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              Besuch bei Antikriegs-Aktivisten in Görlitz

 

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Bericht eines Umweltgewerkschaftskollegen aus Stuttgart vom Aktionstag in Görlitz

Am 2. Mai besuchte ich die Aktivisten, die mit einem Infostand in der Görlitzer Innenstadt, gegen die dort geplante Panzerfabrik protestiert haben.

Auf dem Gelände des ehemaligen VEB Waggonbau Görlitz, nach der Wende zum kanadischen Bombardier-Konzern gehörend, die das Werk noch vor nicht allzu langer Zeit wieder an den französischen Multikonzern Alstom weiterverkauft haben, sollen nun mit kräftiger Unterstützung des sächsischen Landesvaters Kretzschmer Panzer vom Band rollen, oder zumindest Teile davon.

Wie der Name schon sagt, wurden hier seit 1849 zuerst Pferdekutschen, später dann Waggons für die Eisenbahnen im In- und Ausland gefertigt. Es gab auch bereits einen Batterie-elektrischen Triebwagen (einen sogenannten Akkumulatortriebwagen) "Bauart Wittfeld" , der zu Beginn des letzten Jahrhunderts in Görlitz gebaut wurde. Zum Markenzeichen wurden aber die Doppelstock-Einheiten, die seit 1935 dort entstanden. Zu DDR Zeiten entstanden hier auch die berühmten Schnelltriebwagen der "Bauart Görlitz", die als Antwort auf den in Westeuropa verkehrenden TEE auf das Gleis gesetzt wurden. In Görlitz wurden auch unter dem damaligen Markennamen WUMAG bereits seit Mitte der 1920-er Jahre Straßenbahnfahrzeuge und S-Bahnen produziert. Dies geschah bis zum Ende des traditionellen, zivilen Betriebes, und wäre genau das richtige Portfolio für die heutige dringend benötigte Verkehrswende.

Doch Alstom entschied anders, und verkaufte das Waggonbau-Werk an den ebenfalls französischen Rüstungskonzern KNDS.

Hier soll nun also die friedliche Produktion von nützlichen Fahrzeugen enden, und in eine militärische Produktion von Tötungsmaschinen transformiert werden. Dagegen taten die Aktivisten offen ihren Unmut kund, und ernteten dabei zumeist Zustimmung bei der Görlitzer Bevölkerung!

Es ist bisher nur ein eher loser Verbund von Umwelt- und Friedensaktivisten. Die meisten kommen bisher auch noch nicht aus Görlitz, sondern von Dresden, Chemnitz oder noch weiter her. Man versucht sich aber weiterhin zu vernetzen, auch über die Grenze hin mit polnischen Aktivisten. Daher wurde auch die Umweltgewerkschaft wohlwollend zur Kenntnis genommen, und für weitere Aktionen in Görlitz eingeladen. Es wurden auch einige 1. Mai Flyer der UG, und unsere Anti- Kriegs- Aufkleber an die Görlitzer verteilt. Somit verstärkt sich auch unser Bündnis-Netzwerk für Frieden und eine lebenswerte Umwelt.

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Infostände zum Weltklima-Aktionstag 2021 in Dresden, Stadtzentrum

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Auf Initiative der Umweltgewerkschaft Dresden kamen etwa 20 Menschen zur Kundgebung am Dresdner Hauptbahnhof. Sie kamen von der Dresdner Montagsaktion, der LINKEN - AG Ökologie, der MLPD oder waren nicht organisiert, neugierig, umweltbewegt. Auch vom MDR war ein Journalist mit Kamera für den heutigen "Sachsenspiegel" da.
Die Umweltgewerkschaft selbst griff die Diskussion um die Braunkohle in Sachsen und Brandenburg auf. Bis 2038 soll sie im Kraftwerk "Schwarze Pumpe" verbrannt werden - für Profite für die LEAG, zweitgrößter Stromerzeuger in Deutschland und seit 2016 im Besitz des tschechischen Energiekonzerns EPH.

Braunkohle ist extrem umwelt- umd klimaschädlich. Dass die sächsische Landesregierung (CDU, GRÜNE, SPD) 18 weitere Jahre Abbau und Verbrennung absichern will ist nicht hinzunehmen. Der Braunkohleabbau muss sofort gestoppt werden! Allerdings sind die Einwänder der Bergarbeiter und ihrer Familien in der Lausitz berechtigt. Der Stopp des Braunkohleabbaus darf nicht auf ihre Kosten stattfinden.

Bereits 2017 hat die Umweltgewerkschaft ein Aktionsprogramm "Arbeitsplätze mit Braunkohle-Stopp" vorgeschlagen. Umwelt- und Arbeiterbewegung können nur zusammen erkämpfen, dass notwendige Maßnahmen für den Umwelt- und Klimaschutz zu Lasten der Profite der Energiemonopole stattfinden.

Die Kundgebung fand mit einem Hygienekonzept und vorbildlich mit Mund-Nasenbedeckung für alle und dem gegenseitigen Hinweis auf die Abstandsregelung statt.

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