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Greifswald 10.7.26

Klimacamp in Greifswald/ MV 09.-12.07.2026

Gut so! Sie lassen sich nicht unterkriegen! Wenn auch die Illusion bei vielen der Teilnehmer gefallen ist, dass das 1,5 Grad - Ziel der Erderwärmung, beschlossen auf dem "Klima-Gipfel" in Paris 2016, haltbar sei.

Ja, sie sind gegenüber dem Beginn der FFF-Aktionen 2021, wo teilweise bis zu 1000 Menschen vor Ort waren, in der Teilnehmerzahl sehr gesunken, doch neben dem "harten" Kern, kommen nun doch auch neue umweltbewegte Menschen. Denn trotz aller neuer "Katastrophen" sind die Probleme, die Ziele der Umweltbewegten, leider noch immer die gleichen, so Ben von der FFF bei seiner Eröffnungsrede vor der Freitags-Demo.

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In den geführten Gesprächen klang noch immer die Hoffnung an, "sanfter" öffentlicher Protest, Petitionen usw. an die Politiker seien ein wirksames Mittel, diese zu bewegen, etwas zu Gunsten der Natur zu ändern. Es gab da aber auch durch aus schon andere Meinungen. Mit allen sprach ich zum IEC und übergab den Einladungsflyer. Die Idee, überregional, über die eigene Organisationsform hinaus sich umzusehen, zu vernetzen, aktiv zu werden, war nicht unbedingt bei allen willkommen, dennoch spürte man auch das Interesse, die Einsicht, die eigene "Blase" zu verlassen, wenn man gesamtheitlich etwas bewirken will. Die Rolle des Kapitalismus als verursachendes Gesellschaftssystem wurde oftmals bestätigt, seine Überwindung jedoch als ein zu "großes" Unterfangen angesehen.

Vor allem wurden der Fossilismus der Konzerne und Regierungen angeprangert, das eigene umweltbewusste Verhalten bemahnt, vor der Zukunft mit einer AfD als NICHT-umweltfreundlich gesinnte Partei gewarnt, Einladungen für die Workshops an diesem Wochenende ausgesprochen (Können auf der Homepage der FFF-Greifswald eingesehen werden). Es fanden bereits statt der "Erste-Hilfe-Kurs auf Demos" (sehr hilfreich!), die neue Buslinienplanung und der Radwegenetzausbau in Greifswald. Durchaus auch für andere Regionen interessant. In Greifswald wird seit 2019 mit Bio-Methan, aus Stroh gewonnen (!) gefahren. Die Zukunft steht auf Elektromobilität auch im Öffentlichen Personennahverkehr.

Greifswald 10.7.26 8 Es kann beginnen! 

Mit ca. 80 Menschen ging es dann auf die Demo rund um die Altstadt.

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Anbei noch ein paar plakative Forderungen und anderes mehr:

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Von den Streik-Absichten der Arbeiter im Ruhrpott wusste man gar nicht! Eine weitere "Baustelle" im Miteinander.

Ein junges Mädel neben mir im Demo-Zug: "Das ist alles so viel! Manchmal weiß ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht, wie alles bewältigen!"

Wir unterhielten uns noch eine Weile angeregt. In Zukunftsangst zu verharren, ist keine Option, da waren wir uns einig. 

Suse/ Stralsund

(Fotos privat mit Genehmigung)

 

 

 

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