"ASHLEY, Indiana – An einem Freitagabend im Mai vor zwei Jahren bereitete sich Kory Kistler darauf vor, seinen Arbeitsplatz in einer Recyclinganlage zu verlassen, die von ihren Besitzern als Frontlinie im globalen Kampf gegen Plastikmüll angepriesen wurde. Dann brach die Hölle los. Aus dem Ventil einer Pumpe im Werk strömten entzündliche, 370 Grad heiße Dämpfe. .... Dann, so erinnert er sich, entzündeten sich die Dämpfe und lösten ein unkontrolliertes Feuer aus, das zudem durch eine Art Öl genährt wurde, das in einer beheizten Druckkammer aus Plastikmüll hergestellt wurde."
So beginnt ein Erfahrungsbericht von zwei ehemaligen Mitarbeitern einer Plastik-Pyrolyse-Pilotanlage in den USA. Wir dokumentieren ihn hier:
Die Anlage kommt wegen erheblicher Bedenken hinsichtlich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit nicht über die Anlaufphase hinaus. Dessen ungeachtet hält der BP-Konzern weiter an seinen Pyrolyse-Plänen für Gelsenkirchen fest. Zwar hat er sich von der Firma Brightmark als Partner getrennt, aber die Technologie bleibt die gleiche. Es fällt schwer, zu glauben, dass die in dem Artikel beschriebene Katastrophen-Serie nur aus der Unfähigkeit eines einzelnen Unternehmens resultieren soll. Das Bürgerbündnis gegen die "BP-Norderweiterung" wendet sich deshalb weiter gegen diese geplante hochgefährliche Anlage, der auch noch ein Landschaftsschutzgebiet geopfert werden soll.
Unterstützung kommt aus der Nachbarstadt Marl, die gegen den von der Stadt Gelsenkirchen beschlossenen Bebauungsplan ein Normenkontrollverfahren einleiten will. Dazu die Marler Zeitung:
Wichtig bleibt der Widerstand von unten!
Ausgerüstet mit diesen Westen, Flyer und Unterschriftenliste wurden in den letzten Monaten zwei gemeinsame "Spaziergänge" in einer Kleingartenanlage und in einem Park organisiert. Das erwies sich als eine sehr erfolgreiche Methode, die wieder aufgenommen werden soll, sobald das Wetter wieder spaziergangstauglich ist!
P.S. Wer das Bürgerbündnis unterstützen will durch das Tragen einer solchen Weste (ist super bei verschiedenen Gelegenheiten einsetzbar, auch bei Demos etc.), wendet sich bitte per e-Mail an die Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen. Die Weste kostet 20 Euro.
