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Der Nachfolger des derzeitigen Bundeskanzler Scholz, Tschentscher,
wärmte anlässlich der derzeitigen Olympischen Spiele in Paris eine abgestandene Idee auf.

Die beiden Städte Berlin und Hamburg sollten sich als Austragungsorte bewerben. Wenn der Lehrling (Tschentscher) in die Fußstapfen des Vorgängers ((Scholz) sich drängt, dann drängt sich uns die Sachfrage auf, wie verblödet ist denn nun die SPD wirklich.


Gleiches Ansinnen wie vor 10 Jahren, einer Dekade, wurde von den Massen abgewählt!

Erkennbar, dass die Meinung der Massen den Sozialdemokraten nicht viel bedeutet. An der Begründung hat sich nichts geändert:.

Kapitalistische Krisen werden nicht ernsthaft angegangen, gesellschaftliche Defizite sind uneingeschränkt vorhanden, werden auch nicht angegangen, die Umweltkatastrophen nehmen weltweit zu, die Rüstungsspirale wird beschleunigt, Kriegsgefahr wächst und Hunger wie Nöte nehmen zu.

Hier für Weltkonzerne und Politikprominenz den Werbegabentisch zu decken, damit mit Jux und Dollerei Spiele und Ablenkung über die Bildschirme wabern, ist Spektakel.

Haben wir damals nicht gewollt, wollen wir heute immer noch nicht.

 

* * * * *

 

NACHTRAG:  zu obenstehendem Beitrag erhielten wir folgenden Leserbrief von einem UG-Mitglied aus Gelsenkirchen:

 

Einseitige Kritik  

Der Artikel vermittelt den Eindruck beim Leser, dass die Umweltgewerkschaft Olympische Spiele generell ablehnt, was ich so nicht glaube und auch nicht für richtig finden würde. Sicher gibt es viel berechtigte Kritik an der Ausrichtung der Olympischen Spiele durch das IOC und das jeweilige Gastgeberland, die das sportliche Ereignis immer gigantischer und teurer machen, dass Umweltkriterien missachtet werden und Konzerne riesige Profite einstreichen. Das alles sind verheerende Auswüchse des Kapitalismus mit all seiner Dekadenz. Politiker nutzen die Olympischen Spiele, um sich mit ihrer politischen Selbstsucht völlig zu Unrecht feiern zu lassen. Da ist Macron nicht anders als Scholz und Tschentscher in Hamburg. Wenn sich viele Hamburger gegen eine Bewerbung als Austragungsort Olympischer Spiele ausgesprochen haben, dann haben sie dafür sicherlich viele konkrete Gründe - ich glaube aber nicht, dass sie Olympische Spiele damit generell ablehnen. Auch in Paris gab es heftigen Protest, weil für die Spiele neue Autobahnzubringer ins Wohngebiet gebaut wurden, weil die Verkehrsdichte katastrophal zunimmt und für die Menschen mit Lärm und Umweltgiften zur bedrohlichen Last wird. Und trotzdem sind die Olympischen Spiele so begeisternd, weil sie zeigen, zu welchen Leistungen die Menschen im Sport fähig sind, Weil so viel Spannung in den Wettkämpfen liegt, weil insgesamt große Fairness unter den Athleten und Athletinnen besteht, weil die Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen und weil die vielen Sportarten, auch ganz neue wie z.B. Breakdance dem Zuschauer näher gebracht werden. Denken wir nur an den packenden Basketballkrimi der Frauen im 3x3 Basketball, der in die Geschichte der Spiele eingehen wird.  Ich fände es für die Umweltgewerkschaft passend, wenn wir die berechtigte Kritik an den kapitalistisch ausgerichteten Olympischen Spielen damit verbinden, dass sie auch zeigen, dass die Menschheit nicht in der Barbarei von Kriegen, Krisen und globaler Umweltkatastrophe untergehen will, dass die Menschen durchaus die Fähigkeiten zur Lösung haben, wenn der Kapitalismus überwunden wird und das Bewusstsein dafür entwickelt wird. Wir können auch aufzeigen, dass nicht nur Hochleistungssport begeistert, sondern dass der Breitensport bundes- und landesweit und kommunal viel mehr und dringend gefördert werden muss, dass in vielen Städten mehr Schwimmbäder und nicht weniger gebraucht werden, damit die Kinder überhaupt Schwimmen lernen, was immer häufiger zu einem Problem wird.

Ein Hoch auf die Leichtathletik und auf die Solidarität und Freundschaft im sportlichen Wettkampf!

Dieter, Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen

 

 

 

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