
Auch dieses Jahr beteiligten wir uns von der Hamburger Umweltgewerkschaft wieder am Methfesselfest. Es fand statt unter dem Motto „80 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus müssen wir wieder aufstehen gegen Kriegstreiber, Nazis und Rassisten.“
Entsprechend der Rechtsentwicklung wurde das Fest im Vorhinein in den einschlägigen Hamburger Tageszeitungen verunglimpft als „antisemitisch“
und „linksextremistisch“.
Am Sonnabend, als viele Menschen das Fest besuchten, kamen drei Polizisten und waren richtig biestig: das sei ja kein Stadtteilfest, sondern ein „Kommunistenfest“. Die Veranstalter und die Leute an den Ständen ließen sich genauso wenig wie die Besucher dadurch verunsichern.
Wir verteilten die Erklärung des Bundesvorstands gegen die Kriegstreiber und für Verbot und Ächtung aller atomaren, biologischen und chemischen Waffen, machten die Umweltgewerkschaft bekannt, gaben gegen Spende einiges Info-Material weiter und gewannen einzelne neue Kontakte.
Die Veranstalter gaben gleich am nächsten Tag eine Presseerklärung heraus, in der es hieß: „Wir haben uns nicht spalten lassen! Allen Versuchen der bemerkenswerten Allianz aus Verfassungsschutz, CDU, AfD, Hamburger Abendblatt und mopo, unser Fest zu diskreditieren, zum Trotz, feierten Jung und Alt am Wochenende ein Fest mit wunderbaren Musik-Gruppen und über 40 Initiativen, die mit Infoständen von ihrer Arbeit berichteten.
Noch einmal sagen wir Danke, dass ihr da ward! Ihr macht dieses Fest so einzigartig, so bunt, so vielfältig und interessant!“
Im nächsten Jahr wollen wir vielleicht an beiden Tagen teilnehmen, möglichst einen besseren Standplatz haben und evtl. Waffeln und Kaffee anbieten.
R./ HH
