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Ehrenmal am Neuen Markt/ Stralsund
RG MV, feierliche Veranstaltung zum "Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus" in Stralsund
Ca. 60 Menschen folgten dem Aufruf zur feierlichen Kundgebung. Zuvor hatten Mitglieder der Russischen Gemeinde und deren Freunde die Gedenktafeln der am Ehrenmal bestatteten gefallenen Sowjetsoldaten gereinigt, die Orthodoxe Kirche hatte einen Gedenkgottesdienst abgehalten.
Eine beeindruckende Rede von Bernd B. folgte der Tradition, von Zeitzeugen und -akteuren zu berichten, die durch ihr Handeln prägend auf die Menschen der Stadt Stralsund vor und nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus, einwirkten.
Auch wurden die Recherchen weitergeführt, um mehr von den auf dem Ehrenmalfriedhof bestatteten Sowjetsoldaten zu erfahren. So konnte einer Familie in Russland nun nach 80 Jahren Gewissheit gegeben werden, dass ihr Sohn hier in Stralsund seine Ruhestätte fand, nachdem er bis dahin als "Verschollen" in Brandenburg galt.
Stralsund Mai 1945
Die deutschen SS- und Wehrmachtsoffiziere verlangten u.a. von der Hitlerjugend (14-17 Jahre), als letztes Aufgebot, Stralsund bis zum letzten Mann zu verteidigen, während die Stadt Greifswald bereits kapituliert und kampflos die Stadt an die Rote Armee übergeben hatte. Selber setzten sich die Führungsoffiziere zumeist über Saßnitz, über die Ostsee, ab, marodierende SS- Banden in der Stubbenkammer zurücklassend. Noch an diesen letzten Kriegstagen starben 48 Jugendliche der Hitlerjugend in Devin, einem Stadtteil von Stralsund.... Die letzten Kriegstage Stralsunds wurden auf großen Plakaten mehrsprachig zum Nachlesen und Ansehen dokumentiert. Von ihnen stammen die oben gezeigten Fotos. Danke Olga F. für deine fleißige Arbeit!
Persönlich fand ich es etwas Schade, dass vorrangig bürgerliche Politiker zitiert und ihre "Freundschaft" zu Russland kundgetan wurde, nachdem ohne Russland eine stabile Politik, auf allen gesellschaftlichen Ebenen, nicht möglich sei. Noch immer tut sich die Stralsunder politische Mitte (ehemalige LINKE) schwer, eine Differenzierung zwischen dem russischen Volk und dem russischen Finanzkapital vorzunehmen.
Der Hauptredner ordnete auch das Massaker an den polnischen Offizieren in Katyn der Roten Armee zu und stellte es als ein unverzeihliches Kriegsverbrechen da, welches dennoch nicht die Leistung der Roten Armee an sich, die Befreiung vom Hitlerfaschismus, schmälert. Ich sprach ihn nach der Veranstaltung darauf hin an und empfahl ihm für eine erneute Recherche und eine mögliche Revidierung seiner Aussage, die Rechercheergebnisse der MLPD. Er hatte seine Aussage aus den Dokumenten nach der Archivöffnung unter M. Gorbatschow getroffen.
Einig waren sich alle Anwesenden: Kriege (aber auch hier keine Differenzierung) sind die schlimmsten Verbrechen an der Menschheit, leittragend überwiegend die Frauen und Kinder. Sie dürfen nicht wieder geschehen (hier waren heute keine politischen aktuellen Beziehungen erwünscht).
In der Gedenkminute, mittels Metronom, jede Sekunde verkündend, stellvertretend für 60 Millionen Menschen weltweit, die durch den Hitlerfaschismus ihr Leben verloren, senkte auch ich die Umweltgewerkschaftsfahne. Sie war, wie Parteifahnen, nicht auf der direkten Veranstaltungsfläche erwünscht.
So erfreulich die Teilnehmerzahl und die gute Zusammenarbeit mit den Stadtvertretern hinsichtlich der Sondernutzungsgenehmigungen ist, so ist es doch noch immer viel zu wenig Beteiligung und Interesse an solchen Erinnerungs- und MAHNUNGStagen. Der explizite Ausschluss von politisch- organisatorischer Stellungnahme in Rede, Fahne oder Plakaten etc. verfälscht die Ehrung der Leistung des antifaschistischen Widerstandes an allen Fronten.
Dennoch Danke den Veranstaltern!
Suse/ Stralsund
1. Mai 2025, Rostock
RG MV, Seite an Seite mit der Arbeiter-, Frauen- und Jugendbewegung am kämpferischen 1. Mai
Moin! Bei strahlendem Sonnenschein gestalteten wir unseren Umweltgewerkschaftstand zwischen Kinderspielplatz und Landfrauen-Bewegung. Zum ersten Mal seit Jahren, gab es hier in Rostock eine freie Standortwahl und keine Nachfrage, ob man überhaupt angemeldet sei.
Das Interesse war auf Grund der Plakate groß. Es kam viel Zustimmung zum Thema Weltkriegsgefahr, die Rolle der zukünftigen Bundesregierung dabei, ja, sogar die begonnene Umweltkatastrophe wurde bejaht. Der Kampf um Erneuerbarer Energien spielte, für die meisten Gäste am Stand, eine entscheidende Rolle. Das Für und Wider von Fracking und LNG wurden diskutiert, Erneuerbare Energien kontra fehlende Speichertechnologie, siehe Blackout in Spanien. Es waren inhaltsvolle, manchmal etwas hitzige Diskussionen, kontrovers, nicht immer einig werdend. Doch immer trennte man sich mit einem Dankeschön und Händedruck. Ein, sich selbst als AfD-Wähler outender Gast, bedankte sich herzlich dafür, dass ich ihn nicht gleich so abkanzelte, wie er es an anderen Ständen erlebte, sondern bis zum Schluss offen auf seine Ansichten eigegangen bin. Einige Argumente hätten ihn zum Nachdenken gebracht.
Die Wasserstoffbroschüre fand das lebhafteste Interesse, die Aufkleber mit dem Fossil-Dino und Gegen die Weltkriegsgefahr wurden gegen Spende gegeben. Da viele andere Stände massig unentgeltliches Werbematerial unter die Leute brachten, schreckten einige Menschen zurück, als ich um eine Spende für einige der Materialien bat, doch man verstand das Ansinnen und so gaben einige eine Spende, andere legten das Material halt zurück. Es kamen 24,40 Euro zusammen.
Ich konnte zwei ernsthafte Gespräche führen zum Thema IEC 2026 und seine Vorbereitung. Einmal mit einer älteren Dame, die eine sinnvolle Betätigung suchte und der das Thema Umweltschutz und Weltkriegsverhinderung sehr auf den Nägeln brannte, wie man sagt. Zum anderen ein junges Mädel aus dem Südosten der BRD, zu Besuch hier bei Verwandten. Sie ist noch nirgends organisiert, jedoch sehr interessiert an unseren Themen.
Viele gaben zu, die Umweltgewerkschaft nicht zu kennen. Am Gesprächsende wurden die Flyer des 1. Mai-Aufrufes gerne mitgenommen.
Die Gewerkschaftliche Rede von der Wiesentribüne war kapitalismuskritisch, für die Einbeziehung der Migranten in unsere Gesellschaft und nicht für die Spaltung, wie sie derzeit betrieben werde. Jedoch auch mit Befürwortung für die Bewilligung der Sonderschulden für die künftigen Investitionen in der Infrastruktur, Digitalisierung usw.
Zum Umweltschutz wurde sich dagegen nicht geäußert.
Die Gespräche taten gut, Umweltschutz ist NICHT in der Bevölkerung vergessen, so sehr sich die Regierung und ihre Medien sich auch darum bemühen. So bleibt die Hoffnung und die Gewissheit, es ist ein noch immer hartes Stück Ringen um jeden Menschen, um jede Einsicht und um jeden Willen, aktiv zu werden.
LG Suse/ Stralsund
RG MV beim Ostermarsch in Saßnitz, 21.04.2025
Sehr gute Beteiligung am diesjährigen Ostermarsch in Saßnitz. Ca. 100 Teilnehmer von der Links-Partei, über DKP, SPD, BSW, MLPD, Jungend von SOLID, Umweltgewerkschaft und viele Einzelpersonen aus Saßnitz und seine Gästen. Eine gute Mischung von Jung bis Alt.
Der ehemalige Bürgermeister Herr Holtz fungierte als Moderator und erinnerte selber an die Verluste im 2. WK innerhalb seiner Familie und nahm dann Bezug auf die heute stattfinden Gedanken zur Wehrpflicht, zur Kriegsvorbereitung.
Von der Betroffenheit der Frauen in Kriegen, über geschichtliche Erinnerungen an das Leid der Zivilbevölkerung im 2. Weltkrieg, Umweltpolitische Widerspruchsthemen aus beginnender Umweltkatastrophe und dem geschlossenen Koalitionsvertrag der baldigen Regierung der BRD, bis hin zu tagesaktueller Kritik an den Kriegsvorbereitungen und weltweiten Kriegs- und Krisenunterstützungen durch die Bundesregierung, sowie der persönliche Erfahrung mit dem Verlust durch den Tod von Familienangehörigen bei der Arbeit im Hospiz, beschäftigten sich die Redebeiträge.
Der Osterhase hatte ebenso ein kritisches Wort mitzureden, dass der politische Sprecher der SPD zwar erinnerte an das zivile Leid im 2. Weltkrieg, jedoch nicht auf die beschlossene Hochrüstung der Bundesregierung einging.
Die Transatlantische Sängergruppe gestaltete den Kulturellen Beitrag und regte zum Mitsingen an, dabei das Plakat zur Umweltzerstörung in Texas durch das dortige Fracking, welches als LNG hier in Mukran angelandet und verarbeitet wird. Umweltbewegung muss zusammenstehen und aktiv werden mit der Friedensbewegung, der Frauen- und Migrationsbewegung, mit der Jugend, in weltweiter Solidarität, so ihre Botschaft.
Am Ende animierte uns auch SOLID, dass wir lautstark mitsangen bei "Wehrt euch, leistet Widerstand, gegen den Faschismus hier im Land!"
Nach der Veranstaltung blieb dann Zeit für persönliche Gespräche und Kontaktvereinbarungen.
Suse/ Stralsund
Bild oben: Übersicht über die Ostermarschveranstaltung in Saßnitz
Bild unten: das Transatlantische Sängerbündnis mit dem Texas-Banner
Bild ganz unten: Die UG aktiv in der Friedensbewegung
RG MV, Stoppt LNG auf Rügen, Bürgerinitiative Lebenswertes Rügen, 19.04.25
Unter dem Motto: "Saubere Küste ohne LNG-Terminal", fand am 19.04.25 an der Seebrücke Binz eine erneute Oster- Protestkundgebung gegen das LNG-Terminal, jetzt in Mukran, statt. Aufgerufen hatte die BI Lebenswertes Rügen.
Die Redner begrüßten Teilnehmer und Gäste der Insel Rügen, die zahlreich am Strand und auf der Seebrücke zusahen.
Thema war u.a. die Notwendigkeit des weiteren Aufbegehrens gegen den Ausbau des einstigen Fährhafen Mukrans zum Industriehafen. Denn es ist vorgesehen, neben Weiterführung der LNG-Produktion, Wasserstoff mittels Ammoniak zu produzieren und eine finnische Firma will eine Bio-Kokerei auf dem Gelände betreiben.
Auf dem Prüfstand sind auch rechtliche Schritte gegen das LNG-Beschleunigungsgesetzes, welches nicht gehandhabt werden dürfte, da es seit dem Inkrafttreten zu keiner Zeit eine Gasmangellage in der BRD gegeben hat, wie Minister Habeck zugeben musste.
Die Insel Rügen hat mit ihren Naturerscheinungen, mit ihrer Kulturlandschaft genug zu bieten, ohne dass intensivierte Industrialisierung auf Rügen erfolgen sollte.
Die Bauarbeiten für das Terminal haben nachgewiesener Weise Teile der Ostsee nachhaltig geschädigt, u.a. wurden die mit EU-Geldern angelegten Seegraswiesen bei Mukran, die als Laichgebiet der Heringe notwendig sind, durch die Grabungssedimente zugeschüttet. Das zwar nur zu 8 % ausgelastete LNG-Terminal verursacht für die Anwohner Neu Mukrans zudem unerträglichen Lärm, der zwar unter den Grenzwerten liegt, aber durch seine tagumlaufende Beständigkeit belastend und gesundheitsschädigend ist.
Ein Gastredner aus Frankfurt/ Main erinnerte u.a. daran, dass mit der neuen Regierung auch das Fracking in der gesamten Bundesrepublik möglich werden soll. Der Vertreter der BI Lebenswertes Vorpommern wies in diesem Zusammenhang hin auf die erfolgten Bohrungen nach Gas vor Wollin/ Polen/ Oderhaff-Mündung, die, so sie positiv bewertet werden, die Gasförderung im Frackingverfahren zur Folge haben. Dort wird Sauergas gefördert, welches nicht rein ist und auch Ölgemische an die Oberfläche holen. Sollte es in diesen sensiblen Ökosystem zu Havarien kommen, wäre der Schaden immens. Die Gäste aus Texas hatten ja 2024 hier vor Ort berichtet, welche Umwelt- und damit Lebensraumzerstörung die Frackinggasförderung in ihrer Heimat verursacht.
Abschlussredner war der Bürgermeister von Binz, der u.a. den Unterstützern der Aktionen seit 2023, gegen LNG, dankte und auch seinen Mitarbeitern, die es ermöglichen Klagewege finanziell abzusichern. Er ist empört, dass Kommunen, die begründete Widersprüche gegen Regierungsbeschlüsse haben, es sich finanziell nicht leisten können, dagegen Rechtsbeistand und ein Klagerecht wahrzunehmen. Empört auch darüber ist, dass nach einer Umfrage in MV 70 % der Befragten gegen LNG sind, auf Rügen sogar 90 %. und die Bürger einfach nicht gehört werden, um ja weiter Profite aus der Verbrennung fossiler Energien zu gewinnen, welches ein irrsinnig ökologisch falsches Unterfangen ist. Was durch Fachleute aus dem Energiesektorbereich schon lange bestätigt wird.
Im Anschluss der Kundgebung kamen ca. 80 Menschen zu einer symbolischen Menschenkette am Strand zusammen, Hand in Hand für eine saubere Ostsee ohne LNG-Terminals.
In den Gesprächen am Rand der Veranstaltung bewarb ich den IEC 2026 und sein Vorbereitungstreffen nächstes WE (26.04.25) und verwies dazu auf unsere Homepage-Seite für nähere Auskünfte, welche mindestens drei Gesprächsteilnehmer sich ansehen wollen.
Suse/ Stralsund
Die Binzer-Seebrücke mit Bannern geschmückt, stellvertretend für alle Redner*innen hier Herr Wolfgang Kannegießer, BI Lebenswertes Rügen.
Rügen kreativ!
Rostock (ohne die ROTE JUGEND) 16.04.2025
RG MV, Thälmann-Gedenken in Rostock
Die ungerechten, die imperialistischen Kriege sind die größten Verbrechen an Mensch und Natur. So schlossen sich Mitglieder der UG RG MV dem feierlichen Gedenken des Arbeiterführers Ernst Thälmann, an seinem Geburtstag, 16.04. (1886), an. In Rostock Reutershagen gibt es noch eine Gedenktafel in der Ernst-Thälmann-Straße.
Gekommen waren ca. 60 Menschen. Von der Roten Jugend, über den Jugendverband Rebell, ehemaligen DKP-Mitglied, Linkspartei, MLPD bis hin zum Friedensbündnis Rostock und anderen, mir nicht bekannten Organisationen.
Die Rote Jugend erinnerte an das Leben und Wirken Thälmanns, der Jugendverband Rebell beurteilte die aktuelle politische Lage im Zusammenhang mit dem Wirken im Sinne Thälmanns um die Befreiung der Menschen von Ausbeutung und Unterdrückung und forderte auch die internationale Solidarität der Arbeiterklasse.
Die Linkspartei ermahnte den Zusammenschluss aller linken Kräfte im Sinne Thälmanns: Einen Finger kannst du brechen, aber nicht eine Faust! Der Organisator der Veranstaltung erinnerte daran, dass der Ausspruch Karl Liebknechts: Der Hauptfeind steht im eigenen Land!, mehr denn je Gültigkeit hat und die linken Kräfte klar benennen müssen, wer die Hauptverursacher der derzeitigen Situation sind und gegen wen sich die Aktionen der Massen, denn die gilt es zu gewinnen, richten müssen.
Das Friedensbündnis schilderte den Verlauf der Geschichte, als die Thälmann-Kolonnen im spanischen Befreiungskampf gegen die faschistische Franco-Diktatur kämpften. Eine weitere Rednerin schloss den geschichtlichen Bogen mit den Hintergründen und den heutigen Forderungen der Ostermärsche dieses Jahr.
Zum Thema Umwelt konnte ich nur wenige Gespräche am Rande führen, doch es wurde begrüßt, dass auch eine Umweltbewegung am Gedenken teilnahm und der Zusammenhang von der die Existenz bedrohende Entwicklung in Politik, Wirtschaft, bis hin zur atomaren Weltkriegsgefahr, war schnell erkannt. Da gilt es als Umweltgewerkschaft auch zu den Ostermärschen konkret aufzutreten.
Suse/ Stralsund/ MV
15.03.2025 Hannover
Voll Erwartung reisten wir mit einer kleinen Gruppe Umweltgewerkschafter aus Hamburg, Braunschweig und Mecklenburg-Vorpommern zum Aktionstag der IG-Metall in Hannover.
Während ein Teil von uns aus dem Bus direkt am Kundgebungsort aussteigen konnten, reihte der andere Teil sich in die kleine IG-Metall-Demo, vom Bahnhof ausgehend, ein. Sie wurden herzlichst von den Metallern begrüßt.
Ca. 7000 Menschen trafen sich im Georgengarten in Hannover, so der Veranstalter. Rein äußerlich ein Familienevent. Beeindruckend waren die Live-Zuschaltungen in die anderen Aktionsstädte. Insgesamt ca. 77.000 Teilnehmer bundesweit.
Die Kundgebung in Hannover selbst war eher ernüchternd. Bewegte emotionale Reden, ja, und doch gefährlich verharmlosend, selbstdarstellend.
Kampf und jeden Arbeitsplatz, tönte es von der Tribüne, das stieß einigen Kollegen sauer auf, nach den gerade erfolgten Tarifabschlüssen. Solidarität mit den Kollegen mit Migrationshintergrund, diese Forderung fand zurecht starken Beifall.
Gemischte Gefühle bei uns, als Beifall gezollte wurde, dass die Schuldenbremse aufgehoben werden soll. Das wären 500 Milliarden Euro Investitionsmöglichkeiten für Infrastruktur, so der Redner-O-Ton, für marode Schulen, fehlende KITA-Plätze, für die Sicherheit des Landes und mehr. Die Hochrüstung wurde zwar abgelehnt, doch die eigene Sicherheit des Landes muss gewährleistet werden. Der geplante Bürokratie-Abbau wurde sehr begrüßt. Die Deindustrialisierung Europas und Deutschland müsse beendet, der Standort Deutschland explizit erhalten werden. Dafür heißt es aber auch, dass die Arbeitnehmer mit den willigen Arbeitgebern und den hoffentlich umdenkenden Politikern zusammenstehen müssen, um die Transformation doch noch hinzubekommen….
Dann kamen Kollegen verschiedener Firmen kurz zu Wort, auch die Jugend der IG-Metall durfte sprechen. Nur eine von ihnen befasste sich mit sozialen Themen, die anderen befürworteten die Lösung der Schuldenbremse als Zukunftssicherung der Jugend….
Die Realität der aktiven Kriegsvorbereitung durch das Lösen der Schuldenbremse, wurde konsequent ignoriert. Dass die Bevölkerung die Lasten der Kriegsvorbereitungen tragen wird, ebenso.
Umweltschutzmaßnahmen waren in Hannover keinem der Redner ein Wort wert.
Dafür bekamen wir mit unserem Plakatslogan:
„Umweltschutz schafft Arbeitsplätze!“ vielfach Daumenhoch.
Die kürzeren und längeren Gespräche am Rand der Kundgebung entschädigten etwas.
Hier waren Krieg, Kriegsvorbereitung und Umweltschutz sehr wohl ein Thema, doch auch oft ein Mitgehen mit der Zustimmung zur Aufhebung der Schuldenbremse als Investition in Schulen und Kitas usw. Ein schöner Gedanke, aber fern der Realität.
Da wird der Zusammenhang mit den Kriegsvorbereitungen oft noch nicht gesehen. Manchmal wurde auch der Umweltschutz als Hemmnis für die wirtschaftliche Weiterentwicklung benannt. Doch spätestens mit der Argumentationsrichtung, dass es ohne Umweltschutz, ohne Frieden, keine Zukunft für Niemanden hier auf der Erde geben wird, kam bei den Gesprächspartnern ein Einlenken. Einer sagte: „Da habe ich wohl zu kurz gedacht!“ und bedankte sich herzlich für die neuen gedanklichen Anregungen.
Der Glaube an die Handlungsfähigkeit und dem Handlungswillen der heutigen Politiker, an deren Logik und Verstand, ihrem moralischen Anstand, war bei den Kundgebungsteilnehmern erschreckend hoch. Die eigene Kampfkraft wurde nicht wirklich erkannt, wenn sie auch plakativ von der Tribüne herab beschworen wurde.
Danke an unsere kleine teilnehmende Gruppe. Braunschweig und Hamburg haben fleißig mit den Flyern gearbeitet und die Gespräche gesucht. Wir sind gespannt auf ihre Berichte.
LG Luisa und Suse/ RG MV
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Bildbeschreibung:
1 vom Hauptbahnhof zur Kundgebung im Demo-Zug
2 Demo- Zug kurz vor der Kundgebung, Bengalos wurden später durch Polizei und Gewerkschaftsführung verboten...und prompt wieder entzündet
3 unsere rasende Fotografin (Dankeschön!!!)
4 Stahlarbeiter aus Bremen
5 gut beschützt......
6 Fahnentreffen, auch die Automobilarbeiterkonferenz war vertreten
7 UG Hamburg mitten in der Kundgebung aktiv
8 UG Braunschweig ebenso fleißig
9 ihre Solidarität ist, so gemeint, nicht die unsere..."Arbeiter aller Länder vereinigt euch!"
Stolz einstehen für die Zukunft!
Klimastreik 14.2.2025 in Greifswald
Kein Grund, wegen etwas frostigem Nordischgrau nicht auf die Straße zu gehen.
Ca. 200 Schüler, Studenten der FFF-Bewegung, Einwohner und Gäste, von Oma gegen Rechts über NABU, BUND, Umweltgewerkschaft, Tierschutzpartei und anderen Organisationen, fanden sich in Greifswald zusammen, um sich gegen den Rechtsruck der bürgerlichen Parteien zu positionieren, das Versagen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz zu kritisieren, anzuklagen das Herausnehmen eben dieses Themas aus dem heutigen Wahlkampf. Die Redner zeigten auf, dass trotz des Überschreitens des Pariser Zieles von 1,5 Grad, die Regierungen immer noch keine Umweltschutzmaßnahmen einleiten, die den zukünftigen Generationen eine lebenswerte Erde hinterlassen.
Kurze themenreiche Rednerblöcke, umrahmt von frischer deutschsprachiger Musik und eigenem Chorgesang, entlockte den Teilnehmern immer wieder Beifall und lautstarke Zustimmung.
Ich führte einige intensiver Gespräche zu unserer Umweltgewerkschaft, bewarb den geplanten Internationalen Umweltratschlag 2026 und fand Abnehmer für unsere LNG-kritischen Flyer und Anti-Atomkraftbroschüren.
Aus zeitlichen Gründen verließ ich die Demonstration nach der Auftaktveranstaltung. Hatte aber den Eindruck, dass die Jugend mitnichten politik-müde ist, das Umweltbewusstsein nicht wirklich geringer geworden ist. Aber ja, sie sagten es selbst, sie seien müde, müde von den ständigen Wiederholungen der Aufklärung und Mahnung, doch sie werden nicht aufgeben! Das sei ihr Versprechen, dass sie, im Gegensatz zu den Politikern, erfüllen werden.
Suse/ Stralsund/ RG MV
Auftaktkundgebung am Mühlentor/ Greifswald






