Zu den Ortsgruppen
bitte ganz nach
unten scrollen!
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


(Zur Erklärung: "Kazaguruma" ist ein japanischer Begriff und bedeutet "Windrad"
- die Kazaguruma-Demo steht also sinngemäß für Erneuerbare Energien statt Atomkraft)
Erfurt, 21.2.2026
Gerade in der Hochburg der AfD und ihres nahestehenden Klimakrisenleugner-Vereins "EIKE" seitens der Umweltbewegung ein Zeichen der offensiven und selbstbewussten Kritik zu setzen – das ist gut gelungen! Wir plazierten uns mitten auf den "Anger", den zentralen Platz der Stadt.

Die Mehrheit der Leute war zwar im samstäglichen Einkaufsmodus. Aber eine Reihe von Passanten hat unser Auftreten in Gesprächen oder Bemerkungen ausdrücklich begrüßt, und dass wir die Argumente der „modernen“ faschistischen Kräfte auseinander nehmen. Beispielsweise ihre Behauptung „Der E-Motor ist der Jobkiller in der Autoindustrie“. Aha? Seit wann wird denn eine Kündigung von einem „Motor“ unterschrieben? Die Jobkiller sind doch seit jeher die Kapitalisten und ihre Manager! Statt mit den Konzernen um (Verbrenner-)Profite zu jammern muss es gegen die Jobkiller heißen: Arbeit auf mehr Schultern verteilen! Also Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, durch die Konzernprofite bezahlt!
Immer wieder blieben welche stehen, hörten den Beiträgen am Mikro zu. Rund 200 UG-Flugblätter zum Thema (siehe unten) wurden verbreitet. Vereinzelt gab es auch aggressiven Gegenwind mit Sprüchen, bis zum provokativem Hitlergruß einer Person. Insgesamt waren es aber gute Gespräche gewesen, was einige von uns nicht unbedingt so erwartet hatten. Fazit: Nicht mit negativen Erwartungen starten! Alle waren engagiert dabei; besten Dank auch an die Unterstützung von Ilka und Joris aus Sonneberg und Berlin!

Sehr wichtig war, jeden Kundgebungsblock mit der Solidarität mit der Zalando-Belegschaft zu verbinden. (Zalando-Erfurt soll im September schließen und verlagert werden; 2500 Kolleg*innen direkt und weitere Hunderte im Umfeld sind betroffen). Das stieß sichtlich auf viel Aufmerksamkeit! Die spaltende Wirkung & Absicht der faschistischen Hetzer gegen migrantische Arbeiter wie hier bei Zalando und die Zersetzungsversuche von Umwelt- und Arbeiterbewegung durch AfD&Co sind zwei Seiten derselben Medaille.
Deshalb Kampf für Umweltschutz und Arbeitsplätze im Geiste der internationalen Solidarität!

Im Anschluss beteiligten sich einige von uns gleich noch an der internationalen Antikriegsdemo am Hauptbahnhof, siehe Foto.
Insgesamt ein erlebnisreicher Tag, die teils weite Anreise hatte sich gelohnt!


Einige Bild-Eindrücke: 1) BERLIN:




Einige Bild-Eindrücke: 2) STUTTGART:





,,


Redebeitrag Umweltgewerkschaft Stuttgart
(LKW-Bühne der Antikriegs-Kundgebung am 3.10.25 in Stuttgart)
Liebe Friedensbewegte,
wir stehen an einem entscheidenden Punkt in der Geschichte unserer Welt. Sie wird heutzutage mehrfach in ihrer Existenz bedroht. Da ist die weltweite Kriegspolitik mit der Gefahr eines atomaren 3.Weltkriegs, da ist aber auch die begonnene Umweltkatastrophe, die das Potential hat die menschliche Zivilisation zu vernichten. Beides wird befeuert von einer weltweiten Rechtsentwicklung und faschistischen Parteien und Regierungen. Dies alles fordert aber auch heraus sich dem entgegenzustellen, nicht nur heute auf der Demo!
Krieg, insbesondere ein Weltkrieg ist die größte Umweltzerstörung. Bombardierungen zerstören ganze Städte, Wälder werden niedergebrannt, Böden verseucht, Wasserquellen vergiftet. Krieg hinterlässt nicht nur verbrannte Erde, sondern vernichtet auch das fragile Gleichgewicht unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Die Klimakatastrophe, die Zerstörung von Regenwäldern und die Ausbeutung von Böden sind nur einige der unzähligen Symptome einer kapitalistischen Gesellschaft, die v.a. an kurzfristigen Gewinnen statt am langfristigen Überleben der Menschheit orientiert ist.
Ganz in diesem Sinn streicht die Wirtschaftsministerin Klimaschutzmaßnahmen und nennt das Ganze einen „Realitätscheck“. Da fragt man sich in welcher Realität lebt die eigentlich? Die gleiche Regierung setzt sich zum Ziel über 40% des Bundeshaushalts für die Kriegstüchtigkeit auszugeben. Das bedeutet als Konsequenz massiver Abbau sozialer Leistungen, Umverteilung der Steuergelder für Hochrüstung und Roll Back im Umweltschutz. Realität ist die soziale und ökologische Katastrophe.
Unsere ganz besondere Solidarität und Mitgefühl gilt den Menschen in Gaza. Inzwischen wurde die internationale Friedensflotte von israelischen Schiffen gestoppt und geentert, die Kommunikation unterbrochen. An Bord sind Hilfsgüter, die dringend benötigt werden. Mit dabei sind auch Umweltschützer, wie Greta Thunberg. Das Stoppen dieser Flotte geschieht in internationalen Gewässern und ist nach geltenden Gesetzen illegal. Wir fordern sofortigen Waffenstillstand, Freigabe der Schiffe! Von der Bundesregierung fordern wir dass sie endlich, wie schon über 150 andere Länder, Palästina als Staat anerkennt!
Umweltkampf und Friedenskampf sind heute wie 2 Seiten einer Medaille für das Überleben der Menschheit. Als Umweltgewerkschaft arbeiten wir daran, dass in 2026 ein internationaler Umweltratschlag stattfindet. Wir führen eine gesellschaftliche Strategiediskussion, fördern Bewusstseinsbildung und verbinden das mit internationaler Kooperation und Unterstützung. Wir lernen uns kennen, beraten uns gegenseitig und lernen voneinander. Wir fördern es, dass alle demokratischen Bewegungen den Umweltkampf zu ihrer Sache machen. Besonders wichtig ist unserer Meinung nach die Einheit von Umwelt-, Friedens- und Arbeiterbewegung. Mittlerweile sind Aktivisten aus ca. 20 Ländern am Vorbereitungsprozess beteiligt.
Macht mit und engagiert euch, denn gemeinsam können wir die Welt verändern!
* * *
Hiroshima-Nagasaki-Jahrestage
Umweltgewerkschaft ruft zum 80.Jahrestag
der Hiroshima- und Nagasaki-Zerstörung
durch Atombomben zu Gedenk- und Protest-Aktionen auf!
Am 6.8. und 9.8. 1945 wurden zum ersten Mal - und bisher einzigen Mal - Atombomben in einem Krieg eingesetzt. Der Abwurf der zwei Atomwaffen durch US-Flugzeuge auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki hatte verheerende Folgen. Etwa 100.000 Menschen wurden auf der Stelle getötet – fast ausschließlich Zivilisten. Bis Ende 1945 gab es zusätzlich 130.00 Tote durch radioaktive Verstrahlung und schwere Verbrennungen. In den folgenden Jahrzehnten starben noch viele Tausende an Spätfolgen.
Heutige Atombomben haben – unvorstellbar – die tausendfache Stärke der Hiroshima-Bombe! Zugleich wurden vor allem von USA und Russland „kleine taktische Atombomben“ entwickelt. Warum? Um sie leichter einsetzbar zu machen? Damit wird immer mehr ein Atomkrieg riskiert! Ein Atomkrieg aber hat das Potenzial die Menschheit zu vernichten, da selbst die Detonation nur einiger Dutzend großer Atombomben eine vollständige globale Klima- und Ernährungskatastrophe nach sich ziehen würde.
Deshalb muss der Einsatz jeglicher Atomwaffen verhindert werden!
Für die feierliche Verpflichtung der Atomwaffenstaaten, niemals und unter keinen Umständen als Erste Atomwaffen einzusetzen! (Es ist bezeichnend, dass kein Atomwaffenstaat eine solche Erklärung bisher abgegeben hat, mit Ausnahme von China 1964).
Für das Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen!
Und ganz aktuell: Keine Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenraketen der USA in Deutschland und Europa!
Organisiert selbst (oder beteiligt euch) am 6. und 9. August gut sichtbare Gedenk- und Antikriegs-Aktionen an geeigneten Plätzen in eurer Stadt! Nutzt dazu die Anti-Atomkriegs-Plakate der Umweltgewerkschaft „Aktiv werden gegen Weltkriegsgefahr!“
Verbreitet die UG-Broschüre „Atomkraftwerke sind keine Klimaretter“, denn Atombombenbau und Atomkraftwerke sind untrennbar miteinander verknüpft!


Die Koordinierungsgruppe des Internationalen Umweltratschlags ruft zusätzlich international auf,
am 6. und 9. August bei den Aktionen
je 1 Foto zu machen mit einem Plakat oder Banner „Unterstützt den Internationalen Umweltratschlag 2026!“
Bei dieser mehrtägigen Konferenz wird der Zusammenhang von globaler Umweltzerstörung, Hochrüstung und Atomkriegsgefahr eines der zentralen Themen sein. (Kopiervorlagen in mehreren Sprachen unten zum Download; das Foto dann bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

Was tun gegen die wachsende Atomkriegsgefahr?
Kundgebung am Mittwoch 6.8. um 18:30 Uhr(!) in Potsdam beim Gedenkstein am Hiroshima-Nagasaki-Platz. Auf der nordöstlichen Seite des Platzes steht die sogenannte Truman-Villa. Hier residierte im Jahr 1945 während der Potsdamer Konferenz der damalige Präsident der USA, Harry S. Truman. Von dort soll er am 25. Juli 1945 den Befehl zum Abwurf der Atombomben gegeben haben.
(Hinweis: Der Kundgebungsplatz befindet sich ca. 400 Meter entfernt vom S-Bahnhof Griebnitzsee, am westlichen Bahnhofsausgang die Rudolf-Breitscheid-Straße links runter bis zum Hiroshima-Nagasaki-Platz. Von Berlin Hbf bzw. Potsdam Hbf die Linie S7 nehmen)
Veranstaltung am Freitag, 8.8. um 18 Uhr in Berlin/Moabit, siehe Flyer:






