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Video der Protestaktion unserer Delegation auf dem COP30-Gelände in Belém:

HIER KLICKEN:
https://youtu.be/uEEgLPV9Fxc?si=qSkQeV52Owfeb-bO










Zum Abschluss ein bedeutsames Dokument
aus der brasilianischen Arbeiterbewegung
zur Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung:
Unsere Delegation schreibt dazu aus Brasilien:
"Liebe Freundinnen und Freunde,
nach Überarbeitung erhielten wir die Verpflichtungserklärung von 8 (von insgesamt 10 relevanten) Gewerkschaftsdachverbänden in Brasilien. Dazu muss man wissen, dass in Brasilien über 20.000 Gewerkschaften existieren. Sie gründen sich nach Branche und nach politischer Richtung und sortieren sich dann nationalen Dachverbänden zu. Die UGT (União Geral dos Trabalhadores - Allgemeine Arbeitervereinigung) hatte als erster Dachverband die Umweltfrage seit 2007 in ihren Grundsätzen. Sie haben die anderen Stück für Stück überzeugt davon. Diese Verpflichtungserklärung ist bemerkenswert, weil sie Umweltforderungen und Forderungen zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse der Arbeiterinnen und Arbeiter miteinander verbindet.
Der Schutz des Amazonas ist z.b. nicht möglich ohne feste Arbeitsverträge, (statt) mit informeller und damit unkontrollierter Arbeit im Amazonas. Wir haben in der Delegation auch diskutiert, dass die Frage natürlich noch zu lösen ist, ob überhaupt noch im Amazonas 'gearbeitet' werden sollte und wie dann Ersatzarbeitsplätze geschaffen werden. Das wurde auch auf dem Kongress diskutiert.
Wir durften dort nicht nur teilnehmen (15.11.) sondern auch auf dem Podium sitzen und ein Grußwort halten. Sie sind hocherfreut über unser Zukunftsprojekt Internationaler Umweltratschlag 2026 und werden eine Mitarbeit beraten."
Nachfolgend das Dokument der 8 Gewerkschaftsdachverbände in deutscher Übersetzung:







COP30-Protest-Delegation berichtet
17.11.25
Die COP30 in Belém – zwei Gesichter einer Stadt
Für die COP30 hat die Stadt Belém keine Kosten und Mühen gescheut, um die Standorte der wichtigen Hallen und Zelte auf Hochglanz zu polieren. Eine schöne Promenade führt auf einer breiten Straße vom Hafen in das Herz der Stadt, entlang eines Flusses.

Ein Fluss?
Nahezu ein Abwasserkanal! Denn nur etwa 20% der Haushalte sind ans Abwassersystem angeschlossen, der Rest landet direkt in den Flüssen und letztendlich, zu 96% ungeklärt, im Meer. So setzen die Stadt Belém und die brasilianische Regierung ihre Prioritäten.
Und so bricht sich die stinkende Wahrheit Bahn. Nicht der Umweltschutz, nicht die Einheit von Mensch und Natur wird priorisiert. Wichtiger ist, sich unter den gestandenen Imperialisten einen Namen zu machen. Da ist es auch egal, wenn in den Favelas (Armenviertel) Häuser der ärmsten Teile der Bevölkerung in die mit Abwasser verseuchten Flüsse stürzen, Hauptsache es investieren möglichst viele Länder in den Regenwaldfonds. Da stört es auch nicht, was Videos im Internet belegen.
Wir verurteilen diese Heuchelei und solidarisieren uns mit der Bevölkerung Beléms, Amazoniens und ganz Brasiliens. Wir unterstützen die Umweltkämpfer, die diese Verbrechen aufdecken!
( z.B. auf diesem Video: https://www.instagram.com/reel/DRCeALSkUKE/?igsh=eWExNzF6N3hwZ2Rs ).
Ihre Forderungen, z.B. nach einem flächendeckenden Abwassersystem, Wohnungsbauprogramme und legale Arbeitsplätze mit Löhnen, von denen man leben kann, verbinden Soziales mit der Umwelt. Nur mit dieser Verbindung kann eine gerechte Gesellschaft, die in Einklang mit ihrer Umwelt existiert, geschaffen werden. Und genau dieser Maßstab wird es auch sein, mit dem die brasilianische Regierung gemessen wird.
Unser Urteil: durchgefallen!
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Videoclips der Delegation auf dem YOUTUBE-Kanal der Umweltgewerkschaft:
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Die FAZ schreibt dazu: "Der 'Marsch fürs Klima' zog am Vormittag (Ortszeit) mit lauten Gesängen und Parolen durchs Zentrum der Millionenstadt Belém. Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 50.000 Menschen an der Demonstration teil, darunter indigene Gruppen und Gewerkschaften."
Der SPIEGEL schreibt: "Zum ersten Mal seit der COP26 im schottischen Glasgow 2021 sind bei der COP30 in Belém wieder größere Proteste möglich. Bei den drei vorherigen Klimakonferenzen in Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Aserbaidschan konnten Aktivisten wegen drohender Repressionen nur innerhalb des Konferenzgeländes demonstrieren, das von der Uno verwaltet und bewacht wird."
Hier Fotos unserer gemeinsamen Delegation aus Umweltgewerkschaft, IEC2026-Koordinierung, Frauenverband COURAGE, United Front, MLPD:








Liebe Freundinnen und Freunde,
wir senden euch von der Delegation aus Umweltgewerkschaft, Umweltstrategiekonferenz, MLPD, Jugendverband Rebell und Frauenverband Courage aus Belém / Brasilien solidarische und umweltbewegte Grüße!

Es ist gut, dass die COP30 eröffnet wurde mit der Kritik an faschistischen Klimaleugnern. Die Massen in Brasilien kritisieren deswegen auch massiv ihren ehemaligen Präsidenten, den Faschisten Bolsonaro. Dieser ließ rücksichtslos den 58 Millionen Jahre alten Regenwald abholzen, in dem heute noch in Brasilien über 320 indigene Völker leben. Die Liebe zu diesem Regenwald in der Bevölkerung und der Drang, diesen zu bewahren, ist allgegenwärtig.
Die COP30 soll nun laut Brasiliens Präsident Lula ein 'Gipfel der Wahrheit' werden. Wahrheitscheck? Durchgefallen!
Erstens wird die gesamte Dimension der begonnenen Umweltkatastrophe penetrant relativiert. Es ist aufgrund der selbstzerstörerischen Prozesse und Eigendynamik der Umweltkatastrophe eben nicht so, dass man die Erderwärmung durch Reduzierung des CO2-Gehalts wieder zurückdrehen kann wie ein Thermometer. Dann wird neu die Lüge vom grünen Kapitalismus aufgetischt, während in Wirklichkeit die rücksichtslose Zerstörung der Natur durch Bergbaukonzerne usw weitergeht.
Auf dem Gipfel der Völker mit über 1100 Organisationen aus dem Großteil des fortschrittlichen Spektrums findet eine Strategiediskussion über den Weg des Umweltkampfes statt. Die Kapitalismus-Kritik ist allgegenwärtig, doch wird von den Veranstaltern stark auf Mitsprache am COP30 und auf Appelle an politische Entscheidungsträger orientiert. So eine tiefe Kritik an eben diesen Politikern und Regierungen - und dann doch noch weiter an ihrem Rockzipfel hängen?
Wir brauchen einen Umweltratschlag mit einer unabhängigen und auf praktische Kooperation orientierenden Strategiediskussion. Viele Teilnehmende, denen wir diesen Standpunkt und unsere Ideen mit Händen und Füßen näher brachten, waren unserer Meinung. Einige Bücher "Katastrophenalarm!" wechseln den Besitzer und viele neue Kontakte wurden geknüpft
Für den Internationalen Umweltratschlag gibt es neue Referenten und Interessenten und Überlegungen für den Austragungsort. Es gelang hier auf dem Gipfel der Völker ein fester Zusammenschluss der Umweltbewegung mit seinen vielfältigen Organisationen, und hier gibt es eine richtige Aufbruchsstimmung - gemeinsam den Regenwald retten! Jetzt gehen wir zur großen Demonstration. Es werden ca 50.000 Menschen erwartet.
Solidarische Grüße aus 35 Grad in Belém!
===> Videogruß der Delegation auf der IEC2026-Homepage abrufbar, hier klicken: https://umweltstrategiekonferenz.org/
===> und hier zwei Bilder der Kundgebung der ICOR/Europa, an die sich obenstehende Grußadresse richtete, am Internationalen Umweltkampftag 15.11.2025 vor dem Hauptbahnhof Rotterdam/Niederlande. Auch Vertreter der Umweltgewerkschaft waren extra dazu angereist:









...und noch Internet-Fotos von Belém + Karte und dem COP30-Eingang:



(Weitere Bilder & Berichte folgen!)























