vor Beginn der neuen Saison standen die Grundreinigungen in den Hotelzimmern, der Sanitär- und Saunaanlage, Malerarbeiten, Elektro- und Sanitärreparaturen und mehr an. Die Außenarbeiten entfielen auf Grund des Frosts, doch im Haus war genug zu tun für alle. Selbst die Gastkinder erfüllten freudig ihre Aufgabe. Sie sortierten u.a. das vor Ort verfügbare Spielzeug.
Gut 180 Stunden wurden so für das Hotel geleistet.
Die Arbeitsatmosphäre war klasse. Schnell fand man auch zu „fremden“ Helfern einen guten Draht und gemeinsam wurde hart gearbeitet und alle lauschten interessiert am Samstagabend dem Bericht einer Indien-Reise von und im Rahmen der 3. Automobilarbeiter-Konferenz.
Die Hotelleitung und ihre Mitarbeiter hatten den Subbotnik gut vorbereitet. Materialien und Arbeitsabläufe waren klar vorgegeben. Die Verpflegung war wieder super und auch für notwendige gesundheitliche Abweichungen der Nahrungsmittel von der Norm, war gesorgt.
Der nächste Subbotniktermin ist das Wochenende 21./22.03.2026. Eine rechtzeitige Anmeldung im Ferienpark ermöglicht eine gute Vorbereitung durch das Hausteam.
Als nach dem ersten Weltkrieg die junge Sowjetunion im strengen Winter und von vielen Feinden umzingelt, bedroht und bekämpft wurde, beschlossen Arbeiter der Sowjetunion, unentgeltlich am Samstag (Subbota) zu arbeiten, Bahnstrecken in die Städte zu bauen, Holz und Kohle für die Bevölkerung der Städte zu transportieren. Diese Arbeitsleistung wurde im gesamten Land übernommen. W.I. Lenin sprach da von der Subbotnik-Bewegung.
In diesem Sinne sehen wir auch unsere Arbeitsleistung für den Ferienpark Plauer See. Damit ermöglichen wir den weitere ökologischen Umbau des Hauses und preiswerten Urlaub für die Gäste.
i.A. Suse/ Stralsund
Grundreinigung der Hotelzimmer
Sanitärreparaturen
Malerarbeiten und Sortierung des Spielzeuges
Grundreinigung der Sauna
(alle Fotos mit Genehmigung/ privat)

RG MV/ Stralsund
Das Stralsunder Friedensbündnis rief zum heutigen Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz am 27.01.1944 auf.
Ca. 20 Menschen erschienen an der Gedenkstehle im St. Johannis Kloster in Stralsund. Erfreulich das Erscheinen von drei Vertretern des Jugendparlaments Stralsunds.
Die kurze Gedenkrede verwies auf die vielen Schriftstücke, die man über das Geschehen in Auschwitz lesen kann. Verwies auf das Versagen des "Völkerbundes" in jener Zeit und lobte das Festlegen des Begriffes: Kriegsverbrechen und erklärte sie kurz. U.a. den Völkermord durch massive Tötung von Menschen einer Gruppe und Vernichtung von deren Lebensgrundlagen. Der Redner mahnte: Wehret den Anfängen!, ohne jedoch irgendwelchen Bezug auf das aktuelle Geschehen in der Welt zu nehmen. Ohne darauf zu verweisen, dass es nicht nur die jüdische Bevölkerung war, die der systematischen Vernichtung im Konzentrationslager ausgesetzt war.
Die zweite Rede zitierte aus dem Tagebuch des Vaters Fritz Lettow: "Arzt in den Höllen", einem Tagebuchbericht u.a. aus Auschwitz. Der Autor war 10 Jahre in den verschiedensten Konzentrationslagern inhaftiert. Sie beschrieb die Hilfe der Häftlinge im Lager gegenüber den Tausenden russischen Kriegsgefangenen, vor allem durch die politischen Häftlinge.
Nele schaffte zwischen den Reden eine tragende Atmosphäre mit ihren Posaunenstücken.
Ich legte am Ende mit den anderen im Namen der Umweltgewerkschaft ein paar Blumen ab mit der Bindenaufschrift:
Imperialistische Kriege - Verbrechen an Mensch und Natur - Ihr mahnt uns!
Heute Abend fand in der Stadtbibliothek Stralsund noch eine Lesung des Theaters Stralsund aus dem Tagebuch von Anne Frank statt. Eine sehr gelungene Veranstaltung. Danke!
Suse/ Stralsund
Meine Gedanken verweilen nicht nur in der Vergangenheit. Völkermord geschieht bereits wieder, weltweit! (Fotos privat)

Ferienpark Plauer See, Alt Schwerin am Morgen
UG Nord, Wintersubbotnik Ende November 2025
Das Subbotnik-Jahr ´25 geht zu Ende mit einem sehr gut organisierten Subbotnik im Ferienpark Plauer See, Alt Schwerin.
25 Menschen, nicht nur aus dem Norden, leisteten rund 200 Arbeitsstunden. Bei frostig klarem Spätherbst-Wetter harkten sie das letzte gefallene Laub zusammen und gruben den Hausgarten um, zwei Sporträume wurden malerisch wieder in einem einladenden Zustand versetzt. Andere Subbotniker halfen in der Verwaltung, ein Team bewarb im Umfeld von Malchow das Brunch-Event und die Weihnachtsstraße am 6.12.25 im Haus. Im Jugendgästehaus wurden tiefenrein geputzt, im Hotel Zimmer für die nächsten Gäste vorbereitet und der Eingangsbereich gereinigt. Zwei Teilnehmer nahmen den anderen die Arbeit in der Spülküche ab. Im Eingangsbereich wurde der Bücherturm neu bestückt und eine längerfristige Hilfe in der Küche organisiert.
Der Samstagabend gehörte wieder der Kultur und wir lernten durch einen lektoraten und musikalischen Vortrag den Sänger, Antifaschisten und Spanienkämpfer ERNST BUSCH kennen. So manch ein Lied wurde von Ost und West gemeinsam mitgesungen.
Zudem konnten mehr als 100 Euro Spenden für die GAZA-Solidarität gesammelt werden.
Es war ein gelungenes Wochenende mit Freunden und Weggefährten. In einer harmonischen Stimmung und einem Enthusiasmus der spüren lies, dass die auf uns einwirkenden politischen Beschlüsse, die gestiegene Weltkriegsgefahr und die zunehmende Umweltzerstörung nicht nur spalten, sondern auch uns zusammenbringen, uns verbinden und wir darin unsere Stärken finden, eine Gesellschaft aufzubauen in Einheit von Mensch und Natur, in Einheit der Völker ohne Kriege und Ausbeutung.
Die Subbotniktermine 2026 stehen fest.
Wir empfehlen die Teilnahme in diesem schon fast familiär geführten und auf hohem ökologisch Niveau betriebenen Ferienpark.
Suse/ RG MV/ Bilder i.A.
Das Streich-Team im Hobby-Raum

Spüldienst tut man nicht nur einfach so.

Super Wetter für die Gartenarbeiten

Tiefenreinigung im Jugendhaus

notwendige Verwaltungsarbeiten im Zusammenwirken mit dem Hauspersonal

ERNST-BUSCH-Abend auch von Gästen des Hauses besucht
Kämpferischer Klima-Aktionstag in Lübeck
15.11.25
Samstagmittag war die zweistündige Kundgebung unserer Umweltgewerkschaftsgruppe in der belebten Lübecker Innenstadt unüberhörbar. Wir nahmen die Weltklimakonferenz in Brasilien auf’s Korn, die zum 30. Mal erklären wird, den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen verringern zu wollen. Es passiert das Gegenteil.

Inzwischen ist u.a. durch Verbrennung fossiler Energieträger die CO-2-Konzentration in der Atmosphäre auf den Rekordwert von 422 ppm gestiegen. Die Erde hat sich schon um mehr als 1,5° erwärmt. Aktuell griffen wir auch die Bundesregierung an, die neue Gaskraftwerke für 10 GigaWatt Leistung errichten lassen will, statt Geld in den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und großer Stromspeicher zu investieren.
Ein Mitglied von uns machte deutlich, dass der Krieg Israels in Gaza nicht nur Völkermord bedeutet, sondern auch einen Ökozid, wo durch Einsatz extrem giftiger Bomben kein Ackerbau mehr möglich ist. Ein Vertreter der MLPD erklärte, dass an diesem barbarischen Krieg die Verachtung der Imperialisten am Erhalt unserer Umwelt und der menschlichen Existenz deutlich wird und dass sie durch den echten Sozialismus abgelöst werden müssen. Ein neuer Mitstreiter wies darauf hin, dass die geplante Rodung von 10 Hektar Wald in Lübeck-Moorgarten durch den Netzbetreiber TenneT auch den Artenschutz und das Grundwasser gefährdet.
Aufsehen erregte unser zwei Mal aufgeführter Straßentheater-Sketch , in dem wir die mutwillige Zerstörung unserer Umwelt durch den Exxon/Mobil-Konzern angriffen. Er hatte 2023 den Konzern Pioneer Natural Ressources gekauft, der es bei den „natürlichen Ressourcen“ besonders auf das extrem umweltschädliche Fracking-Gas abgesehen hat. Robert Habeck hat in seiner Zeit als Wirtschaftsminister 4 Terminals für den Import dieses Frackinggases bauen lassen und dafür die Umweltverträglichkeitsprüfung auf Rügen außer Kraft gesetzt. Es trat auch ein widerwärtiger faschistischer AfD-Vertreter auf, der die von Menschen gemachte Klimaerwärmung abstritt und sich für weitere Verbrennermotoren, für Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke einsetzte. Das AfD-Schild an unserem Darsteller entsetzte zwei vorüber gehende Männer, die sich empört abwandten.
Zum Schluss skandierten wir gemeinsam „Stoppt Fracking“ „Wir wollen 100 Prozent erneuerbare Energien“ und „Rettet den Lübecker Stadtwald“ Für die Petition unseres Waldbündnisses sammelten wir 12 Unterschriften. Besonders lebhaften Anteil nahmen drei junge Frauen aus Hamburg, die das Magazin Perspektive mit unserem Artikel zur geplanten Abholzung kauften und sich an die Hamburger Gruppe wenden wollen.
Es war kalt an diesem Tag, das tat unserer guten Stimmung aber keinen Abbruch. „Wir haben deutlich Flagge gegen die Umweltverbrecher gezeigt“, meinte einer von uns beim anschließenden Mittagessen.
Wir brauchen unbedingt neue Mitstreiter. An jedem ersten Mittwoch im Monat treffen wir uns um 18 Uhr im AKZENT in der Hüxstraße 79.

RG MV/ Rostock
Gemeinsam mit dem Jugendverband REBELL und der MLPD veranstalteten wir einen Informationsstand am Gertrudenplatz in Rostock.
Themen wie: Aktiver Widerstand gegen die Verschärfung der begonnenen globalen Umweltkatastrophe, Ökozid durch den Krieg im Gaza und ähnliche Umweltzerstörungen in der Ukraine und im Jemen, Krisenlastabwälzung auf die Bevölkerung und Kriegsfinanzierungen durch Sozialabbau, das neue Energiegesetz, die Berichterstattung aus Brasilien vom COP 30 im Sinne der Monopolverbände...und vieles mehr, kam in kurzen Redebeiträgen zur Sprache und bildeten die Grundlage für unsere Straßengespräche.
Ca. 40 Menschen nahmen den Aufruf für den heutigen Umweltkampftag entgegen. Intensive Unterhaltungen entspannen sich mit ca. fünf Menschen. Dort wurde auch explizit nachgefragt, was man denn jetzt tun könne. Man sehe eher eine Allmacht der Regierungen und Monopole und bleibe liebe im Kleinen. Wir machten Mut, auch für diese KLEINEN Bemühungen.
So konnten wir Interesse an dem Moorbündnis Rostock wecken, dem LNG-Protest auf Rügen und der Arbeit der ICOR, hinsichtlich der Internationalen Brigaden zum Wiederaufbau im Gaza.
Mit REBEL und MLPD waren wir 12 Teilnehmer vor Ort. Offenes Mikrofon wurde angeboten, doch nicht genutzt. Umweltkampf-Musik lockte viele Blicke zu unserem Stand und manch einer blieb dann doch stehen, um sich Plakate und ausgelegte Literatur zu betrachten.
Wie erwartet wieder ein zähes Ringen um jedes Gespräch. Dennoch konnten 8 Euro an Spenden für die Gaza-Hilfe gewonnen und 1 neues Perspektive-Heft verkauft werden.
Ein von uns bejubelter Beitrag war der überraschende Kurzbericht aus Brasilien von unserer Mitstreiterin vor Ort.
Suse/ Stralsund-Rostock
Gastbeitrag als Diskussionsgrundlage einer anderen Umweltbewegung/ RG MV
"Zwischen Resignation und Selbstermächtigung: Solidarisches Kollapscamp
Versteckt zwischen Wäldern und Seen liegt der kleine Ort Kuhlmühle, ungefähr eine Fahrradstunde von Wittstock entfernt. Zu DDR-Zeiten war dort ein Pionierlager, heute wird die Anlage von linken und ökologischen Gruppen wieder aufgebaut und weiterentwickelt. Auf diesem idyllischen Areal, scheinbar weit entfernt von der Klimakrise, traf sich im August eine recht neue links-ökologische Community zu einem großen Camp: die solidarische Kollapsbewegung. Die zentrale und bittere Erkenntnis, die sie antreibt: Unser derzeitiges kapitalistisch-fossiles Wirtschaftssystem ist leider resilienter als das Klima des Planeten. Auch angesichts der heraufziehenden Umweltkatastrophe gibt es kein breites Umdenken für ein nachhaltigeres Wirtschaften. Ganz im Gegenteil: Die wenigen errungenen Kompromisse (Pariser Abkommen, Verbrenner-Aus) stehen vor dem Scheitern. Es droht eine voranschreitende Faschisierung der größten globalen staatlichen Akteure. Aktivismus für Klimaschutz wirkt, soweit er noch stattfindet, im Vergleich zu 2019 bedeutungslos und zieht keine Massen mehr auf die Straße. Gleichzeitig treffen die ersten Auswirkungen der Klimakrise die Menschen – oft jene am härtesten, die schon besonders vulnerabel sind und sich selbst nie am fossilen Kapitalismus bereichert haben.
In diesen Einsichten waren sich wohl alle der knapp tausend Menschen, die sich am letzten Augustwochenende in Kuhlmühle trafen, einig. Wesentlich beeinflusst in ihrem Denken ist die Bewegung von Tadzio Müller, dessen politische Analyse (niedergeschrieben in „Zwischen friedlicher Sabotage und Kollaps“, 2024) der Kollapsbewegung ihr ideelles Fundament gibt: Es soll Schluss sein mit weiteren Appellen an die Politik und damit, die eigene Energie und Gesundheit einem Aktivismus zu opfern, der bestenfalls ignoriert, schlimmstenfalls mit Gewalt und juristischen Repressionen abgestraft wird. Stattdessen sollten sich Menschen nun gemeinsam darauf vorbereiten, in den bevorstehenden Katastrophen solidarisch und handlungsfähig zu bleiben.
Das Credo der Handlungsfähigkeit im Kollaps bildete den Kern des recht diversen Programms mit Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden. Es gab einen kurzen Lehrgang zum Katastrophenschutz, angeboten von der Hilfsorganisation Cadus, zahlreiche Workshops zu medizinischen Themen (vom Stoppen von Blutungen bis hin zum Aufbau solidarischer Medikamentenherstellung), viele Kurse zur Selbstverteidigung, der eigenständigen Versorgung mit Strom – und natürlich Hinweise zum Sammeln und Anbau von Lebensmitteln. Entsprechend eines solidarischen Camps gab es auch einige internationale Stimmen aus dem globalen Süden, die auf dem Kollapscamp zu Wort kamen. Hier könnte es sicher in Zukunft auch noch mehr Schwerpunkte geben. Neben den praktischen Lehrgängen, die den Hauptteil des Programms ausmachten, bestand Gelegenheit zur emotionalen Arbeit: Wie gehen wir selbst mit Angst, Trauer, Wut, aber auch Scham im Angesicht der aktuellen politischen Entwicklungen um?
Ein großer Teil der Workshops konnte nur einen kurzen Einblick bieten. Kein Mensch lernt in zwei Stunden, das Anlegen und Pflegen eines Selbstversorgergartens. Das Camp bietet hier eher Impulse und die Möglichkeit, sich zu vernetzen und gemeinsam weiterzumachen, sich selbst vorzubereiten und sich die Kapazitäten zu erarbeiten, um im Fall der Katastrophe (Klimakrise, Faschismus, Krieg) für sich selbst zu sorgen und helfend für Andere tätig werden zu können. Die Krise soll einen neuen politischen Raum bieten, in welchem wir solidarisch sind.
Eine allgemeine Frage, die sich in Anbetracht eines solchen Camps stellt: Ist damit der Kampf um Klimaschutz vom Tisch? Ein großer Teil der Menschen, die nun solidarisches Prepping lernen wollen, rekrutiert sich aus der Klimabewegung. Viele haben der Forderung nach Klimaschutz einen wichtigen Teil ihres Lebens gewidmet. Wie viel Resignation steckt in der Klimabewegung, wenn sie sich nun auf die Katastrophen vorbereitet, statt für deren Abwendung zu kämpfen? Doch statt resigniert wirkten die meisten hier eher erleichtert – befreit vom Druck, gegen die kapitalistischen Mechanismen der Profitmaximierung eine Katastrophe aufhalten zu müssen, und hoffnungsvoll, im Kollaps solidarisch zu sein.
Dies soll nicht heißen, dass nichts mehr im Bereich des Klimaschutzes zu tun ist: Es ist sicher weiterhin ratsam, die vorhandenen Hebel für Klimaschutz zu nutzen – sei es, das lokale Moor wieder zu vernässen (auch eine gute Form der Anpassung), Tempolimits zu beantragen oder sich für einen besseren ÖPNV einzusetzen. Gleichzeitig ist es begrüßenswert, wenn die Menschen in der Klimabewegung mit ihren eigenen Ressourcen nachhaltig umgehen, sich vorbereiten auf die Zukunft, statt sich im Kampf gegen die Gesetze des kapitalistischen Marktes aufzureiben."
C./ HST
Dies ist ein Gastbeitrag einer umweltbewegten Bekannten und durchaus eine Streitschrift. So teilte ich ihr auch die Veröffentlichung auf unserer Homepage mit. Sie ist damit einverstanden.
S./HST
Leserbrief
Vielen Dank für den Gastbeitrag zum „Kollaps-Camp 2025“ auf der Homepage der Umweltgewerkschaft / Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern.
Es ist äußerst interessant zu erfahren, welche neuen Entwicklungen sich in der Umweltbewegung auftun: die solidarische Kollapsbewegung, die in der Nähe von Wittstock mit ca. 1000 Menschen ein Camp durchführte (siehe Gastbeitrag)
Ihr Ziel: im Kollaps handlungsfähig sein.
Von der Resignation all derer in der Umweltbewegung, die auf Appelle an die Regierung setzten, hatte man schon gehört. Auch die kapitalismus-kritischen Stimmen hatten letztendlich versucht, in ihm Alternativen zu suchen.
So halte ich es für einen Erkenntnisgewinn, sich daran nicht mehr aufreiben zu wollen und sich darauf zu besinnen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Der im Oktober veröffentlichte Bericht des Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung zum „Gesundheitszustand der Erde“ weist erneut aus, dass die Umweltkatastrophe bereits begonnen hat und mehrere sogenannte Kipppunkte überschritten sind.
Das kann man nicht ernst genug nehmen und sich auf die katastrophalen Auswirkungen vorzubereiten, zeigt ein Verständnis der aktuellen Entwicklung.
Das sind auch aktive Schritte, sich zu organisieren statt zu resignieren.
Allerdings ist eine genaue Analyse der Situation Grundlage dafür, nicht erneut in einen Aktivismus zu verfallen, der die engagierten Menschen an anderer Stelle aufreibt - allein der Begriff „im Kollaps“ führt zu dieser Gefahr.
Kollaps bedeutet Zusammenbruch – dann ist nicht mehr viel zu tun. Wir wollen die Erde immer noch vor dem Kollaps retten!!
Katastrophenschutz wird dabei eine wichtige Aufgabe sein.
Jedoch wäre es fatal, den Kapitalismus aus dem Visier zu nehmen und ihm seine Verbrechen weiter durchgehen zu lassen: er ist der Verursacher und steht an erster Stelle des Kampfs. Seine Pläne, die Wirtschaft auf Kriegsproduktion umzustellen, zeigt uns die Dringlichkeit, uns mit der Arbeiterbewegung zusammenzuschließen.
Gabi, Berlin
Auf geht`s auf die Warnow!
Moor – bleibt – nass! Vertreter der RG MV zusammen mit dem Moorbündnis Rostock und anderen Umweltbewegten.
Das Moorbündnis Rostock hatte für den 30.09.2025 zur Kundgebung mobilisiert. Anlass: Eine Fähre war für Wirtschaftsvertreter gescharter worden, um die Investitionsmöglichkeiten bei Hafenerweiterung vor Ort zu veranschaulichen. Die Zeit vor dem Ablegen des Bootes gehörte der Kundgebung am Liegeplatz auf der Pier und davor auf dem Wasser.
Von Roland, Stadtpaddeln Rostock, wurden die Kajaks gesponsert, mit denen sich Umweltbewegte aus Greifswald, Stralsund, Rostock und Umgebung von der Unterwarnow auf die Warnow im Stadthafen Rostock begaben. Transparente waren an Bord, Megafon und Musikbox.
Vor dem Fährliegeplatz erwartete uns das uns begleitende Segelboot mit musizierenden „Seeleuten“.
Interessiert blieben Fußgänger an der Pier stehen, hörten sich unsere Parolen und Lieder an, fotografierten und verblieben dann auch häufig bei der Kundgebung an Land.
Eindeutig wurde dort im Redebeitrag klargestellt, dass es vielen Bürgern noch nicht bewusst ist, was die begonnene klimatischen Veränderung für uns als Menschheit bedeutet, welche Funktion die Moore und ihre Artenvielfalt haben. Dass die Hafenerweiterung hinein in das Moorgebiet um den Peezer Bach und den Oldendorfer Tannen, eine nicht wieder renaturierbare Zerstörung bedeutet, etwas, was nicht notwendig ist, da es nachweisbare Alternativen gäbe. Port GmbH, die Organisatoren der Hafenrundfahrt, jedoch plädierten auf konstruktiven Dialog mit den Bürgern, mit Fairness, auf Augenhöhe. Etwas, woran die Organisatoren der Kundgebung jedoch nicht mehr glauben, sei das Ziel der 1,5 Grad-Maximal-Erderwärmung doch bereits Geschichte, so bestätigend auch ein „Moorprofessor“ aus Greifswald. Für die Hafenerweiterung werden auch Menschen umsiedeln müssen.
Es war eine kleine, aber feine Aktion. Danke an die Organisatoren und Teilnehmer. Den Redebeitrag der Vertreterin des Moorbündnisses wird zeitnah in deren Homepage eingestellt werden, ebenso die Bilder zu der Aktion.
Im persönlichen Gespräch stellte ich den IEC 2026 und unser Wirken dafür vor. Interesse war vorhanden, wovon die Nachfragen der jungen Leute zeugten. Sie wollen sich über unsere Homepage dazu mehr informieren und über ASTA, der Studentenplattform, unser Ansinnen bewerben, verbreiten. Ich hoffe darauf.
Bis zum 8. Dezember haben nun die Einwohner Rostocks Zeit, Einwände zu den bestehenden Plänen der Hafenerweiterung einzubringen. Dazu bedarf es aber ein MEHR an öffentlicher Information für die Bürger in Rostock.
Suse/ Stralsund/ RG MV

Die Kajaks tragen stolze Namen, meines Malala Y. (Malala Yousafzai, pakistanische Frauen- und Kinderrechtsaktivistin)

Moor bleibt! Moor über Profit! (kleiner Spickzettel)

musikalische Flotte.....(ich liebe zwei Dinge: Widerstand und Musik...)

Wir formieren uns zu einem "Floß"

Auf dem Heimweg. Die Warnow und seine Flusslandschaften, der Breitling, die Moore rundherum, sind ein Teil vom Schatz der Menschheit, den es zu bewahren gilt.






