Zu den Ortsgruppen

bitte ganz nach

unten scrollen!

 

Kontakt: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstraße 36, 70563 Stuttgart
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dazu bringen wir Auszüge aus dem Bericht von Dieter Reicherter, einem der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen S21, veröffentlicht in SÖS-Newsletter vom 2.6.2026:

„Der Spottname S 31 macht die Runde. Die Kosten sollen sich mindestens um weitere 3 Milliarden € erhöhen auf mehr als das Dreifache des in der Finanzierungsvereinbarung von 2009 festgelegten Betrags. Und das alles aus der Tasche der überschuldeten Bahn.

… Viele Gründe bleiben im Dunkeln. Das größte Problem ist die vollständige Digitalisierung des Bahnknotens. Fachleute halten sie für nicht umsetzbar. Doch ohne sie fällt das Versprechen einer Leistungssteigerung in sich zusammen, und der S-Bahn-Verkehr mit der neuen Haltestelle Mittnachtstraße ist nicht zu bewältigen. … Selbst der SWR nennt die Baustelle einen Saustall. Die elfwöchige Streckensperrung 2023 war für die Katz. Denn mehr als 1000 km Kabel samt Schächten wurden fehlerhaft verlegt und müssen wieder herausgerissen werden, ebenso der Bodenbelag des Tiefbahnhofs. Das neue Technikgebäude entspricht den Anforderungen nicht. Trotz jahrelanger Hinweise des Eisenbahn-Bundesamts unterblieb die Herstellung einer Notstromversorgung. Der neue Abstellbahnhof in Untertürkheim wird minimiert und vermag den alten nicht zu ersetzen. Zusätzlich zu diesen Mängeln sind die Hauptrisiken des Projekts ungelöst, nämlich Brandschutz, quellender Anhydrit, Überschwemmung bei Starkregen und wegrollende Züge als Folge des sechsfach überhöhten Gleisgefälles.

…. Von Anfang an politisch, basierte die Förderung auf Lügen: Phantasiezahlen von 100 Zügen in der Stunde, Mär vom bestgeplanten Projekt aller Zeiten, Behauptung, man merke von den unterirdischen Arbeiten nichts, Schaffung von 100.000 Arbeitsplätzen, Eigenfinanzierung des Projekts. … Täuschung und Vertuschung bei der sogenannten Schlichtung unter Heiner Geißler, der Volksabstimmung zum Ausstieg des Landes aus dem Projekt und in den Untersuchungsausschüssen zum Polizeieinsatz. Das Neutralitätsgebot für Amtsträger wurde mit Füßen getreten. Wie interne Dokumente zeigen, waren die Kostenüberschreitungen schon während der Schlichtung und erst recht bei der Volksabstimmung bekannt.“

Die Umweltgewerkschaft kämpft weiter mit dem Aktionsbündnis, dass der Kopfbahnhof mit seinen 16 Gleisen dauerhaft erhalten bleibt und gründlich saniert wird, einschließlich des Tiefbahnhofs, sollte er jemals fertig werden. Nur so kann die Gäubahnstrecke als direkte Verbindung nach Zürich erhalten werden. Nur so kann ein künftig verdoppelter Bahnverkehr für Pendler den Umstieg vom Auto bewirken. Den braucht es im Kampf gegen die Klimakatastrophe. Dabei vergessen wir auch die Forderung nach Nulltarif nicht.

Für einen attraktiven Ausbau des ÖPNV zum Nulltarif!160302 gute bahn statt tunnelwahn 1 575x398

Diese Forderung, fotografiert auf einer Demo im Jahr 2016, gilt immer noch.

 

Die Stuttgarter Zeitung schrieb dazu: „Viele tausend Menschen haben in Stuttgart an Kundgebungen und Demonstrationszügen zum 1. Mai teilgenommen. ….Die DGB-Jugend hatte in diesem Jahr einen wesentlichen Teil des Programms übernommen. In einer Gesprächsrunde schilderten Vertreterinnen und Vertreter ganz unterschiedlicher Branchen und Berufsgruppen die Situation beispielsweise bei den Beschäftigten der Stadt, bei Mahle, in der Gastronomie oder bei der Bahn. Der Bahn-Beschäftigte rief dazu auf, Zivilcourage zu zeigen, wenn Bahnpersonal beschimpft oder angegriffen werde. Nichts sei schlimmer, als in solchen Situationen allein gelassen zu werden. Die vielfältigen Probleme von jungen Menschen in diesen Zeiten wurden in einer weiteren Runde angesprochen. Eine im Raum stehende Wehrpflicht war dabei genauso Thema wie der Klimawandel oder der Wohnraummangel. „WG-Zimmer werden zum Luxus”, sagte eine Gewerkschafts-Vertreterin und forderte: „Auch in Stuttgart braucht es Azubi-Wohnheime!” Und: „Klimaschutz ist keine Option, sondern eine Verpflichtung!”. „Unsere Zukunft statt eure Profite” hatte sich die DGB-Jugend als Motto für diesen 1. Mai gegeben – und führte damit auch den langen Demonstrationszug durch die Innenstadt an.“ Es war auffällig, dass nicht nur das Programm, sondern auch die Kundgebungsteilnehmer stark mit Jugendlichen durchmischt waren. Mehr als in den letzten Jahren. Das ist neu und neu war auch, dass wir so einen guten Platz bekamen. Weiter neu war, dass wir so viel Zuspruch mit unseren Themen fanden. Unsere Flyer (100 Stück) waren im Nu weg und bei unserem Infomaterial wurde kräftig zugelangt. Mich persönlich hat auch sehr gefreut, wie schnell und kollektiv wir unseren Stand nicht nur aufgebaut, sondern auch abgebaut bekamen. Das Spruchband mit der Aufschrift „100% Regenerative Energien schafft Arbeitsplätze“ sah gut aus und zierte unseren Infostand. Wir bedanken uns bei Linde und Tobi für ihre gute Gestaltung. Es war eine klasse Stimmung, bei all der Hektik und dem Trubel. (Verkauft wurden: 4 Wasserstoffbroschüren, die letzten beiden „AltdorferWald“ Broschüren, mindestens zwei neue Nulltarifbroschüren und mehrere Magazine als Probeexemplar.) Zusätzlich haben wir zwei Interessenten für den IEC gewonnen. Sie wollen zu den Vorbereitungstreffen eingeladen werden. Tobi hatte eine kleine Solaranlage dabei, die einen Ventilator antrieb. Mit diesem konnte er gut Kinder ansprechen und deren Eltern einbeziehen.

260501 Infostand UG bei Maikundgebung Image 3

260405 Ostermarsch DSC 0235a

Zum diesjährigen Ostermarsch in Stuttgart versammelten sich mehr Menschen als im letzten Jahr. Die Veranstalter zählten bis zu 5000. Seit zwei Jahren werden es immer mehr Jugendliche.

Es war das ganze Spektrum der Friedensbewegung vertreten. Deutlich war der Wunsch, gemeinsam und gleichberechtigt zu demonstrieren. Noch gibt es große Unterschiede in der Einschätzung zum Charakter des Iran, Russlands oder Chinas. Die Bereitschaft darüber zu reden ist gestiegen. Wesentliche gemeinsame Forderungen richteten sich gegen Aufrüstung, Militarisierung und Wehrpflicht, gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen und die Nutzung von Militärstützpunkten wie Ramstein oder EUCOM und AFRICOM in Stuttgart, den Völkermord in Gaza, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und gegen das Abwälzen der Kriegslasten auf die Massen. Deutlich wurde auch, dass die Friedensbewegung und die Umweltbewegung gegen die gestiegene Weltkriegsgefahr stärker zusammenrücken müssen. Die Umweltgewerkschaft arbeitet daran.260228 Abb UG bei IGM Demo120118

260228 Abb IGM Demo123815260228 Abb UG bei IGM Demo120118


Tausende demonstrieren: Kommunen am Limit, Sozialstaat in Gefahr (so titelte die
Stuttgarter Zeitung)
Verdi und IG Metall riefen zur Großdemonstration auf dem Schlossplatz auf. Nach
Angaben der IGM waren 7500 Teilnehmer auf dem Platz. Sie machten auf die kritische
Finanzlage der Städte aufmerksam und riefen zum Protest auf. Die Stimmung war sehr
kämpferisch.
Im Flyer dazu hieß es: „wir fordern eine aktive Industriepolitik, die Arbeitsplätze sichert und
Zukunftstechnologien „made in Ba-Wü“ ermöglicht“ und „Eine verlässliche Ausstattung der
Kommunen, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können, statt nur Mangel zu verwalten.“
Forderungen die zumindest mal in die richtige Richtung gehen, wobei das „made in Ba-
Wü“ ein bissle Geschmäckle hat. Aber immerhin sind die „Zukunftstechnologien
angesprochen und nicht die „Verbrenner“.
Wir waren mit unserem Transparent Kapitalismus/Menschheit dabei. Es wurde viel
fotografiert und sogar von der Stuttgarter Zeitung online veröffentlicht. Wir verteilten die
restlichen BuVo Flyer zur BR-Wahl (ca. 75 Stück) und noch eine ganze Reihe
Halbjahresprogramme. Gegenüber uns beseht immer noch ein gewisses Ressentiment in
der Form, dass wir bei Namensnennung strikt abgelehnt werden. Aber es gibt auch immer
mehr die, wenn sie Umweltgewerkschaft hören den Flyer zustimmend nehmen. Die
meisten Gespräche drehten sich darum: Umweltgewerkschaft? Was ist das denn? Als wir
darauf einging, stimmten viele zu „Richtig, nur gemeinsam sind wir stark“ oder „Die IGM tut
da bisher reichlich wenig, gut dass ihr Anstöße gebt“. Bei solchen Gesprächen gaben wir
noch unseren Halbjahresflyer dazu.
G von der ÖDP, er hatte die IGM Weste mit Aufschrift Bosch an, kam freudig auf mich zu
und sprach mich sehr kameradschaftlich an. Ich nehme an, dass er unser BR Flugblatt
kannte. Er hat so lange er ein freigestellter Betriebsrat ist, Kündigungsschutz. Sein
Bereich, wo er früher arbeitete und jetzt verantwortlich ist, ist die Entwicklung. Er meinte,
er glaube nicht, dass diese Kerndisziplin ins Ausland verlegt werde. Die Fachingenieure
und spezialisierten Arbeiter würden alle hier wohnen und es wäre sehr teuer und
aufwändig die ganze Abteilung z.B. nach Ungarn zu verlegen. Auf der Wahlliste des
Betriebsrats steht er an guter Stelle und diese sei ein sicherer Platz.
Unser Einsatz bei dieser kämpferischen Kundgebung mit Demo war erfolgreich. Insgesamt
haben wir jetzt alle gedruckten BuVo BR-Flyer verteilt (ca. 120 vor Bosch und 70 bei der
Kundgebung.
Zur Demo waren noch einige Menschen dazu gekommen. Leider gab es auf der Strecke
nur sehr laute Musik und keine Parolenrufe. Dadurch konnten wir unsere Anliegen
während der Demo nicht bekannt machen. Interesse von Seiten der Passanten war aber
da. Am Karlsplatz trafen wir auf ein Mitglied der faschistischen Gewerkschaft „Zentrum“,
die bei Daimler aktiv ist. Aus dem Demozug gab es da gleich viel Kritik.


Die FfF Bewegung hatte noch vor den Wahlen aufgerufen, die Rückkehr zu den fossilen
Energien anzuprangern. Außer Fritz Mielert (er wandte sich gegen Reiches Roll Back auf
der ganzen Linie) sprach noch eine FSJ-lerin (Freiwilliges Soziales Jahr) und wetterte
richtig gegen die AfD, wofür sie großen Beifall erhielt. Was wir von FfF übernehmen
sollten, ist dieses gemeinsame skandieren von Losungen oder Sprüchen. Das bringt
immer Stimmung und fasst zusammen.


Es waren ca. 200 hauptsächlich jüngere bis mittelalte Menschen vor dem Rathaus.
Transparente gab es wenige. Wir (8 Mitglieder) waren mit unserem Transparent auf dem
Platz und verteilten unseren Halbjahresflyer und noch einen kleinen Teil der UG-Flyer
zur Betriebsratswahl.


Es gab mehrere Infostände, darunter auch einen an dem verschiedene Gruppen ihre
Informationsmedien ablegen konnten. Auf diesem Tisch haben wir das Magazin und
unsere letzte Broschüre gelegt. Das sollten wir künftig immer tun.
Es gab auch einen relativ gut besetzten Stand der Veganer und von der Tierschutzpartei.
Bei den Veganern habe ich vertreten, dass mir der Tierschutz wichtiger ist, als den Leuten
vorzuschreiben, was sie essen sollten. Das fanden die TierschützerInnen gut und die
Veganen wehrten sich und warfen mir vor, ich würde die Tiere ausbeuten.

Von den Halbjahresflyern haben wir ca. 70 verteilt und etliche Gespräche geführt. 70 Flyer bei ca.
200 Leuten ist ein guter Schnitt. Es war gut, dass wir dabei waren.
Besonders hervorzuheben ist, dass einer von den FfF auf uns zukam und uns fragte, ob
wir einen Ordner stellen können. Gerne war jemand von uns dazu bereit, und für uns ist es ein Zeichen,
dass wir von der Bewegung akzeptiert werden.
Bei der Demo war die Stimmung auch sehr kämpferisch. Wir waren laut und es wurden
auf der ganzen Strecke Parolen gerufen. Das hat die Demonstration sehr lebendig
gemacht und viele Leute in den Straßencafés und in der Fußgängerzone wurden
aufmerksam. Es gab viel Zuspruch, aber teilweise auch Unverständnis.

 

251208 Abb Jahresausklangsfeier Image 7251209 Abb Jahresausklangsfeier Image 6

Mit einem schönen Fest und guter musikalischer Unterhaltung und vielen Sketschen feierten wir unsere erfolgreiche Arbeit 2025. Die Delegation auf der COP30 berichtete von den breiten Protesten und den vielen neuen Kontakten für den IEC. Die
Weihnachtsgeschichte unserer Jahresabschlussfeier: „Es begab sich aber zu der Zeit, als Quirinius Hausmeister in Syrien war. Und obwohl er gerade die Dachrinne repariert hatte, die an jenem Stall angebracht war, in dem bald ein Kindlein geboren werden sollte, war er von schweren Ahnungen geplagt, denn es waren Sturmfluten mit bisher ungekannten
Regenmengen angekündigt worden. Was er nicht wußte, dass auch in Gaza im Herbst 2025 sintflutartige Regenfälle das sonst eher trockene Land und seine friedliebenden Menschen heimsuchen. Und vor allem, dass es kaum Hilfe gab für die fürchterliche Not leidende Bevölkerung. Denn ein Genozid schlimmster Art hatte dort stattgefunden und ist noch im Gange. Alles zerschossen und zerbombt. Kaum ein Stein mehr auf dem anderen, geschweige denn Krankenhäuser. Für all das, außer dem Wetter, ist die faschistische israelische Regierung verantwortlich. Und als ein gewaltiger Sturm Quirinius in Bethlehem packte, war es nicht weit nach Gaza. Was er auch nicht wußte, dass es bereits eine weltweite Bewegung gibt „Gaza soll leben“. Diese schickt sich an, das AL AWDA (sprich ALAuda) Krankenhaus wieder aufzubauen. Und wahrscheinlich wird auch jemand auf der internationalen Umweltkonferenz darüber berichten.
Dies kommentiert ein spanischer Aktivist: „Venceremos – wir werden siegen !“

Aktiv gegen Weltkriegsgefahr UG Plakat2022 DIN A4 210x294

Die 50 neuesten Beiträge