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Wir trauern um Patric!

Mitglied im Ortsvorstand der Umweltgewerkschaft Berlin.

Mit nur 60 Jahren ist er am 13.Juni 2026 verstorben.

Wir werden Patric als klassenbewussten, kämpferischen, grundehrlichen, solidarisch-kritischen, freundlichen und humorvollen Mitstreiter für unsere Sache in Erinnerung behalten! 

Umweltgewerkschaft, Ortsgruppe Berlin 

Patric Bosse UG Berlin geb. 2.8.1965 gest.13.6.2026

   (Abschieds-Graffito für Patric  im Stadtzentrum, von Karsten UG Berlin)  

 

 

 

UG Berlin Ostermarsch2026 03

Unser neues Transparent zusammen mit unseren Atomkriegsgefahr-Plakaten waren ein "Hingucker" und häufig gefragtes Fotomotiv bei der Ostermarschdemo in Berlin 2026. (An dieser Stelle ein großes Lob an unsern Grafiker nach Stuttgart, der das Transpi-Motiv gestaltet hatte!)  

Zur Kundgebung etwa 3000 Beteiligte, später zur Demo noch deutlicher Zuwachs - die Polizeiangaben von "1600" waren jedenfalls stark heruntergerechnet! Aber das ist ja nix Neues...

Eine Woche zuvor hatten wir mit gut 10 Leuten eine "Plakatwerkstatt" organisiert: zuerst Diskussion über die enorm gewachsene Weltkriegsgefahr, ihre Hintergründe und Zusammenhänge zur globalen Umweltkrise, dann im Anschluss gemeinsame Plakat-Produktion:

2 alte Plakate drunter, zwei neue Plakate drüber, Haltestab in der Mitte fixiert, ringsrum mit breitem Packband zusammengeklebt - fertig!  Mit knapp 30 Plakaten - also viel mehr als wir selber waren -   sind wir dann zur Ostermarsch-Auftaktkundgebung gezogen. Erste Aufgabe dort: "Verteilen" der Plakate an "wildfremde" Leute, die einfach das Motiv gut fanden. Verbunden mit der Bitte, sich bei der Demo um unser Transparent herum zu gruppieren zwecks Massenwirkung. 

UG Berlin Ostermarsch2026 02

Dort organisierten wir dann "im Auftrag" des Internationalistischen Bündnisses während der Demo ein offenes Mikro - musikalisch super unterstützt durch Tboy-Tijuana, einem gambisch-deutschen Reggaemusiker.

Warum gibt es jetzt wieder so viele Kriege? Was ist Imperialismus? Wie kann ein dritter Weltkrieg verhindert werden? Wie hängen Faschismus und Krieg zusammen? Was kann man aus der Geschichte der Antikriegsbewegung lernen, etwa aus den beiden "Zimmerwald"-Konferenzen 1915 und 2025? Hafenarbeiterstreiks in drei europäischen Ländern gegen Kriegswaffenverladung - welche Rolle spielt die Arbeiterklasse im Friedenskampf? Eine Welt ohne Krieg - wie muss die aussehen? - Eine Vielzahl von Fragen wurden am offenen Mikro angeschnitten.

UG Berlin Ostermarsch2026 01

Nach drei Stunden Non-Stop-Action waren wir am Ende ziemlich platt, aber auch begeistert von unserem Auftreten und der positiven Reaktion vieler Leute. (So positiv, dass einige offenbar "ihr" UG-Plakat mit nach Hause genommen haben! Hey, das ist voll ok - eine nachträgliche kleine Spende wäre super! Kontoverbindung siehe oben auf der Homepage unter "Mitmachen") 

Besonders einige Jugendliche konnten wir neu zum Mitmachen mobilisieren. Überlegt euch eine feste Mitgliedschaft in der Umweltgewerkschaft! Überparteilich, antifaschistisch, antimilitaristisch und mit der Arbeiterbewegung verbunden - die kämpferische Umweltbewegung braucht euch! Die nächsten UG-"Highlights" am 1.Mai und beim Internationalen Pfingstjugendtreffen sind jedenfalls schon ins Auge gefasst.  Bis bald! 

UG Berlin Ostermarsch2026 04

 

 

 

 

 

 

Flyer2026 A4 2026 03 25 p1Flyer2026 A4 2026 03 25 p2

 (Zur Erklärung: "Kazaguruma" ist ein japanischer Begriff und bedeutet "Windrad"

- die Kazaguruma-Demo steht also sinngemäß für Erneuerbare Energien statt Atomkraft)

 

Liebe Freunde der Umweltgewerkschaft, 

die Ortsgruppe Berlin der Umweltgewerkschaft hat auch heute, am 15.11.2025 zum Internationalen Umweltkampftag Aufgerufen.

Trotz des miesen Wetters - das hat bei uns zum alljährlichen Umweltkampftag schon fast Tradition - hatten wir eine kämpferische Kundgebung mit immerhin 30 dauerhaft Teilnehmenden. Dabei wurde in verschiedenen Redebeiträgen auf die Falle der faschistischen Klimaleugner aufmerksam gemacht, verschiedene Schwerpunkte der Umweltkämpfe hervorgehoben. Im Mittelpunkt stand der Internationale Umweltratschlag 2026 im November. Denn das nach 30 Klimagipfeln die globalen Treibhausgasemissionen immernoch jährliche Rekordwerte schreiben spricht für sich: Wir müssen das selbst in die Hand nehmen - weltweit und gemeinsam. Diese Idee hat auch unter den vorbeigehenden viel Zustimmung gefunden. 

Durchgefroren aber bestärkt blicken wir auf den Kampftag hier in Berlin zurück und freuen uns, dass an immer mehr Orten weltweit sich Menschen anschließen und mit uns Kämpfen. Ein wirklicher Höhepunkt auf der Kundgebung war in diesem Sinne auch die Live-Schaltung nach Brasilien zum dortigen Protest gegen den COP30 mit über 50.000 Teilnehmenden. Hier haben sich zahlreiche Organisationen, darunter auch zahlreiche Gewerkschaften und Vertretungen der indigenen Bevölkerung, zusammengeschlossen, um für eine wirkliche Veränderung in der Klima- und Umweltpolitik auf die Straße zu gehen. 

Herzliche Grüße aus Berlin

IUKT 2025 Berlin

Einige Bild-Eindrücke:  1) BERLIN:

3.10.25 Berlin043.10.25 Berlin023.10.25 Berlin013.10.25 Berlin03

 Einige Bild-Eindrücke:  2) STUTTGART: 

 Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 03Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 02Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 01Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 40 50Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 46 56Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 48 58,,

Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 59 19Bildschirmfoto vom 2025 10 09 12 59 45

Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 04Stuttgart UG bei 3.10.25 Friedensdemo 05

 

Redebeitrag Umweltgewerkschaft Stuttgart

(LKW-Bühne der Antikriegs-Kundgebung am 3.10.25 in Stuttgart)

Liebe Friedensbewegte,

wir stehen an einem entscheidenden Punkt in der Geschichte unserer Welt. Sie wird heutzutage mehrfach in ihrer Existenz bedroht. Da ist die weltweite Kriegspolitik mit der Gefahr eines atomaren 3.Weltkriegs, da ist aber auch die begonnene Umweltkatastrophe, die das Potential hat die menschliche Zivilisation zu vernichten. Beides wird befeuert von einer weltweiten Rechtsentwicklung und faschistischen Parteien und Regierungen. Dies alles fordert aber auch heraus sich dem entgegenzustellen, nicht nur heute auf der Demo!

Krieg, insbesondere ein Weltkrieg ist die größte Umweltzerstörung. Bombardierungen zerstören ganze Städte, Wälder werden niedergebrannt, Böden verseucht, Wasserquellen vergiftet. Krieg hinterlässt nicht nur verbrannte Erde, sondern vernichtet auch das fragile Gleichgewicht unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Die Klimakatastrophe, die Zerstörung von Regenwäldern und die Ausbeutung von Böden sind nur einige der unzähligen Symptome einer kapitalistischen Gesellschaft, die v.a. an kurzfristigen Gewinnen statt am langfristigen Überleben der Menschheit orientiert ist.

Ganz in diesem Sinn streicht die Wirtschaftsministerin Klimaschutzmaßnahmen und nennt das Ganze einen „Realitätscheck“. Da fragt man sich in welcher Realität lebt die eigentlich? Die gleiche Regierung setzt sich zum Ziel über 40% des Bundeshaushalts für die Kriegstüchtigkeit auszugeben. Das bedeutet als Konsequenz massiver Abbau sozialer Leistungen, Umverteilung der Steuergelder für Hochrüstung und Roll Back im Umweltschutz. Realität ist die soziale und ökologische Katastrophe.

Unsere ganz besondere Solidarität und Mitgefühl gilt den Menschen in Gaza. Inzwischen wurde die internationale Friedensflotte von israelischen Schiffen gestoppt und geentert, die Kommunikation unterbrochen. An Bord sind Hilfsgüter, die dringend benötigt werden. Mit dabei sind auch Umweltschützer, wie Greta Thunberg. Das Stoppen dieser Flotte geschieht in internationalen Gewässern und ist nach geltenden Gesetzen illegal. Wir fordern sofortigen Waffenstillstand, Freigabe der Schiffe! Von der Bundesregierung fordern wir dass sie endlich, wie schon über 150 andere Länder, Palästina als Staat anerkennt!

Umweltkampf und Friedenskampf sind heute wie 2 Seiten einer Medaille für das Überleben der Menschheit. Als Umweltgewerkschaft arbeiten wir daran, dass in 2026 ein internationaler Umweltratschlag stattfindet. Wir führen eine gesellschaftliche Strategiediskussion, fördern Bewusstseinsbildung und verbinden das mit internationaler Kooperation und Unterstützung. Wir lernen uns kennen, beraten uns gegenseitig und lernen voneinander. Wir fördern es, dass alle demokratischen Bewegungen den Umweltkampf zu ihrer Sache machen. Besonders wichtig ist unserer Meinung nach die Einheit von Umwelt-, Friedens- und Arbeiterbewegung. Mittlerweile sind Aktivisten aus ca. 20 Ländern am Vorbereitungsprozess beteiligt.

Macht mit und engagiert euch, denn gemeinsam können wir die Welt verändern!

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Aktiv gegen Weltkriegsgefahr UG Plakat2022 DIN A4 210x294

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