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Kontakt: Christian Zajonc, Fischerstrasse 52, 45899 Gelsenkirchen, Tel.: 0209/93 96 91 94, e-mail: umweltgewerkschaft-ge<at>gmx.de

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Mit der Absicht von BP, das Werk in Gelsenkirchen zu verkaufen, ist der ursprüngliche Plan zu einer Erweiterung des Firmengeländes eigentlich hinfällig. Die Stadtratsmehrheit hatte dafür im letzten Jahr bereits einen Bebauungsplan verabschiedet und ein Landschaftsschutzgebiet geopfert. In einem kleinen Flyer stellten wir die ganze Geschichte, wie BP die Bevölkerung mit dem Versprechen von Arbeitsplätzen über den Tisch gezogen hat, noch einmal zusammen und zogen den einzig richtigen Schluss: Der Bebauungsplan hat keine Grundlage mehr und muss zurückgezogen werden! Das Gelände muss wieder Landschaftsschutzgebiet werden!

Für die Ratssitzung am 26.06.25 stellte der Vertreter des Wahlbündnisses AUF Gelsenkirchen, das im Bürgerbündnis gegen die BP-Norderweiterung mitarbeitet, einen entsprechenden Antrag.

Vor der Ratssitzung machten wir eine kleine Aktion mit unseren Westen, mit Flyern und Mikrofon. Anschließend gingen einige von uns auf die Besuchertribüne im Rathaus, um dem AUF-Vertreter den Rücken zu stärken. Leider konnte er nur sehr kurz zu dem Antrag sprechen und ihn begründen. Die Ratsmehrheit mochte sich nicht mit dem Thema befassen und fand die "salomonische" Lösung, den Antrag wieder einmal in einen Ausschuss zu verweisen.

Wir bleiben dran!

 

Hier gibt es den Flyer zum Download und Weiterverbreiten:

 

 

Unsere örtliche Mitgliederversammlung vom 23.05.2025 verabschiedete die nachfolgende Protesterklärung - an die Öffentlichkeit, die Bundesregierung und die israelische Botschaft:

Das Al-Awda-Krankenhaus in Gaza brennt!

 

Die Mitgliederversammlung der Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen – Bottrop - Gladbeck protestiert gegen die verbrecherische Bombardierung des Al-Awda-Krankenhauses in Gaza durch die israelische Armee. 

Völlig unglaubwürdig ist die stereotype Behauptung des faschistischen Netanjahu-Regimes, es ginge um Positionen der Hamas. Dieses Krankenhaus ist säkular – also unreligiös – und hat mit der Hamas überhaupt nichts zu tun.

Dieser Vorgang beweist umso mehr, dass es hier um einen Vernichtungsfeldzug gegen das palästinensische Volk geht, um Völkermord.

Wir verlangen die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und die Öffnung der Grenzen Gazas für Hilfslieferungen!

Wir verlangen von der Bundesregierung, dass sie in diesem Sinn Druck auf die israelische Regierung ausübt und jegliche Hilfe und Waffenlieferungen an diese sofort einstellt!

 

Unsere heutige Spendensammlung geht an die Gaza-Hilfe.

Wir zitieren eine Pressemeldung des Bürgerbündnisses gegen die BP-Norderweiterung:

Die sogenannte „BP-Norderweiterung“ war Thema im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss (Stepla) am Mittwoch. Eine Anwohnerin hatte beantragt, angesichts der neuen Entwicklungen um das BP-Werk den Bebauungsplan zu überprüfen.

Erinnern wir uns: Als das Thema „Kunststoff-Recycling mit Pyrolyse“ vor Jahren aufkam wurden große Hoffnungen gemacht, so eine Anlage könnte ein wichtiger Schritt gegen das riesige Problem mit dem Plastikmüll sein. 
Mit durch die Arbeit des Bürgerbündnisses kamen aber immer mehr die Probleme mit dieser Technologie zum Vorschein. 
Als der Stadtrat mehrheitlich dem Bebauungsplan zustimmte, glaubten sicher noch viele Abgeordnete den Versprechungen von BP und dachten, jetzt müsse man das Landschaftsschutzgebiet dafür eben opfern und für Arbeitsplätze.
Inzwischen kündigte BP den Abbau von Produktionslinien an und von „vorerst“ 230 Arbeitsplätzen. Im Februar machte BP den nächsten Schritt: Sie wollen die beiden Werke in Scholven und Horst verkaufen!
Hintergrund ist: BP hat beschlossen, seine Investitionen in erneuerbare Energien drastisch zu reduzieren und wieder verstärkt auf Öl- und Gasprojekte zu setzen. … Die Investoren fordern eine höhere Profitabilität und drängen das Unternehmen zur Rückkehr zu fossilen Brennstoffen. 
Mit dieser Entwicklung sind aber auch sämtliche Planungen von BP für einen „Transformationsprozess“ und die Norderweiterung hinfällig – und damit die Grundlage des Bebauungsplans! BP hat die Bevölkerung in Gelsenkirchen, die Belegschaft und auch den Stadtrat „an der Nase herumgeführt“!
Höchste Zeit, unter diesen Vorgang einen Schlussstrich zu ziehen, den Bürgern die Erholungsfläche zurückzugeben und den Bebauungsplan zurückzunehmen?
Für Stadtplanung und den Stepla keineswegs. Die Antragstellerin erhielt zwar von allen Rednern viel Zustimmung „für ihr Ansinnen“ – mit Enthaltung der Grünen lehnte der Ausschuss aber ihren Antrag ab. Mehrfach geäußert: Die Rücknahme des Bebauungsplans sei ein schlechtes Signal an einen künftigen Käufer…

Die Interessen der Bevölkerung sollen also verkauft werden für eine höchst ungewisse Zukunftsaussicht.
Wir werden unseren Widerstand gegen dieses Projekt fortsetzen – das letzte Wort ist noch nicht gesprochen!

Das Landgericht Bochum wies am 20.03. die Klage von Jürgen Pfeiffer gegen die RAG-Stiftung zurück. Dass diese alles zu unterlassen habe, was sein Grundstück am Reiherweg in Marl durch die im Bergwerk Auguste Victoria eingelagerten Giftstoffe und PCBs kontaminiert. Jürgen Pfeiffer klagte nicht allein für sich, sondern für alle Menschen, die durch die Flutung der Bergwerke im Ruhrgebiet und Saarland von diesen Giftstoffen betroffen sind.

Der Kläger wies penibel nach, dass durch Risse und Klüfte, die durch das Ansteigen des Grubenwassers hervorgerufen werden, kontaminiertes Grubenwasser mit Grundwasser vermischen kann. Dies ist in Lothringen, einem ehemaligen französischen Bergbaugebiet, schon der Fall. Dort muss Trinkwasser aus dem Saarland eingeführt werden. Die Gutachter-Aussage, "Wasser fließt immer nach unten" ist allein dadurch schon hinreichend widerlegt (ganz abgesehen davon, dass sie physikalisch nicht haltbar ist).

Wir dokumentieren im folgenden die Presseerklärung von Bergleuten und Mitstreitern und unterstützen als Umweltgewerkschafter den Kampf gegen die Flutung der Bergwerke an Ruhr und Saar.

 

Wir dokumentieren im Anschluss einen wichtigen Beitrag aus der Schweizer Online-Zeitung "Infosperber" zu diesem Thema. Wir danken Frau Gschweng für diesen Beitrag, in dem sie untermauert, weiter untersucht und aktualisiert, was wir in unserem Widerstand gegen die von BP geplante Pyrolyse-Anlage bisher herausgefunden haben: Diese Anlage ist kein Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft, sondern soll in erster Linie dazu dienen, die Problematik der weiterhin ständig gesteigerten Plastikproduktion zu verharmlosen.

Aktuell hat die Plastikindustrie offensichtlich noch einen neuen Dreh: Sie will den Begriff "Recycling" neu definiert haben und hebt vor allem auf die "theoretische Recycelbarkeit" als angeblich umweltfreundlich ab - unabhängig davon, was mit dem Müll tatsächlich passiert! Wort-Akrobatik gegen Plastikflut und Umweltkatastrophe! Ernsthaft jetzt????

Ein Armutszeugnis!

Die Umweltgewerkschaft fordert eine wirkliche Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfproduktion; dazu: Förderung der Müllvermeidung, Entwicklung neuer Werkstoffe und Weiterentwicklung wirksamer Recyclingverfahren. Sie setzt sich deshalb auch ein für ein Ende der Profitwirtschaft und für eine andere Gesellschaft, wo der Mensch in Einheit mit der Natur leben kann.

Hier der Artikel: 

"ASHLEY, Indiana – An einem Freitagabend im Mai vor zwei Jahren bereitete sich Kory Kistler darauf vor, seinen Arbeitsplatz in einer Recyclinganlage zu verlassen, die von ihren Besitzern als Frontlinie im globalen Kampf gegen Plastikmüll angepriesen wurde. Dann brach die Hölle los. Aus dem Ventil einer Pumpe im Werk strömten entzündliche, 370 Grad heiße Dämpfe. .... Dann, so erinnert er sich, entzündeten sich die Dämpfe und lösten ein unkontrolliertes Feuer aus, das zudem durch eine Art Öl genährt wurde, das in einer beheizten Druckkammer aus Plastikmüll hergestellt wurde."

So beginnt ein Erfahrungsbericht von zwei ehemaligen Mitarbeitern einer Plastik-Pyrolyse-Pilotanlage in den USA. Wir dokumentieren ihn hier:

Die Anlage kommt wegen erheblicher Bedenken hinsichtlich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit nicht über die Anlaufphase hinaus. Dessen ungeachtet hält der BP-Konzern weiter an seinen Pyrolyse-Plänen für Gelsenkirchen fest. Zwar hat er sich von der Firma Brightmark als Partner getrennt, aber die Technologie bleibt die gleiche. Es fällt schwer, zu glauben, dass die in dem Artikel beschriebene Katastrophen-Serie nur aus der Unfähigkeit eines einzelnen Unternehmens resultieren soll. Das Bürgerbündnis gegen die "BP-Norderweiterung" wendet sich deshalb weiter gegen diese geplante hochgefährliche Anlage, der auch noch ein Landschaftsschutzgebiet geopfert werden soll.

Unterstützung kommt aus der Nachbarstadt Marl, die gegen den von der Stadt Gelsenkirchen beschlossenen Bebauungsplan ein Normenkontrollverfahren einleiten will. Dazu die Marler Zeitung:
240919a Marler Zeitung Marl wird gegen GE klagen gg BP Norderweiterung

Wichtig bleibt der Widerstand von unten!

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Ausgerüstet mit diesen Westen, Flyer und Unterschriftenliste wurden in den letzten Monaten zwei gemeinsame "Spaziergänge" in einer Kleingartenanlage und in einem Park organisiert. Das erwies sich als eine sehr erfolgreiche Methode, die wieder aufgenommen werden soll, sobald das Wetter wieder spaziergangstauglich ist!

P.S. Wer das Bürgerbündnis unterstützen will durch das Tragen einer solchen Weste (ist super bei verschiedenen Gelegenheiten einsetzbar, auch bei Demos etc.), wendet sich bitte per e-Mail an die Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen. Die Weste kostet 20 Euro.

Aktiv gegen Weltkriegsgefahr UG Plakat2022 DIN A4 210x294

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