10. Juli 2026: Mehr als 1000 Menschen beteiligten sich am der Kundgebung und Demo der DGB-Gewerkschaften, vorwiegend IGMetall und Ver.di. Früher waren "Reformen" Verbesserungen für die Beschäftigte und ihre Angehörigen. Seit Jahrzehnten wird darunter Umverteilung von Unten nach Oben verstanden.
Besonders Arbeiterfamilien und Alleinerziehende sind betroffen.Die Gesundheitsreform kostet sie bis zu 120,- € im Monat, der Wegfall des Wohngelds bis zu 400,- . Mehr und länger arbeiten, später in Rente usw.
Pfiffe gab es besonders über zitierte respektlose Lifestyle-Äußerungen des Bundeskanzlers. Denn es sind die Menschen in den Fabriken, Büros, in der Pflege, auf dem Bau, die alle Werte schaffen!
Für die Umweltgewerkschaft ist die Unterstützung dieser Proteste selbstverständlich. Wir kritisieren aber, dass die umwelt- bzw. klimazerstörenden Seiten der Regierungspolitik dabei ignoriert werden. Aus dem eh kleinen Klimafond werden sachfremde "Reformen" finanziert. In Gesprächen zeigte sich, dass die Besorgnis über die begonnene Umweltkatastrophe durchaus groß ist.
Wir hätten es auch begrüßt, wenn die Solidarität mit den VW-, Porsche- und Mercedes-Beschäftigten eine größere Rolle gespielt hätte. Das gilt auch für die wahnsinnigen Rüstungsausgaben. Die Menschen spüren, wie alle diese Bereiche zusammenhängen.
In unserem Demo-Block gab es (außer den organisierten ohrenbetäubenden Trillerpfeifen) auch gute Parolen: "Eure Krisen - nicht auf unserm Rücken!" - "Ohne Streik - wird sich nichts verändern!"
