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RV Mecklenburg-Vorpommern

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001 20260926 Ankunft am DGB Haus Rostock Ankunft am Haus des DGB/ Rostock

RG MV beteiligt sich an Kundgebung und Demonstration des DGB in Rostock

Mit vier Mitgliedern der Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern aus Malchow, Wismar und Stralsund, nahmen wir an der DGB Kundgebung und Demonstration teil.

Den Protest der Arbeiter gegen den Sozialabbau durch die jetzige Bundesregierung unterstützen wir Umweltaktivisten von Herzen. 

004 20260926 Frau Zimmermann von VERDI Kundgebungsbeginn 

Frau Zimmermann/ Verdi, Hauptrednerin bei der Eröffnungskundgebung vor dem Haus des DGB war überaus kämpferisch, benannte Fakten und Zahlen und blieb doch dabei, dass wir mit unserem Protest einen Sozialstaat und die Demokratie "verteidigen" würden. Gerade ihre Ausführungen zum Sozialabbau standen im Kontrapunkt zur "Verteidigung". Denn in einem Sozialstaat gäbe es keine 14 Millionen von Armut bedrohte oder in Armut lebenden Menschen und Familien, welche sich nicht auf die stattlichen Unterstützungen ausruhen, sondern Alleinerziehende, oftmals mit Niedriglohn-Jobs, Rentner, Kranke, Kinder...(da war sich unsere kleine Abordnung einig).

002 20260926 aus Mecklenburg und Vorpommern

003 20260926 es beginnt ca. 800 bis 1000 Menschen nun geht´s gleich los

005 20260926 Kindermundjpg ...Kindermund....

006 20260926 Jugend voran Jugend Voran!

007 20260926 Demo Zug am Steintor Demo-Zug am Steintor

008 20260926 noch kein Zug von Millionen doch es werden mehr

Wahrlich noch kein Zug der Millionen, doch es waren ca. 800 bis 1000 Menschen. Am "offenen Mikrofon" der Marxistisch Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) waren die Reden schon richtungsweisender dahingehend, wie eine Gesellschaft sich entwickeln muss, sollen Ausbeutung und Unterdrückung endlich der Geschichte angehören.

Wir nutzten die Möglichkeit dort zu sprechen und verwiesen auf den Willen und Können der Arbeiter, anderes, als Kriegsgüter zu produzieren. Die für die Rüstung eingesetzten und aus uns herausgepressten Gelder durch Regierung und Konzerne sind die finanziellen Mittel, die eingesetzt werden müssen für die Folgen der begonnenen Umweltkatastrophe, für die Bergung der Munitionsaltlasten in den Meeren, für das Überleben der Menschheit, um die es im Endeffekt ginge. Um nicht Mehr und nicht Weniger!

009 20260926 kurz vor Demo Ende Kröpeliner Tor 

Am Rande der Veranstaltung sprachen wir verschiedenste Personengruppen an, sich am IEC im Oktober `26 zu beteiligen. Das Interesse war jeweils groß, doch konkrete Zusagen erfolgten nicht, was verständlich war auf Grund der Veranstaltungsdichte.

Zeitgleich fand in der Innenstadt Rostocks der Klimaaktionstag statt. Jetzt verstanden wir den Hinweis des Veranstaltermoderators, der anfangs dankbar erwähnte, dass an der DGB-Veranstaltung auch Umweltaktivisten teilnahmen. Wir waren sichtbar die Einzigen.

Danke an unsere kleine Abordnung für die Teilnahme!

Nach den gehörten Reden zu urteilen, liegt noch viel Arbeit in der Bewusstseinsbildung der "Massen" vor uns. Beginnen wir Schritt für Schritt und dabei auch selber bei uns!

Suse/ Stralsund

001 20260921 auf dem Bahnhof Poznan

21.09.2026 Bundesweiter Streiktag, RG MV unterstützt die MLPD am Werkstor bei VW in Poznan

Mit nachfolgenden Slogan:

Polnische und deutsche Arbeiter - heute branchenweiter Streiktag gegen die Arbeitsplatzvernichtung bei VW!

Internationale Arbeitersolidarität - eine Klasse, ein Gegner, ein Kampf!

Kampf dem Ausbeutersystem Kapitalismus!

begaben wir uns an das Werkstor von VW (Ortsteil Poznan Antoninek) und verteilten während des Schichtwechsels ca. 230 Flyer zum Aktionstag an die Arbeiter.

Wir stellten uns strategisch günstig auf, so dass die Plakate gut lesbar waren und so manchen Fahrer dann direkt am Tor auch den Flyer entgegennahm. 

Leider waren auf unser Anfragen der Betriebsrat oder ein Abgesandter der Gewerkschaft nicht ansprechbar, man bat um vorherigen telefonischen Kontakt für ein Meeting.

Für uns als Umweltgewerkschafter, war das Auftreten mit der MLPD am Werk auch Teil der Zusammenarbeit zwischen Umweltaktivisten und Arbeiterbewegung. Während deutsche Automobilkonzerne in der BRD Werke schließen wollen, siedeln sie verstärkt in Niedriglohnländern, wie auch Polen, ihre Produktion an. Das Werk in Poznan soll noch erweitert werden. Dafür werden weitere Waldflächen am jetzigen Standort gerodet werden.

VW zahlt im Vergleich zum Landesdurchschnitt höhere Arbeitslöhne, doch immer noch weitaus weniger als in der BRD derzeit. Es ist also für den Konzern lohnend.

Doch die Arbeiter können mehr als nur Verbrenner bauen oder Rüstungsprodukte!

003 langer Weg zur Toreinfahrt an der Geländerückseite

ein gut halbstündiger Fußmarsch vom Bahnhof Antoninek zum geländerückseitigem Werkstor 

004 VW zu 100 aus Poznan

100% aus Poznan, regionaler Nationalstolz!

006 gut lesbare Plakate ermöglichten das Verteilen von ca. 230 Flyern

gut lesbare Plakate, strategisch platziert, erleichterten die Verteilung von gut 230 Flyern zum Aktionstag zum Schichtwechsel

007 Abschluss am Tor nach Schichtwechsel

Gespräche waren auf Grund der Zu-und Ablaufdichte der PKW/ LKW/ Busse beim Schichtwechsel und natürlich der Sprachbarriere, nicht tiefgreifend möglich, so dass wir zwar ein paar Grundbausteine legen konnten, doch keine festen Kontakte gewinnen.

Wir hatten den Eindruck, dass die VW- Belegschaft im dortigen Werk nicht wirklich mit der Situation in der BRD vertraut war.

Dennoch waren wir mit unserem kleinen Einsatz zufrieden.

Herzlichst aus Poznan,

Suse/ Stralsund

 

RG MV Hiroshima/ Nagasaki-Gedenk- und Mahntag 06.08.2026 in Stralsund

Dankend nahm die RG MV die Einladung des Stralsunder Friedensbündnis an, sich an dem Gedenktag der Atombombenabwürfe über Hiroshima (06.08.1945) und Nagasaki (09.08.2026) zu beteiligen.

Ca. 15 Mitglieder des Friedensbündnisses und wir gestalteten die nachmittäglichen zwei Stunden in der Stralsunder Altstadt zum Thema Gedenken und Mahnung.

Geschildert wurden die Momente vor und nach dem Abwurf der Atombombe über Hiroshima.

Die aktuelle politische Situation wurde angesprochen, die Gefahr eines Weltkrieges direkt zwar nicht, aber sehr wohl die wirtschaftlichen und militärischen Auseinandersetzungen innerhalb der kapitalistischen Verbünde im Kampf um die Neuaufteilung der Welt unter ihnen.

Das Grußwort des amtierenden Bürgermeisters Hiroshimas an alle deutschen Städte, die sich an dem Gedenken beteiligen, wurde verlesen. In diesem Zusammenhang die Vereinigung „Majors for peace“, deren Mitglied auch Stralsund ist, vorgestellt und, leider aus meiner Sicht zu leise, kritisiert, dass diese Veranstaltung diesmal erneut ohne Beteiligung der Stadtvertretung erfolgt, ohne das Hissen der „Majors for peace“-Flagge am Rathaus, was zu mindestens in den Jahren davor, seit dem Eintritt in die Vereinigung, immer Teil der Veranstaltung war.

Die Forderungen des Friedensbündnis Stralsund an die Politiker, wurden abwechselnd von den Teilnehmern vorgetragen, u.a.:

- Verringerung der Militärausgabe

- Aktivierung der Mitarbeit in der Vereinigung „Majors for peace“

- Dialog statt Auseinandersetzung mit Waffen

- Beitritt der BRD in den Atomwaffenverbotsvertrag

- keine Kriegswaffenproduktion in Stralsund! (geplant ist das Einbeziehen der Volkswerft Stralsund in die Kriegswirtschaft)

Es wurde ebenfalls auch die Bestrebungen der heutigen Bundesregierung angesprochen, die Kriegsgefahr zu beschleunigen und wie wir manipulierend auf den Krieg „vorbereitet“ werden. Beispielhaft wurden benannt: Wiedereinführung der Wehrpflicht, Ausbau der Infrastruktur für Kriegstransporte, Anleitungen zum Ausbau von hauseigenen Kellern zu „Bunker“, Ausbau der Zivilgesellschaft, wie Krankenhäuser, zu kriegstauglichen Einrichtungen usw.

Die RG MV konnte sich einbringen, in dem sie den Zusammenhang von der Planung des Baus neuer Atomkraftwerke in der BRD und dem Anstreben des Eigenbesitzes von Atomwaffen erklärte. Dabei wurde auch die Lüge von billigem und sauberen Atomstrom, durch zunehmend mehr bürgerliche Parteien, aufgedeckt.

Auch zu diesem Thema kam es im Anschluss zu mehrere Gesprächen. Es wurde eingestanden, dass man von diesen Fakten nichts gewusst hätte (wir nutzten ausschließlich öffentliche Beiträge der bürgerlichen Wissenschaften!). Eine ehemalige Verfechterin des sauberen Atomstroms gestand mir, dass sie ihre Ansicht überdenke werde.

Die Glockenschläge von Hiroshima und vielfältige Musik zum Thementag, umrahmten die Kundgebung. Zeitweise hatten wir bis zu 50 zuhörende Besucher der Stadt Stralsund.

Wir danken dem Stralsunder Friedensbündnis für die Einladung und Teilnahmemöglichkeit an dieser Veranstaltung. Andere eingeladenen Parteien und Vereinigungen aus Stralsund und Umgebung, haben diese Chance leider nicht genutzt.

Der Meinungsaustausch von Angesicht zu Angesicht, ist effizienter, als sich beständig nur per E-Mail oder anderen Sozialmedien „anzuschreien“.

Bewusstsein ist ein wandelbares Gut. Es tut sich was in der BRD, weltweit. Endlich. Bleiben wir dran am Menschen, bleiben wir optimistisch, doch mit klarem Ziel.

In kämpferischer Nachdenklichkeit

Suse/ Stralsund

(Fotos werden nachgereicht)

Greifswald 10.7.26

Klimacamp in Greifswald/ MV 09.-12.07.2026

Gut so! Sie lassen sich nicht unterkriegen! Wenn auch die Illusion bei vielen der Teilnehmer gefallen ist, dass das 1,5 Grad - Ziel der Erderwärmung, beschlossen auf dem "Klima-Gipfel" in Paris 2016, haltbar sei.

Ja, sie sind gegenüber dem Beginn der FFF-Aktionen 2021, wo teilweise bis zu 1000 Menschen vor Ort waren, in der Teilnehmerzahl sehr gesunken, doch neben dem "harten" Kern, kommen nun doch auch neue umweltbewegte Menschen. Denn trotz aller neuer "Katastrophen" sind die Probleme, die Ziele der Umweltbewegten, leider noch immer die gleichen, so Ben von der FFF bei seiner Eröffnungsrede vor der Freitags-Demo.

Greifswald 10.7.26 9

In den geführten Gesprächen klang noch immer die Hoffnung an, "sanfter" öffentlicher Protest, Petitionen usw. an die Politiker seien ein wirksames Mittel, diese zu bewegen, etwas zu Gunsten der Natur zu ändern. Es gab da aber auch durch aus schon andere Meinungen. Mit allen sprach ich zum IEC und übergab den Einladungsflyer. Die Idee, überregional, über die eigene Organisationsform hinaus sich umzusehen, zu vernetzen, aktiv zu werden, war nicht unbedingt bei allen willkommen, dennoch spürte man auch das Interesse, die Einsicht, die eigene "Blase" zu verlassen, wenn man gesamtheitlich etwas bewirken will. Die Rolle des Kapitalismus als verursachendes Gesellschaftssystem wurde oftmals bestätigt, seine Überwindung jedoch als ein zu "großes" Unterfangen angesehen.

Vor allem wurden der Fossilismus der Konzerne und Regierungen angeprangert, das eigene umweltbewusste Verhalten bemahnt, vor der Zukunft mit einer AfD als NICHT-umweltfreundlich gesinnte Partei gewarnt, Einladungen für die Workshops an diesem Wochenende ausgesprochen (Können auf der Homepage der FFF-Greifswald eingesehen werden). Es fanden bereits statt der "Erste-Hilfe-Kurs auf Demos" (sehr hilfreich!), die neue Buslinienplanung und der Radwegenetzausbau in Greifswald. Durchaus auch für andere Regionen interessant. In Greifswald wird seit 2019 mit Bio-Methan, aus Stroh gewonnen (!) gefahren. Die Zukunft steht auf Elektromobilität auch im Öffentlichen Personennahverkehr.

Mit ca. 80 Menschen ging es dann auf die Demo rund um die Altstadt.

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Anbei noch ein paar plakative Forderungen und anderes mehr:

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Von den Streik-Absichten der Arbeiter im Ruhrpott wusste man gar nicht! Eine weitere "Baustelle" im Miteinander.

Ein junges Mädel neben mir im Demo-Zug: "Das ist alles so viel! Manchmal weiß ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht, wie alles bewältigen!"

Wir unterhielten uns noch eine Weile angeregt. In Zukunftsangst zu verharren, ist keine Option, da waren wir uns einig. 

Suse/ Stralsund

(Fotos privat mit Genehmigung)

 

 

 

1000152738

02.07.2026, Jahreshauptversammlung der IHK in der Volkswerft Stralsund, Mahnwachen-Protest gegen die geplante Einführung der Kriegswirtschaft auch in Mecklenburg-Vorpommern

Das Motto des Jahresempfanges lautete: "Zukunft wählen. Mit KI und Engagement gemeinsam Wirtschaft gestalten."

Das Stralsunder Friedensbündnis rief am Haupttor zur Werft zur Mahnwache auf. Grund waren die Planungen der Stadt und Wirtschaftsvertreter hin zur Kriegswirtschaft auch in Stralsund, explizit der Volkswerft Stralsund. Bislang hatten die Stadtvertreter ein solches Ansinnen abgelehnt, in der letzten Sitzung jedoch zugestimmt. Der Oberbürgermeister Herr Badrow, CDU, tritt den Titel "Majors for Peace" somit mit Füßen!

Während wenige der Teilnehmer uns zustimmten, dass die in die Rüstung gegebenen Milliarden wichtige wären in sozialen Projekten, bekamen wir auch von einem zu hören, dass der Übergang zur Kriegswirtschaft eine Pufferzeit dafür wäre, die Arbeitsplätze zu erhalten, bis es der Wirtschaft in Deutschland wieder besser gehe, damit die Bürger Brot und Wohnung hätten und nicht mit Bürgergeld finanziert werden müssen. Wir als Protestler könnten zwar unsere Meinung sagen, doch unser Protest würde keine realen Lösungsvorschläge für den Arbeiter bieten, dem die Entlassung drohe.....Seine weiteren Ausführungen erspare ich mir hier. Sie gingen stark in die Richtung AfD-Tenor, von wegen mehr eigenen Nachwuchs, damit nicht Fremde herkommen müssen ins Land usw. Als Ostbürger sollten wir doch das Ganze überblicken und nicht nur unseren kurzsichtigen Protest. 

Meine Antwort, dass das System des Kapitalismus an sich das Grundproblem sei, lies ihn nur kurz innehalten und dann fuhr er in seiner Selbstdarstellung weiter fort.

Jedoch ist diese Frage auch im Friedensbündnis ein Thema, über das bislang nur ungern gesprochen wird.

Bewusst wird augenscheinlich bei den meisten der Teilnehmer der IHK-Veranstaltung der Fakt verdrängt, dass Militärgerät, wenn produziert, auch eingesetzt werden wird und nach dem Krieg, so er überstanden werden würde, auch die Wirtschaft am Boden liegen wird, Menschen fehlen, traumatisiert sein werden. Jetzt Ressourcen verschwendet werden, die Umwelt dadurch jetzt und durch die Kriegshandlungen geschädigt wird, vielleicht bis hin zur Vernichtung als Lebensgrundlage der Menschheit...

Für dieses Thema, so der Tenor auch im Friedensbündnis, seien wir zu klein, zu wenige....

Auf meine Gegenfrage, wenn nicht wir jetzt und hier im Kleinen beginnen, wie soll dann die Bewegung größer werden?, gab es aber nur ein Schulterzucken.... Es betrifft uns ALLE!

Da ist noch verdammt viel Gesprächsbedarf. Wir planen als nächstes den "Majors for Peace"-Flaggentag 8.7. und den Hiroshima-Gedenktag am 6.8.!

Nachdenklich vom Sund! Suse/ Stralsund

1000152739 (Fotos privat mit Genehmigung des SFB)

 

 

 

1000110915 UG-Stand, Foto K. (mit Erlaubnis geteilt)

RG MV in Rostock bei der 1. Mai 2026 Kundgebung des DGB

Das schöne Wetter war wieder einmal auf unserer Seite, denn trotz ordnungsgemäßer Anmeldung, wusste der Platzverwalter angeblich nichts von einer solchen. Aber die IG Metall und der Mieterbund hatten nichts gegen unseren Stand in ihrer Mitte und flott hatten wir alles aufgebaut.

Während dessen bewegten sich ca. 400, vor allem junge Menschen, im Demonstrationszug durch Rostock zu uns zum Kastanienplatz, im Stadtwald nahe dem Zoo. Auf dem Platz bereits 500-600 Menschen im steten Durchzug zu und von den Ständen und rundherum stattfindenden Events.

Unsere Plakate waren wieder einmal ein Hingucker und die Schautafel zum Thema: "Altlast Munition in Nord- und Ostsee im Zeichen der Kriegsmobilisierung" veranlasste viele Besucher stehen zu bleiben, zu lesen und darüber zu sprechen. 

Ältere Menschen berichteten aus eigener Erfahrung, jüngere Elternteile erklärten die Bilder ihren Kindern und mit Jugendlichen kamen wir dann auch über dieses Thema hin zum IEC, Pfingstjugendtreffen und der GAZA-Solidarität. Konkrete Zusagen zur Mitarbeit gab es aus letzteren Gesprächen noch nicht, jedoch offenkundliches Interesse. Wir klärten mehrfach auf über Genozid und Ökozid, nicht nur in Palästina.

Die Erkenntnis der Weltkriegsgefahr war präsent, jedoch auch die Aussagen: Wir können eh nichts machen! oder Die da Oben.....! Die Begriffe Kapitalismus und Sozialismus seien überholt und nicht mehr relevant....! .... Das gab für weiterführende Gespräche gute Ansätze. Auf unsere Frage, welche Konsequenz ihre Kritik am System und dessen Symptomen denn nun für sie selber und ihrem weiteren Handeln hätten, kam es oft zu einem kurzen Stocken. Man erlebte förmlich einen Erkenntnisprozess heranreifen und zumeist mit einem säuerlichen Grinsen wurde geantwortet, man müsse dieses System überwinden...Ein Mann bedanke sich sogar am Schluss, er hätte nun wieder etwas Hoffnung.

Ca. 20 der 1.Mai-Aufrufe wurden entgegengenommen, 15,42 Euro für GAZA-Soli gespendet, 3 Perspektive-Magazine verkauft.

Suse/ Stralsund

1000110916 Kastanienplatz, Foto privat

 

 

 

 

 

 

 

16.04.2026 Teddy.Lehren der Geschichte (Foto privat SF)

RG MV in Stralsund zum 140.Geburtstag Ernst Thälmann

Anlässlich des 140. Geburtstages des deutschen Arbeiterführers Ernst Thälmann trafen sich am Teddy-Denkmal ca. 30 Menschen aus der Region. Politisch waren alle eher links orientiert. Vertreten waren Die Linke, BSW, DKP, MLPD und parteilose Antifaschisten.

Mit der INTERNATIONALE wurde die Veranstaltung begonnen. Der Vertreter der Links-Partei  leitete uns durch das Programm und begann mit einer Originalaufnahme einer Rede Ernst Thälmanns. Anschließend zitierte er, leider noch immer aktuelle, Aussagen Thälmanns unter anderen über den erstarkenden Faschismus und seinen Erscheinungsformen, aus dessen letzte Rede in Ziegenhals.

Die DKP berichtete von dem Internationalisten Thälmann, den Protesten weltweit nach dem Bekanntwerden seiner Verhaftung. Die MLPD forderte auf, die Lehren und die Forderung der Einheitsfront in Angriff zu nehmen, etwas, was Thälmann 1933 forderte, welche jedoch nicht zu Stande kam. Eine Thälmann-Freundin, gerade erst nach Stralsund gezogen, war begeistert, hier in Stralsund eine solche Veranstaltung mitmachen zu können. Sie verwies auf die Literatur zu Thälmanns Leben, die aus der DDR-Zeit auch in ihrem Bücherregal noch ihren Platz hat. Die Jugend muss über solche Vorbilder wieder Kenntnis erlangen. Ein Grußwort russischer Gesinnungsfreunde wurde verlesen, welche die Leistungen Thälmanns im Kampf gegen den Hitlerfaschismus würdigten. 

Kritisiert wurde das wiederholt "unehrenhafte" Verhalten der SPD-Führung (gestern wie heute)(Herr Steinmeier, zu Besuch zur Zeit in Stralsund, Verfechter einer starken militärischen Verteidigung, hat den Weg zu dieser Veranstaltung nicht gefunden, er war knapp 200 m Luftlinie entfernt im Hotel untergebracht und hatte die letzten zwei Tage die Kriegsfähigkeit und die Wehrdienstbereitschaft auch in Stralsund gefordert). Die Frage stand im Raum: Wie wäre es 1933 ausgegangen, hätte die SPD ihre Wahlstimme Ernst Thälmann gegeben?

In der Diskussion vor Ort, war für mich erstaunlich, dass nicht die AfD als teilfaschistische Partei als "gefährlich" angesehen wurde, sondern einzig die jetzige Regierung es sei, die uns in die Weltkriegsgefahr treibt. Gleichwohl wurde zugegeben, dass die "alten" Regierungsparteien sich der Forderungs- und Maßnahmenliste der AfD angenähert oder gar übernommen haben.....

Ohne einen gesellschaftsverändernden Kampf, ohne das Begreifen der Klassenlage, für die wir Partei ergreifen müssen, ohne die objektive Realität der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Situation zu analysieren, wird es auch für uns aus der Umweltbewegung keinen Raum geben, in dem wir uns verwirklichen können. Ein Weltkrieg kann das Ende der Menschheit bedeuten, wird zu mindestens immense Schäden an der Natur hervorrufen, dessen Teil wir sind. Die Einigkeit der Völker ist das drängendste Ziel. Die "Baustelle" der Diskussion über noch existierende sozialistische Staaten oder nicht, eher erstmal zweitrangig. In vielen Bereichen besteht eindeutig noch Diskussionsbedarf. 

Am Ende legten wir gemeinsam die diesmal sehr zahlreichen Blumen ab und sangen das Lied der Thälmann-Brigaden. Ein gelungenes würdiges Geburtstagstreffen.

16.04.2026 Teddy.Stralsund Foto privat 16.04.2026 Teddy.Ehrung(SF)

16.04.2026 Teddy.Geburtstag 140 Foto privat

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